Mittwoch, 23. April 2014

Oster-Geschichten

Mit vielen schönen heiligen Messen und viel Freude haben wir die Ostertage hinter uns gebracht.
Das wird es Zeit noch mal innezuhalten und auf die kleinen Begebenheiten zu blicken, die das größte unserer Glaubensfeste so einzigartig machen.

Dazu zählen für mich in München immer wieder die Touristen, die von überallher anreisen, um hier einen "Kurzurlaub" zu verbringen.

Und Ostern gehen auch die Touristen gerne in die Kirche und viele haben sich dafür den Dom ausgesucht. Zum einen ist es schön, zu beobachten, dass die meisten fassungslos sind, dass es kurz vor Messebeginn keine Sitzplätze mehr gibt, nicht mal mehr schlechte. Die Unsitte mit den gezückten Kameras während der Messe bekommt man dann also gar nicht mit, wenn man rechtzeitig da ist. Denn wir Münchner müssen ja unseren Kardinal nicht fotografieren.
Die Ostermesse war ganz wunderbar mit Musik von Haydn, stellenweise lateinischen Chorälen und Gebeten und einer guten Predigt von Kardinal Marx, die man hier nachlesen bzw. -hören kann.


Nach dem Auszug bin ich dann noch ein paar Minuten in der Kirchenbank sitzen geblieben, und habe noch am Benedikt-Relief für unseren Papa emerito gebetet.
Dann begann ein neues Ostervergnügen, denn ich konnte am Ausgang noch den Gesprächen der Touristen lauschen, die sich über die feierliche Messe unterhielten. Ein älteres Paar hinter mir ließ dann folgendes verlauten:
"Das ist ja ein ganz mächtiger und wichtiger Mann, der Kardinal Marx. Das habe ich gestern in der Welt gelesen. Der hat ja ganz großen Einfluss auf den Papst, und er hat den Kardinal Müller ausgebootet ... Der Kardinal macht sich ja auch sehr stark dafür, dass die Wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion bekommen können .... aber der Papst hat dem wohl noch nicht zugestimmt."

Das Gespräch bezog sich wohl auf diesen Artikel, und es zeigt einmal mehr, dass es in Deutschland tatsächlich noch Leute gibt, die glauben, was in der Zeitung steht .....
Ich glaube es nicht, und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine solche "Räuberpistole" tatsächlich den Tatsachen entspricht. Wir wissen doch alle aus den morgendlichen Predigten von Papst Franziskus, wie sehr er diese Ränkespiele und vor allem das Reden und Schreiben darüber verabscheut....
Aber die deutschen Zeitungsschreiberlinge aller Coleur müssen ihren Osterfrust halt irgendwie in die Tasten bringen und da lässt doch mit einem erfundenen Machtkampf zwischen den deutschen Kardinälen aus dem Vollen schöpfen.

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