Montag, 3. Februar 2014

... und alle haben Dich so lieb

In den 70ern war ein gutes Gewissen ganz leicht zu haben:



.. ein bisschen Weichspüler in die Maschine, und die Wäsche war weiß und weich und alle freuten sich ...
Ich oute mich jetzt mal: Ich finde weichgespülte Handtücher einfach blöd. Erstens trocken sie nicht gescheit und zweitens massieren die kratzigen doch so schön, dass man sich hinterher gleich viel besser fühlt.
Warum mir das gerade jetzt einfällt?
Nun, heute hat die DBK eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die vom Vatikan als Vorbereitung der außerordentlichen Bischofssynode weltweit durchgeführt wurde.
Den Originaltext der DBK kann man hier lesen.


Weitaus interessanter ist aber, was die KNA dazu via twitter verlinkt hat:
"....In ihrer Auswertung stellen die deutschen Bischöfe fest, dass es eine "große Differenz zwischen den Gläubigen und der offiziellen Lehre" der Kirche gebe. Dies betreffe vor allem die Themen wiederverheiratete Geschiedene, Verhütung und Homosexualität....Als Gegenmittel empfiehlt die Bischofskonferenz, die Kirche solle sich so äußern, dass sie vom "Vorurteil der Leibfeindlichkeit und einer lebensfeindlichen Gesetzesethik" befreit werde. Es komme darauf an, "die zentrale Botschaft der Kirche von Ehe und Familie in ihrer unbedingten Bejahung des Lebens und des Leibes in einladender Weise zu vermitteln..... "

Inzwischen hat sich WeltOnline in einem längeren Artikel des Themas angenommen, wo besonders dieser Satz ins Auge fällt:
Um die Probleme in den Griff zu bekommen, sehen die Bischöfe die Kirche in der Pflicht, nicht die Gläubigen. Sie drängen auf Reformen. 

Das klingt doch fast schon wie eine Kapitulation und da freut es mich ja direkt, dass der Münchner Kardinal Reinhard Marx gestern im Dom einmal Klartext gesprochen hat. Ich war zwar nicht dort, weil ich befürchtet hatte, mal wieder mit dem dominierenden Lieblingsthema des Papstes konfrontiert zu werden - incl. des entsprechenden "bescheidenen Auftritts".
Deshalb habe ich St. Peter vorgezogen, wo es nicht nur eine wunderschöne Messfeier, mit einer Lichterprozession und Musik von Franz Xaver Brixi und Wolfgang Amadeus Mozart gab, sondern auch eine inspirierende Predigt zum Licht und Heil, das in die Welt gekommen ist - und, dass Glauben bedeutet, durch den Horizont hindurchzusehen ...

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