Sonntag, 9. März 2014

Aus der Zeit gefallen ....

Sonntagsmesse! Hochamt! Schönheit!
Wie immer durften wir heute in St. Peter ein wunderschöne Messe feiern. Angepasst an die Fastenzeit war es etwas stiller als sonst - aber gerade in dieser vorösterlichen Bußzeit ist eine würdig gefeierte Heilige Messe ein sonntägliches Muss!.
Wie immer erinnerten wir uns zuerst unserer Taufe - mit der Austeilung des Weihwassers und dem diesmal vom Chor gesungenen "Asperges Me".  Und danach gab es eine schöne würdige lateinische Messe, musikalisch begleitet vom Vokalensemble St. Peter, der die Missa brevis in D von Josef Gabriel Rheinberger sang. Und ich freute mich schon auf eine schöne spirituelle Predigt, als Prälat Jung an den Ambo trat.

Doch - daraus wurde nichts, denn es hatte sich ein Hirtenbrief nach St. Peter verirrt - genauer gesagt ein Fasten-Hirtenbrief.unseres Erzbischofs.. Der bezog sich auch zunächst auf das gerade gehörte Evangelium von der 40tägigen Fastenzeit Jesu in der Wüste. Auch auf die Versuchungen durch den Teufel ging der Hirtenbrief ein und dass wir alle die Freiheit der Wahl hätten. Und, dass die Gebote eben keine Vorschriften seien, die uns unsere Freiheit nehmen würden. Soweit so gut, doch dann lernten wir, dass wir die Gebote doch eigentlich im Namen der Barmherzigkeit ein bisserl "aufweichen" könnten ... Schließlich ..... seien doch die Lebensrealitäten ... wie man ja aus der Umfrage zur Bischofssynode erkennen könnte, doch schon so weit von der Lehre der Kirche entfernt usw.... und so hat es uns ja auch der Kardinal Kasper schon mehrmals gesagt.

Seufz. Der Prälat Jung hat wahrscheinlich noch nie in einer Predigt das Wort "Sexualität" benutzt - heute musste er es gleich zweimal vorlesen. Er sprach von Ehe-Versprechen, die man halt  aus irgendeinem Grund nicht einhalten kann, während Familien mit Kindern völlig verständnislos nach rechts und links guckten. Eine Zusammenfassung des Hirtenbriefes kann man hier nachlesen, den genauen Wortlaut gibt es nicht. Offensichtlich sollte der nur die Kirchenbesucher auf die "neue Linie der uneingeschränkten Barmherzigkeit" bringen....

Gerade St. Peter ist ja auch eine Hochzeitskirche und ich hatte das Glück schon mehrfach, dort eine Goldene Hochzeit mitzufeiern. Was sich die älteren Ehepaare wohl gedacht haben, die tw. untergehakt zur Kommunionbank liefen? ...

Also nee ...

Als der Hirtenbrief verlesen war, konnten wir wieder aufatmen und uns dem Diesseits erfreuen. Dem katholischen Diesseits, wo der Glaube gelebt und die heilige Messe gefeiert wird. So wie gestern, heute und in Ewigkeit ...

Hirtenbriefe nach der 68er-Forderung "wir dürfen alles" - insbesondere, wenn es um Unterleibsthemen geht, sind doch jetzt schon von gestern und völlig aus der Zeit gefallen.... und gehören doch wohl eher ins Museum.


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