Montag, 31. März 2014

Erbarme - die Hesse komme !

Ach ja, so ein Reporterleben ist schon schwer. Kaum ist mal schönes Wetter im meist nebligen Hessen, schon wird man vom Arbeitgeber zu einem heiklen Auftrag geschickt.
Sonntags in die Kirche? Wenn draußen schönes Wetter ist? Dem Mann muss es furchtbar gestunken haben, dass es ausgerechnet ihn getroffen hat.
Es muss eine Zumutung gewesen sein: am Sonntag morgen, ab in die Provinz. Und er hat sich übelst gerächt an den Limburgern, die ihm das angetan haben.
Die Limburger, stolz wie Bolle, ob der medialen Aufmerksamkeit, die ihnen in den letzten Monaten zuteil wurde, haben gar nicht gemerkt, dass sie von dem Rot-Funk-Mitarbeiter unbewusst mal so richtig vorgeführt wurden.
Schön muss es also gewesen sein, im Limburger Dom. Ein richtig schönes Hochamt wo einem das Herz vor Freude hüpft. Aber - wer sich mal ans Nörgeln vor laufenden Kameras gewöhnt hat, will damit natürlich nicht mehr aufhören. Also dann, folgen wir dem O-Ton nach dem Hochamt am gestrigen Sonntag:
"Vielleicht lag es an diesem Wunsch nach Ruhe, dass das erste Hochamt nach dem spektakulären Rücktritt nur mäßig besucht war – viele Reihen im Georgsdom waren leer geblieben. "

stellte der Reporter in seinem Beitrag zunächst mal fest. Warum dann das Theater um den Bischof, wenn die Limburger sowieso lieber ihre Ruhe haben und gar nicht in den Gottesdienst gehen?
"Große Teile des Gottesdienstes wurden auf lateinisch gehalten – was viele Anwesende störte. Der abgehobene Bischof sei zwar weg - mehr Bodenständigkeit in der katholischen Kirche aber noch lange nicht in Sicht."
Au weia, was für ein Armutszeugnis für's hessische Bildungssystem. Ich rätsel zwar immer noch, ob es der Journalist war, der kein Latein versteht (wäre so einem atheistischen Rotfunker durchaus zuzutrauen) oder sind die Limburger glaubensmäßig wirklich so ungebildet, dass sie die lateinischen Messtexte nicht verstehen?
"So sagte eine Besucherin dem hr, dass sich "so sehr viel ändern muss in der Kirche. Eine Messe auf lateinisch zu halten ist nicht mehr zeitgemäß, man muss sie so halten, dass die Gläubigen sie auch verstehen". 
Ach je, arme hessische Provinz. Immer noch total weltfremd und der aktuellen Mode um Jahre hinterher. Kenn ich aus meiner Jugend, die ich in Mittelhessen verbracht habe. Total hinterm Mond.
Richtig schön war dann der Senf inkl. "Änderungswünschen", den ein "wichtiger" Wisinikiler von sich gab. Er wurde interviewt, als sich gerade die Domtüren öffneten und die Menschen nach draußen gingen. Erwischt! Mitquatschen wollen und dann gar nicht hingehen. Die sind mir am liebsten.

Zum Nachsehen und Nachlesen gibt's das ganze hier beim Rotfunk - dem Provinzsender Ihres Vertrauens.

Auf jeden Fall werde ich die Limburger weiterhin in mein Gebet einschließen, damit sie bekommen, was sie sich so sehnlichst wünschen:
Einen leicht ergrauten Vertreter der Alt68er als Bischof (wird sicher nicht leicht, so was aufzutreiben), der die Messen nach dem Gusto des Publikums feiern wird. Mit Kirchentags-Trallala, Klampfenmusik und Schlagzeug zum Hochgebet. Vielleicht auch ein paar tanzende (diesmal aber bekleidete) Femen zur allgemeinen Volksbelustigung. Und das in allen Kirchen des Bistums - ohne Ausnahme. So dass es auch keine Abstimmung mit den Füßen geben kann. Wird sicher ganz toll werden und die Kirchenräume werden aus allen Nähten platzen, weil ja die ergrauten Wisinikiler dann auch wieder jeden Sonntag in die Messe gehen würden.

Ich frage mich jetzt aber ernsthaft, warum die Limburger dann nicht einfach evangelisch werden.
Dann wären sie mit der Mehrheit - und alles wäre gut.

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