Sonntag, 20. April 2014

Find ich richtig gut von unserem Papst

Papst Franziskus hat am Karfreitag während des Kreuzweges seinen Almosenmeister Krajewski mit 100 Briefumschlägen, in denen ein Ostergruß und je ein 50€ Schein war, auf die Straße geschickt, um das an den Obdachlosentreffpunkten einfach zu verteilen. Gestern war er noch einmal zu einer Unterkunft 30 bedürftiger Frauen unterwegs, die derzeit in der Casa Dono di Maria im Vatican von Missionaren der Caritas betreut werden.
Ich kann nur sagen, find ich einfach Klasse und von daher hier der Link  und hier der Link zu Radio Vaticana Italien.
Wie Msgr.Krajewsjki sagte, sind seine Kassen nun erst einmal leer,

Auf der offiziellen deutschen Radio Vatikan Seite fand sich nur folgende Meldung, die ja auch sehr schön ist, dass der Heilige Vater, die Tradition seiner Vorgänger fortgesetzt hat und den kleinen Patienten im Kinderkrankenhaus Bambino Gesù "Ostersüßes" geschenkt hat.
up-date: Hier -bei VaticanInsider/LaStampa im Artikel von Vaticanista Tornielli  ist nun auch von den über 100 Umschlägen, bestückt mit je 40.-€ oder 50.-€ die Rede;  klicken
P.S ja ich tu mir schwer mit dem aktuellen Pontifikat, aber ich bin der Ansicht, dass  man von daher sich durchaus drüber freuen, kann, darf und muss, wenn wer,  mit dem man sich schwer tut, was richtig Gutes macht.
Und diese Aktion (wenn sie denn wahr ist) bedeutet, einfach, dass da jemand nicht nur fromm, ominöse und im Grunde, abstrakte "andere"  (Gesellschaft, die Politik, das Geldwesen, die Wirtschaft, die Banken...) angreift, sondern einfach tut.


11 Kommentare:

  1. Wo steht denn die Anzahl (150) und die Einzelbeträge (50€)?

    Und ja.
    Der Papst tut es einfach.
    Einmal… denn jetzt ist die Kasse leer.

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    1. So steht es zumindest bei Domradio:
      "Nach dieser Aktion sei die Kasse der päpstlichen Almosenverwaltung "praktisch" leer, so Radio Vatikan."
      http://www.domradio.de/themen/ostern/2014-04-19/papst-franziskus-feiert-mit-glaeubigen-osternacht-im-petersdom

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  2. stand gestern noch bei Radio Vatican italien, ist heute weg- dort stand "100 Umschläge mit Ostergrüßen und je 50-€" , einige der Beschenkten hätten vor Freude getanzt.
    Aber die Kassen füllen sich ja wieder-Dank der Beiträge, die aus aller Welt zu deisem Zweck nach Rom fließen.

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    1. Ja, es gibt offenbar Kassen die sich selbst füllen – ist ja biblisch – da gab's auch mal einen Ölkrug, der nicht leer wurde.

      Aber immerhin – 50€ ist besser als 30 Silberlinge

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    2. Naja, ich denke mal, all die, die von dem "neuen Kurs unter Papst Franziskus " so begeistert sind, werden ja wohl auch fleißig spenden (Ironie off).
      Zusätzlich beachte man die Adressaten der 50€ und es ist ja ein Geschenk!

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    3. "fleißig spenden"?

      100 oder 150 Umschläge mit 40 oder 50 Euro sind 4000-7500 Euro. Und nachdem die ausgegeben wurden ist die "Kasse praktisch leer", was ja bedeutet, daß nicht mehr viel mehr drin war.

      Da kostet dem Hl. Stuhl ja der Almosenmeister im Monat mehr, als in der Kasse war…
      Jedenfalls kommt mir das Ganze etwas spanisch oder italienisch oder sonstwie vor.

      Man vergleiche mal, was an anderen Stellen für Summen fließen z.B. hier — OK, das ist nicht so medienwirksam wir tanzende Obdachlose.

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    4. Also ja darüber bin ich auch schon gestolpert, dass in der päpstlichen "Armenkasse" scheinbar schwer wenig Geld zu sein scheint.
      Im Grunde gebe ich dir ja recht, eine komische Geschichte ist es doch, nur hat mir halt gefallen, dass man mal das gemacht hat, was den "Armen" am meisten nutzt, ihnen nämlich einfach ein bisschen Geld in die Finger gedrückt hat, anstatt sich hinzustellen und geredet zu haben.

      Mir ist auch schon klar, das das mit der verwalteten Caritas einerseits gut ist, aber andererseits die Liebe in Vorschriften, Abrechnungen und Vewendungsnachweisen, regelrecht erstickt wird. und das zusätzlich das Denken erzeugt wird, dass einem ja eh nix passieren kann, weil irgendwer wird schon kommen und helfen, egal was passiert.
      Liebe die aber eingefordert werden kann, ist keine Liebe mehr.

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    5. Wie die meisten Dinge, so ist auch dies eine Sache, die Für und Wider hat.

      Auf den ersten Blick ist es zumindest ein Zeichen, daß hier jemand konkret etwas tut.
      Es ist auch ein Zeichen, das dem Beschenkten sagt: Ich habe Dich vergessen. Ich liebe Dich.
      Im Hinblick auf den Schenker sagt es: Schaut ihn an. Er tut was. Er redet nicht nur.

      Sicher fallen einem noch mehr Dinge ein, die man dort als Zeichen sehen kann.
      Alles schön und gut.

      Auf der anderen Seite stellt sich aber die Frage der „Nachhaltigkeit“. Helfe ich jemandem nachhaltig, wenn ich ihm einmalig etwas Geld in die Hand drücke?
      Nachhaltig wäre es z.B., wenn den Leuten Arbeit gegeben würde, damit sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.

      Es wäre doch mal was tolles gewesen, wenn der Allmosenmeister gesagt hätte: Kommt alle her. Wir stellen Euch fest ein und bezahlen Euch 10 Euro pro Stunde zum Fegen des Petersplatzes.
      Die vorhandene Kehrmaschine, die nur von einem bedient wird, verkaufen wir und setzen ab sofort auf "Manpower" von vielen.
      Das wäre „nachhaltig“.

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    6. Beim Almosengeben geht es genau nicht um Nachhaltigkeit, sondern um das Geschenk!
      Ich muss ehrlich sagen, Leute die im Grunde gar keine existenziellen Geldsorgen haben und nie gehabt haben, wissen gar nicht, wie gut es tut, wenn einem einer mal einfach so ein bisschen Geld in die Finger drückt.
      Wir haben doch gerade aktuell das dicke Problem, dass Helfen ein Geschäft geworden ist, mit Verwaltung, Nachweis, Steuerbescheid, irgendwelchen Zertifikaten und Kontrollen, und der Verpflichtung "nachhaltig, dauerhaft und was weiß ich nicht alles", zu sein.
      Das ist nicht per se total verkehrt, nur eben gegen die Liebe!

      Im Grunde leben ja ne Menge Leute von der "Helferei", was zu der pardoxen Situation führt, dass erfolgreiche Arbeit gar nicht erwünscht wird, oder dazu, dass man Armut da verortet, wo gar keine ist.

      Nee jetzt lasst doch den Papst mal was einfach Gutes tun.

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    7. Bei diesen Rechnungen wurde die 40 Frauen vom Karsamstag vergessen, die ebenfalls beschenkt wurden und die 150 Ostereier für die kleinen Patienten, die nach den Fotos eher 20.-€ als weniger gekostet haben. Das ist immer noch eine kleine Summe verglichen was das Almosenamt an die Menschen in Erdbebengebieten gab ( Hunderttausende bis Millionen) - es war halt ein kleine, spontane Geste , österkiche Freude zu schenken- die "nachhaltige" Hilfe ( die diese Menschen häufig als Einmischung ablehnen) wird in den caritativen Einrichtungen ja zusätzlich geleistet. Und warum die Kasse derzeit gerade so klamm war- darüber können und sollten wir aus der Ferne und von außen nicht urteilen.

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