Samstag, 12. April 2014

Augstein konnte das besser!

Kurz vor Ostern und Weihnachten ist es ja üblich, sich über die christliche Religion lustig zu machen und irgendwelche Dan Brown Ergüsse zu bringen, dass eh alles ganz anders  war und Jesus in Wirklichkeit  der erste Revoluzzer, Kommunist, Woodstocker, mindestens einmal verheiratet und (da ist bislang noch keiner drauf gekommen, aber das wird schon noch geschehen!) auch geschieden und wiederverheiratet, für Abtreibung und überhaupt ganz anders war, als man seit fast 2000 Jahren glaubt.
So erfreut uns heute eine bekannte email Startseite mit der Meldung "Man wisse es nun sicher (Harvard Professor!), dass Jesus verheiratet gewesen sei, weil man endlich ein Papyrus aus der Zeit der ersten Christen entziffert habe.
Im Text erfährt man dann, dass es sich um ein Papyrus aus der Zeit zwischen 660 und 960 nach Christus handelt. Wobei das Papyrus aus Ägypten stamme.
Nun ja, also nehmen wie den Mittelwert 810 nach Christus. Und schauen mal, was damals in  Ägypten so los war. Also wie wir hier sehen können und wie auch jeder im Grunde weiß, eroberte schon der Prophet Mohammed alles was ihm vor's Schwert kam und seine Nachfolger eroberten dann Stück für Stück Nordafrika, setzten dann auf die iberische Halbinsel über, und fuhren fort, alles zu erobern was ihnen in den Weg kam, bis sie dann im Jahr des Herrn 732 von Karl Martell in der Schlacht bei Poitiers geschlagen wurden.


Die Eroberung Ägyptens fällt in die Zeit zwischen 632 und 661, also genau in den frühesten Entstehungszeitraum des ominösen Papyrus Fragmentes  und ich nehme an, die damaligen Christen, waren entweder, genauso doof wie wir, dass sie im Angesicht einer massiven Bedrohung über Aufweichungen des 6ten Gebotes diskutierten und irgendein durchgeknallter Theologe dann einen neuen Jesus, (historischer Jesus und eben ganz normal, oder so was) erfand. Vielleicht gab es auch damals schon einen Dan Brown und es handelt sich um ein Romanfragment.
Aber zurück zur Enthüllung, der Inhalt sagt gar nix aus und was nun als Echtheit bestätigt wurde, erschließt sich mir nicht.
Auf jeden Fall fand ich Augstein mit seinen regelmäßigen vorösterlichen und vorweihnachtlichen Anti-Christentums Artikeln dann doch niveauvoller.

2 Kommentare:

  1. Wer hätte gedacht, daß man das noch mal sagen würde.....der alte Rudolf A.
    Und was nun die Echtheitsbezeugung angeht: ja das Papyrus kann ja aus Ägypten und der angegebenen Zeit stammen. Und? Sonst beweist es genau nichts-außer dass in Ägypten dieser Zeit des Schreibens kundige Menschen lebten, die Jesus gern verheiratet sehen wollten- Zeitzeugen waren sie jedenfalls nicht Unsere MSM allerdings , denen dieser Jesus Christus ein steter Dorn im Auge ist, lassen nichts ungeschrieben und ungesagt, um den als Gottes Sohn zu delegitimieren-vor allem um sich nicht an seine Forderungen und Gebote halten zu müssen und ihr Restgewissen reinzuwaschen. Die Hasianer sind unvermindert auf dem Feldzug gegen das Christentum und da ist ihnen jedes Mittel recht. Daß die Mehrheit ihrer Leser/Konsumenten durch Ahnungslosigkeit hervorsticht, erleichtert ihnen natürlich das Geschäft.Und was die Christlichen Feste angeht- auf die Hohen Priester des Goldenen Kalbes ist, wie man sieht, Verlass.
    Und anscheinend ahnt der Harvard-Papyrologe nicht, daß zu der Zeit in Vorderen Orient alle möglichen, manchmal von Ortsbischöfen unterstützen Häresien kursierten -Monophysizisten, Arianer, um nur zwei zu nennen, die sich trotz ablehnender Bescheide der jeweiligen Konzile- abseits von Rom und Konstantinopel-halten konnten.

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  2. In manchen Sand- und Wüstenregionen des Orients existierten damals seltsame Zerrbilder des christlichen Glaubens. So wird ja auch vermutet, daß manche Aussagen über christliche Glaubensinhalte, die uns "der Prophet" (rülps) im Koran als Offenbarung Gottes unterjubeln möchte, letztlich die Praxis zweifelhafter christlicher Sondergruppen darstellen, bei denen Mohammed seine Informationen über das Christentum bezogen hatte.

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