Sonntag, 29. Juni 2014

Und der Himmel weinte dazu! oder per aspera ad astra!

Wenn ich was nicht leiden kann, sind es politische Reden, und wo ich selbige gar nicht leiden kann, ist in der Kirche!
So fuhren wir heute zur Bischofsweihe nach Freiburg, die wunderbar war, wenn nicht am Ende lauter Leute, die mit der Kirche nix am Hut haben, das Wort ergriffen hätten.

Naja ich weiß schon, das muss sein, wegen bla blubber, aber in der Schrift stehen schreckliche Sachen, so auch das Wort:
Ich sage euch: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen; (Matt 12,36)

Ich bin ja immer der Ansicht, dass all diese Politiker und Laberköpfe im Fegefeuer solange das eigene Geschwätz anhören müssen, bis sie einsehen, was für einen Blödsinn sie zusammen geschwätzt haben.
(Ja, ja ich weiß, es gibt Leute die denken bezüglich meiner virtuellen Ergüsse dasselbe, freut mich, wenigstens, was die Idee des Fegefeuers, angeht, eine gemeinsame Basis zu haben, könnt euch die Kommentare sparen).



Also der Landesvater von BadenWürttemberg, der ja formal Katholik ist und in dieser Eigenschaft im ZdK sitzt, was er wohl und wen wundert´s, mit dem Veteranenverband der K-Gruppierung seiner Jugend verwechselt, erklärte uns, dass Gott immer nur in der Transzendenz zu finden sei, und daher, (das hat er nicht gesagt, folgt aber) nie Mensch geworden ist, (was ja was anderes, ist als die Inkarnation Gottes in einem Menschen) und auch nicht in der Eucharistie gegenwärtig ist. Dann hat er noch so eine atheistische Philosophin zitiert, die behauptet hat, dass es  keinen Sinn gäbe außerhalb des Menschen, der Mensch gäbe sich seinen Sinn selber und es ist Aufgabe des Staates, die Leute das tun zu lassen und Aufgabe der Kirche, die aufzulesen und aufzupäppeln, die da nicht so ganz mitkommen. Natürlich vornehmer ausgedrückt.

Der ev. Bischof von Baden sang das Loblied Luthers und das in einer Landeskirche, die echte Lutheranern  meiden, aber das interessiert ja keinen, und forderte die Katholiken auf, doch bitte mitzufeiern beim Reformationsjubiläum. Das ist wohl so, wie wenn ich  mit fliegenden Fahnen und in Zorn und Streit aus dem Elternhaus ausziehe, dabei noch etliches an Geschirr zerdeppere und dann die Eltern einlade den Jahrestag davon zu feiern. Naja,

Der Bürgermeister, da habe ich abgeschaltet , und dann kam die Vorsitzende des Diözesanrates zu Wort, und naja man vermerkt positiv, dass sie es sich verkniffen hat, die Forderung nach dem Frauenpriestertum aufs Tapet zu bringen, aber ansonsten halt das übliche Geschwurbel. Was war der Apostel Paulus doch so weise mit seinem mulier taceat in ecclesia!

Auf jeden Fall hat das alles nicht zu der wunderschönen Messe gepasst und die Klatscherei auch nicht, aber wie der Herr so ist halt das Gescherr.
Aber auch der Himmel weinte just während der Grußworte!
Als wir dann zum Auszug das Salve Regina sangen, hörte es aber schlagartig auf zu regnen und die Sonne schien wieder.

So ist es halt: nach diesem Elende zeige uns die gebenedeite Frucht deines Leibes Jesus,  Oh dulcis virgo Maria!



2 Kommentare:

  1. Ich liebe es auch immer, wenn nach dem Gottesdienst ... Gott sei Dank wird nicht jeden Sonntag ein Pfarrer begrüßt oder verabschiedet.
    Und, sorry: Auch bei Beerdigungen bräuchte meinetwegen niemand "sonst" den Mund aufzumachen. Die sollen dann beim anschließenden "Leichenschmaus" - wie schrecklich! Dachte, der Tote bleibt in der Erde??? - ihre Loblieder singen ...

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  2. Mimik und Wortwahl so manches Ehrengastes sprachen sauertöpfische Bände, selbst den an Lachzwang leidenden Stalkern aus dem Ordinariat scheint die Heiterkeit abhanden gekommen zu sein, angesichts eines neuen Bischofs, der im klaren Gegensatz zu ihren Wünschen und Katholizismusphantasien steht.

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