Samstag, 15. März 2014

Wir saßen an den Strömen von Babel und weinten! Gedanken zum Selbst- und Fremdbild der Kirche

Vorhin bin ich an einem wundervoll blühenden Weidenbaum vorbeigekommen und spontan fiel mir der Satz ein ".. da verlangten von uns die Zwingherrn Lieder.. Wir aber hängten unsere Harfen an die Weiden in jenem Land"
Und ja der Psalm beschreibt eines der seltsamsten Phänomene des postchristlichen Abendlandes, das mir immer und immer aufstößt und das ich mal versuche zu beschreiben.

Also da sind Leute, die scheren sich einen Dreck um Gott und sein Gebot, wollen aber, dass die Kirche das gutheißt, und sie so behandelt, als seien sie die Superfrommen.

Ich muss es mal sagen, als mir Gott und seine Gebote egal waren, wäre ich nicht für Geld und nicht für gute Wort in irgendeine Kirche gegangen, nicht zur Besichtigung und dreimal nicht zur Messe.
Von daher versteh ich ja sehr gut, dass einem kirchliche Moral egal ist, aber warum um alles auf der Welt wollen die Leute dann zur Kommunion gehen?

Soweit so merkwürdig, aber es geht ja noch weiter.
Wenn man nicht wirklich fest in der Kirche verankert ist, also zu dem kleinen Häuflein (ca. 10%) der Katholiken die regelmäßig zur Messe gehen und dem noch kleineren Häuflein, das sich müht um ein regelmäßiges Gebetsleben, inklusive regelmäßiger Beichte, gehört. Also dann ist einem klar, "Deine Kirche ist doch wohl das allerletzte!" und alles was man kann, ist den Rosenkranz dessen warum Kirche völlig out ist, von Abtreibung bis Zölibat, herunterbeten!

Gleichzeitig und das ist für mich immer das allerkomischste, wird von diesen so verachteten, unmöglichen, und von nix ne Ahnung habenden Leuten erwartet, die reinsten fleischgewordenen Guten Geister zu sein, die für alles und jedes Verständnis haben, für alles und jedes eine Lösung haben, und zum Erreichen dieser Lösung sich bitte, drei Beine ausreissen und mit Geld und Geduld und Nerven und
Zuneigung nicht sparen!



Vielleicht ist die Kirche auch ein bisschen selber mit Schuld an dem Dilemma, waren  doch in der frommen Lektüre meiner Kindheit, die Christen immer die Guten und die anderen immer die Bösen oder zumindest die Unfähigen.
Also da war eine Gruppe von Leuten, die hatte ein Problem und dann kam der Christ und der löste das Problem, so ein bisschen wie Hanni und Nanni.

Ich sag das jetzt mal so, ich habe das immer als ein immensen Druck empfunden, und diese Grundhaltung, dass der Katholik sozusagen der bessere Mensch sein müsse, in dem Sinne dass er alles richtiger, perfekter, erfolgreicher machen müsse  und das ganze gepaart mit grenzenloser Nächstenliebe und wahrer Hingabe an alle und jeden, die hat sich irgendwie verselbstständigt und ist auf  uns selber zurückgefallen.

Der Glaube wurde rein innerweltlich gesetzt und Gläubigkeit mit innerweltlichem richtigem Verhalten gleichgesetzt und dem Anspruch wird keiner gerecht.

Was das nun mit denen zu tun hat, die an den Strömen von Babel saßen und weinten?
Nun ne ganze Menge, dort in Babel war das Zentrum der Welt und alle Pracht der damals bekannten Welt zu Hause, in der Vision im Buch Daniel wird Nebukadnezar als "goldenes Haupt der Welt" bezeichnet, (Daniel 2. Kapitel) und wenn auch von uns niemand verlangt Lieder zur Harfe zu singen, so verlangt doch die Welt von uns, so zu sein, wie selbige Welt sich gute Christen halt vorstellt.  Also Leute, die die Sünde nicht Sünde nennen, selbige nicht als Sünde bezeichnet werden dürfende Sünde jedoch selber nicht begehen, aber denen, die nicht Christen sind und deshalb sündigen dürfen, dabei helfen, dass das schlechte Gewissen auf gar keinen Fall sich meldet und wenn man beim nicht als Sünde bezeichnet werden dürfenden Tun dann sich doch das eine oder andere Problem eingefangen hat, dann sollen die Christen einen in ihrem Feldlazarett schon zusammenflicken, aber alles ganz liebevoll und so, dass man dann wieder.............. (oder so ähnlich)

Doch wie sollen wir das tun können, wenn wir in der Gefangenschaft sind, auch wenn es eine goldene ist. Wie soll das geschehen wenn man uns den Mund zubindet?  und das wird auch dann nicht besser, wenn zu denen, die einem das Maul verbinden, die eigenen Leute gehören, weil, wie sagt Paulus "wer wird dem Ochsen der da drischt, dass Maul verbinden?" (1Kor 9,9 und 5Mose 25,4).

Bevor ich weiter rumschwalle, stell ich hier den Psalm einfach mal hin.
Sollte man eh öfter machen, die Schrift lesen!


 An den Strömen von Babel, /
da saßen wir und weinten, / wenn wir an Zion dachten.
Wir hängten unsere Harfen /
an die Weiden in jenem Land.
Dort verlangten von uns die Zwingherren Lieder, /
unsere Peiniger forderten Jubel: / «Singt uns Lieder vom Zion!»
Wie könnten wir singen die Lieder des Herrn, /
fern, auf fremder Erde?
Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, /
dann soll mir die rechte Hand verdorren.
Die Zunge soll mir am Gaumen kleben, /
wenn ich an dich nicht mehr denke, / wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe.
Herr, vergiss den Söhnen Edoms nicht den Tag von Jerusalem; /
sie sagten: «Reißt nieder, bis auf den Grund reißt es nieder!»
Tochter Babel, du Zerstörerin! /
Wohl dem, der dir heimzahlt, was du uns getan hast!
Wohl dem, der deine Kinder packt /
und sie am Felsen zerschmettert!







10 Kommentare:

  1. In Fällen wie diesen erinnere ich mich gerne an einen Kommentar von Kardinal Dolan, der Kritikern der amerikanischen Gesundheitsreform, die forderten, dass die Kirche sich unter diesen Umständen aus dem sozialen Bereich zurückziehen solle, entgegnete: "Wir helfen den Leuten nicht, weil sie katholisch sind, sondern weil wir es sind".
    Genauso sind wir Christen sanftmütig, liebevoll und demütig, nicht weil die heidnische Umgebung uns das aufzwingt, sondern weil wir es können - weil wir weitergeben, was wir selbst empfangen haben (denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist - einer meiner Lieblingsstellen: Röm 5,5).
    Ob das Vorbild, das wir geben, angenommen und nachgeahmt wird, steht nicht in unserer Hand; wenn wir ein nachahmenswertes Leben führen und jedem freimütig Zeugnis geben von der Hoffnung, die uns erfüllt (1 Petr 3,15), ist unser Auftrag getan (vgl. Ez 3,17-21).
    Wir brauchen deshalb nicht neidisch zu sein auf unseren Bruder, der das Erbe des Vaters durch losen Lebenswandel durchgebracht hat und doch vom Vater mit offenen Armen aufgenommen wird, wenn er umkehrt. "Wer bin ich zu urteilen" - eine missverständliche, aber konsequente Übersetzung des Splitter/Balken-Dilemmas in mediengerechte Sprache.

    -- Gründe genug, sich nicht von der Umgebung oder von seinen eigenen Erwartungen unter Leistungsdruck setzen zu lassen --

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    1. Lieber Friedolin genau dies Sätze sind es, die mich dazubringen könnten aus der Kirche schreiend davon zu laufen.
      Weil er der Mehrheit der Christen ihr Christsein abspricht, und das illustriert, was ich meine, "du musst!" "in deinem Herzen ist doch ausgegossen, wir sind total gut und lieb"
      Wir sind es nciht und es ist total putzig, (wenn es nicht so traurig wäre) zu sehen wie die Christen aus den latschen kippen, wenn es sich nicht mehr verheimlichen lässt dass auch wir Menschen sind und gerade die exponierten den Druck nicht mehr aushalten.
      Das evangelisches Pfarrhaussyndrom ist mittlerweile ja auch bei PGR's Kindern weit verbreitet.

      Jesus der Christus sagt, "lernt von mir" udn ist gekommen um Sünder zu rufen und lauter so ein tröstlicher Kram.
      Dass Jesus der Christus so ist, wie die moderne Welt sich einen Christen vorstellt bezweifle ich und kann es mit Bibelstellen belegen.
      So sagt er dem jungen Mann, der von ihm fordert dafür zu sorgen "dass der Bruder das Erbe mit ihm teilt" "wer hat mich zum Richter und Schlichter über euch bestellt???"
      Und ich erinnere an die Szene im Tempel.

      Im übrigen steht es jedem Christ frei sich selber als schon den Gipfel der Christlichkeit erreicht habend zu begreifen und aufzuführen ich selber bin da noch nicht so weit, und darf ich deshalb nicht mehr posten?

      Im übrigen haben wir gerade im Hintergrund eine Diskussion, ob ich Kinder lesen lassen darf was sie wollen, also auch Playboy und dergleichen?
      Ich fände in diesem Zusammenhang ein nonchalantes ist das "who am I to judge" angeführt vom pater familias total verkehrt und somit wären wir bei meinem Grundunbehagen bei dieser Äußerung des pater christanes

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  2. Liebe Ester,

    deine Antwort bringt eine Menge Knackpunkte auf den Punkt, sozusagen.
    Eben nicht "du musst" (was von außen kommt), sondern "du kannst" - als Sünder (die wir sind) können wir doch heilig sein, wie Er es ist, der bereit ist, unsere Sünden zu verzeihen - wir können jeden Tag umkehren und jeden Tag "heiliger" werden - nicht aus unserer Kraft, sondern weil der Geist ausgegossen ist.
    Natürlich sind wir Menschen, aber eben auch berufen zur Heiligkeit :-)

    Und eigentlich zeigt die Stelle mit dem "nicht Richter oder Schlichter" doch genau das: dass ich mich nicht darein zu verzetteln brauche, das Verhalten meiner Mitmenschen zu regeln, sondern mich darum bemühen soll, erstmal selbst Licht der Welt und Salz der Erde zu werden, "erlöster" zu leben (da gab es doch ein Ghandi-Zitat, dass er eben das bei den Christen vermisst).

    Niemand braucht sich als "Gipfel der Christlichkeit" zu begreifen, und ganz bestimmt steht es niemandem zu, dir das Posten zu verwehren (ist ja dein Blog). Ich wollte nur sagen: keiner braucht wegen seiner "Unheiligkeit" zu verzagen, weil die Heiligkeit eben das Ziel und nicht unbedingt den Ist-Zustand kennzeichnet.

    Zum Nachsatz: Kinder brauchen Erziehung, ist doch klar, solange sie nicht aus eigener Einsicht richtig handeln können. Am meisten hilft auch da wieder das gute Vorbild. ("Erziehung nützt gar nichts - die Kinder machen eh alles nach" ;-)

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    1. Eben genau und das Ghandi Zitat und dass es die Pfarrersleut immer so gerne nachbeten, zeigt doch, dass Ghandi und seine nachbeter nichts, aber auch gar nichts von Christus begriffen hat.
      Sagen wir mal so, nachdem ich mich in der katholischen Szene schon recht gut auskenne, ich habe immer wieder welche getroffen die, wie Sie davon reden was Christen müssen udn können sollten, gerade in Hinblick auf diverse Pauluszitate (von wegen dem ausgegossenen Geist) und so.
      Nur getroffen habe ich immer nur Fassaden.
      Ich habe ja gar nix dagegen dass man nur Fassade ist und von anderen das fordert, was man selber gar nicht mal in Erwägung zieht, aber damit schließt man doch für sich selber das zentrale der frohen Botschaft aus, dass man nämlich erlöst worden ist und die Frucht der Erlösung erhofft , wobei Hoffnung die schon erfüllt ist, eben keine Hoffnung mehr ist und damit ist der mit der schon erfüllten Hoffnung kein Christ mehr, weil er die Grundtugend nicht mehr braucht.

      Um den Fehler mal anders herum auf den Punkt zu bringen,
      Gelebtes Christentum bringt gesellschaftliche Veränderungen mit sich.
      Der Glaube bringt Frucht.
      Nur wollen wir die Frucht ohne den Glauben erzielen.
      Schon Hans Urs von Balthasar schrieb dem jungen Doktor Ratzinger, "den Glauben nciht voraussetzen, sondern vorsetzen!" (nachzulesen in Salz der Erde)
      Genau das geschieht flächendeckends nicht. Schon ich habe (vor über 35 Jahren ) in Reli bis zum Erbrechen §218, Emanzipation, drittes Reich Umwelt und so ein Zeug gemacht, also Dinge die man durchaus vom Standpunkt des Glaubens aus behandeln sollte, jedoch wurde schon damals der Glaube vorrausgesetzt.
      Meine Kinder machen Drogen, Satanismus, Buddhismus, Islam, Existenzialismus, Mobbing und alles mögliche.

      merkwürdigerweise hat niemand die Sache griffiger auf den Punkt gebracht, als (ausgerechnet) Kardinal Lehmann, der vor fast 15 Jahren mal einen Flyer herausgab. damit der Reliunterricht weiter in staatlichen Schulen gemäß dem Konkordat erteilt werden würde und der dazu die Formel geprägt hat
      "Wir haben das Recht zu wissen was wir glauben!"

      Genau so ist, es nur wird von Kirchenseite kaum ein Versuch unternommen, dafür zu sorgen, das der Unterschied zwischen Weihnachtgeschichte udn Grimms Märchen klarer wird.

      Definitiv, wie man aus der Lektüre Guardinis sehen kann, ist das Problem schon bedeutend älter als das 2. Vatikanum, weswegen ich der Ansicht bin, das Konzil hat auch nicht begriffen wie krank der Patient ist und hat deshalb dem eh schon Geschwächten eine Rosskur verordnet, was nur schief gehen konnte.
      zu Guradini hier http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/03/romano-guardinis-sehnsucht-nach-der.html

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  3. Ich erinnere an die Szene wo Petrus dem Herrn Vorwürfe macht, als der von seinem nahen gewaltsamen Tod sprach. "Das soll nicht geschehen, das muss Gott verhüten!" Wir kennen die Antwort des Herrn: Weg von mir, Satan!" Petrus auf dem Weg zum Softie und Jesus der Weg des Hardliners? Es ist die Unerbittlichkeit der Botschaft Jesu, die den Menschen abschreckt. Es gibt nur ein Für oder Wider. Das alles wurde in der Theologie auf die Müllhalde deponiert und schwelt nun vor sich hin. Jesus der klare Grenzen zieht? Nein, danke! Jesus der für unsere Sünden stirbt und Sühne leistet? Nein, danke, das muss Gott verhüten. Gott verhütet allerdings in diese Richtung nichts. Vielmehr geht er voran und leidet unermessliche Pein bis er am Kreuz verblutet. Vielleicht wäre es für die Christen einleuchtender gewesen, Jesus hätte einen Arbeitskreis gegründet und Dialogprozesse gestartet, ob und wie er sein Erlösungswerk gestalten muss.
    Die Unerbittlichkeit der "frohen Botschaft" müsste eigentlich der Maßstab für christliches Handeln sein. Jesus stellt uns nicht vor ein "daskannmanauchbilligerhaben" sondern vor der Entscheidung, für ihn oder gegen ihn zu sammeln.

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  4. An einer Stelle irren Sie, meine ich: 90% derer, von denen Sie hier schreiben, erwarten sich gar nichts mehr von "uns", ihnen ist die Kirche längst schnurzegal, sie regen sich keineswegs über die Kirche und "uns" auf, weil wir schlicht gar kein Thema mehr für sie sind. Sie leben längst "etsi deus non daretur" - und sie leben offenkundig sehr gut damit!! Es ist unser Kardinalfehler, immer wieder im Walde zu pfeifen und (frei nach Karl Rahners Sonderlehre vom sog. "anonymen Christen") so zu tun, als sei jeder Mensch im Tiefsten und Letzten unrettbar religiös und ein ernsthafter Gottsucher, selbst wenn das den meisten selber gar nicht mehr bewußt sei. Wir müssteh sie nur ein bißchen anstupfen mit würdig gefeierten Messen etc., dann würde der religiöse Untergrund schon wieder freigelegt. Das ist, mit Verlaub, grosser Unsinn.

    Nein, diejenigen, die von "uns" erwarten, daß wir ganz, ganz verständnisvoll mit ihnen und ihren "Sünden" sind, das sind höchstens 10%. Mehr nicht. Sie machen sich halt vernehmbar, im Unterschied zu den 90% anderen. Deshalb meinen wir, sie seien viel mehr und sind immer so fixiert auf sie. Und verfallen in defensive Apologetik, indem wir mit allen Mitteln ihnen plausibel machen wollen, dass und warum sie sündigen. Wir müssten aber positiv denken, und d.h. missionieren, und zwar buchstäblich von Null an, weil man nichts mehr voraussetzen kann in einem Land, in dem inzwischen 55% der Meinung sind, die Weihnachtsgeschichte sei ein berühmtes Märchen der Gebrüder Grimm.

    Und nun ist nur die Frage: wie missionieren wir? Und eben da scheiden sich unter uns "praktizierenden Katholiken" die Geister? "Niedrigschwellig", indem wir "die Sprache" der zu Missionierenden sprechen? Oder anspruchsvoll, indem wir ihnen den Katechismus, den CIC und päpstliche Enzykliken unter die Nase halten? Das ist die wichtige Frage.

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    1. Es fällt mir schwer Ihnen zu widersprechen, werter Balthasar, jedoch um zu missionieren müssten wir erstmal das begreifen, was ihr werter Vorkommentator beschrieben hat.
      "Jesus ist für unsere Sünden auch für die seiner Mutter, der besten, gütigsten und reinsten Frau überhaupt, gestorben und er wäre auch gestorben, wenn er nur ganz wenige damit hätte retten können.
      Er hat das (um abzukürzen) ganz alleine für mich und damit, auch hier wieder abkürzend, prinzipiell für alle getan.
      Ihc glaube wir müssen glauben, aber nicht so, wie Friedolin es sagte (und wie es einem gutmeinend von diversen Ambos und Hirtenbriefen predigenderweise immer wieder vorgehalten wird, also sozusagen einen erfüllten, sicheren, wissenden Glauben vorgauckelnd.
      Nein sich selber und die Menschheit begreifend als das was sie ist nämlich gefallen udn alles Unglück, das einem so tagtäglich echt und medial begegnet verdient habend.
      Und erst dann kommt man dahin Gott zu danken, ihn zu loben udn ihn zu preisen.
      Meines Erachtens und darum ging es in dem Post, setzt man den erlösten Menschen voraus und von dieser Voraussetzung her, ist dann die Fehlerhaftigkeit, Sündhaftigkeit, die Faulheit und der Stolz, die Ignoranz und Arroganz, kurz der Mensch, so wie er halt ist, dann völlig unverständlich, wie man ja in jedem Geschichtsbuch und jeder moralinsauren Deutschlektüre, sowie den Empörungen bei irgendwelchen Hypes entnehmen kann.
      Der Mensch hat gut zu sein, und wenn er das nicht ist, dann kippt man aus den Latschen und begreift gar nicht, dass man damit einem Menschenbild huldigt das schlicht und ergreifend unmenschlich ist.

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    2. Kann mich nicht erinnern, von "Glauben vorgaukeln" gesprochen zu haben.
      Wenn man das tun zu müssen meint, wird es wirklich schwer, dem Anspruch (übrigens Gottes, nicht der Heiden) zu genügen.
      Wir sind eingeladen, aus lebendigmachendem Glauben zu leben.

      Es ist ein Fehler, aus falscher Eigenliebe (Narzissmus) nicht aushalten zu können, wenn andere einen auf Fehler hinweisen, wie Sie in Ihrem OP schrieben.
      Es ist aber auch nicht richtig, am Status quo ("Ich in halt Sünder" *schulterzuck*) zu verzagen.

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    3. Ich versteh den Zusammenhang echt nicht.
      Paulus schreibt "wer glaubt er stehe, hab acht dass er nicht fällt"
      Und das vermiss ich bei denen die meinen im Glauben fest zu stehen.

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  5. >>Und nun ist nur die Frage: wie missionieren wir?<<

    @Balthasar
    Die Frage ist beantwortet. Jesus selber hat sie uns gegeben: "Geht und verkündet das Evangelium. Wer glaubt wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden." Das alles mit dem Hintergrund: "Wer euch hört, der hört mich und den, der mich gesandt hat." Hier könnte man erst einmal einen Punkt machen. Sozusagen eine Denkpause. Die Botschaft Jesu besteht hauptsächlich aus der Forderung: "Kehrt um und glaubt an das Evangelium!" In dieser Reihenfolge bitte. Erst Umkehr, dann Glaube. Und da sind wir wieder bei den Befindlichkeiten der Zuhörer. Glauben, ja das würden wir gerne, aber umkehren? Das möge Gott erst einmal zurück stellen. Selbst Augustinus wollte wohl gerne rein werden, allerdings nicht sofort. Die Umkehr ist sozusagen der Grundstein des Glaubens. Wenn Jesus seinen Zeitgenossen bestätigten dass ihr Glaube ihnen geholfen hätte, dann waren das meistens Menschen, die die Umkehr schon hinter sich hatten. Ich erinnere an die Aussätzigen. Nur einer kehrte um. Nur einer wurde wirklich heil, weil er Gott dankte. Nur einem hatte der Glaube geholfen. Die anderen waren zwar nicht mehr krank, aber durchaus nicht geheilt. Dann der römische Hauptmann. Ist der nicht auch umgekehrt, als er Jesus aufsuchte um für die Heilung seines Dieners zu bitten? Und hat Jesus ihm nicht einen Glauben bescheinigt, den er in ganz Judäa nicht gefunden hat?
    Nochmal: Die Rettung aus unseren Sünden bekommen wir nicht für Nüsse. Jesus ist für uns am Kreuz verblutet, seiner Kleider beraubt und in den Kreis der Verbrecher geworfen. Es war ihm ernst mit unserer Erlösung, er gab sein Leben für die Menschen die er ausnahmslos liebt. Und wenn es nötig ist, dann müssen wir die Menschen (mich eingeschlossen) den Katechismus, den CIC und päpstliche Enzykliken unter die Nase halten, damit sie umkehren von ihren bösen Taten.

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