Montag, 17. März 2014

3 Tage für einen ganz besonderen Heiligen!

Wie in jedem Jahr ist München immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, mit den vielen in der Stadt lebenden Iren den St. Patricks Day, den irischen Nationalfeiertag zu feiern. Und wie immer gibt es hier die größte St. Patricks Day Parade in Europa außerhalb Irlands. Dieses Jahr hat auch das Wetter mitgespielt, zumindest blieb es trocken. Über die Leopold- und Ludwigstraße zogen Iren, Schotten Amerikaner, Bayern ... eine wahre Pracht.

Begonnen hatte alles - wie immer - mit einer schönen heiligen Messe am Samstag abend in St. Michael. Die Messe wurde live über Radio Horeb ausgestrahlt und so konnten viele Hörer die Messe mitverfolgen. Und man kann feststellen, die Münchner gewöhnen sich allmählich an dieses irische Fest und besonders an die Messe, denn das Mitsingen fällt immer leichter:
Das Eingangslied "Hail Glorious St. Patrick", gesungen von Frances Lucey, und den mitsingenden Mitgliedern der Gemeinde.




Und es ist immer wieder schön zu sehen, wenn die irischen Familien mit ihren vielen Kindern kommen - das ist man sonst in St. Michael überhaupt nicht gewohnt. Die Kinder einer Familie durften dann auch den Beginn der Messfeier gestalten und uns erklären, wer der heilige St. Patrick war und was er für den Glauben in Irland und Europa getan hat.

Pater Leahy, ein früheres Mitglied der Gemeinschaft von St. Michael, reiste für diesen Anlass extra aus Irland an und zelebrierte die Messe auf Deutsch, Englisch und Irisch.

Zum Auszug durften wir dann das bekannte irische Kirchenlied "Morning Has Broken" mitsingen, das ja in den 70ern ein Riesenhit von Cat Stevens war.



Am heutigen Sonntag gab's dann die Parade mit einem großen irischen Fest auf dem Odeonsplatz. Als ich aus der Theatinerkirche kam, roch es draußen schon kräftig nach Fish'n'chips und Guinness... ein ganz neues Gefühl für München.

Morgen steigen dann in den vielen irischen Pubs und Clubs weitere Feiern ....und dann werden zum richtigen St. Patrick's Day auch wichtige Münchner Gebäude gegreent, u.a. die Allianz Arena:



Noch andere Münchner Sehenswürdigkeiten werden dann mit weltweit anderen Sehenswürdigkeiten (z.B. Oper Sydney oder Christus-Statue in Rio) in Irish-Green erstrahlen

Unter all diesen Feiern ging es fast unter, dass dieser Sonntag der Papstsonntag war. Es ist auch ziemlich ungewöhnlich, dass der Papstsonntag Teil der Sonntags-Morgen-Messe im Dom ist.
In den letzten Jahren gab es da immer ein Pontifikalamt am Sonntagabend, weil Kardinal Marx die Mitglieder der Päpstlichen Familie, die Träger des Papstordens und die verschiedenen Ritterbünde anschließend zu einem Empfang bat. Es war immer so voll, dass man eine Stunde vorher im Dom sein musste, um einen guten Platz am Mittelgang zu bekommen. Und eine Viertelstunde vor Messbeginn gab's nur noch Stehplätze.

Dieses Jahr wurde also dieses Pontifikalamt auf den vormittag verlegt.
Hier ist ein Artikel der Münchner Kirchennachrichten mit einer kurzen Zusammenfassung der Predigt von Kardinal Marx und man kann die Predigt dort auch im Originalton hören.
Die wohl markantesten Sätze daraus hatte ich heute früh schon in meinem Twitteraccount:





Da war ich dann doch ganz froh, dass ich in die Theatinerkirche gegangen bin. Hier hörten wir eine wunderbare Predigt über den Glauben als Teil unserer Kultur. Die Schola sang eine Messe aus der Renaissance und wir konnten gestärkt in den sonntäglichen Alltag zurückkehren.





2 Kommentare:

  1. Renaissance? Hmmm....Ist das noch zeit(geist() gemäß?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ElizaBerlin17.03.14, 13:55

      Nun, die Renaissance ist in Europa allgegenwärtig - Teil unserer Geschichte sozusagen .... auch wenn viel Kirchenmusik der Renaissance aus England kommt. Die Katholiken dort mussten sich ja nach der Verweigerung der Scheidung eines Königs durch den Papst und die Neugründung der "Church of England" verstecken. W. Byrd komponierte z.B. viele Messen, die mit wenigen Stimmen gesungen werden konnten. Darauf wird besonders in der Fastenzeit gerne zurückgegriffen.

      Löschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.