Freitag, 13. Juni 2014

Was soll man denn davon halten?

Bisher hatte ich ja immer noch den Glauben, wir leben in einer Demokratie, in der es auch eine Meinungsfreiheit gibt und man kann dort sagen, was man sagen will. Und ich bin davon ausgegangen, dass das nicht nur für alle westlichen, sondern auch für alle christlich geprägten Gesellschaften gibt.

Nun hat Papst Franziskus wieder mal ein Interview gegeben.

Diesmal der spanischen Zeitschrift "La Vanguardia".

Die deutsche Seite von Radio Vatikan hat wesentliche Aussagen übersetzt, was man hier nachlesen kann.

Es ist sehr interessant, und es enthält einige wichtige Aussagen. Was mich allerdings jetzt sehr irritiert ist die folgende Aussage des Papstes:

„Die verfolgten Christen sind eine Sorge, die mir als Hirte sehr nahe geht. Ich weiß sehr viel über Verfolgungen, kann aber aus Vorsicht nicht darüber sprechen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Aber es gibt Orte, an denen es verboten ist, eine Bibel zu besitzen oder den Katechismus zu lehren oder ein Kreuz zu tragen.“

Oder diese Antwort auf die Frage:
Die Gewalt im Namen Gottes prägt den Nahen Osten...
„Das ist ein Widerspruch. Gewalt im Namen Gottes passt nicht in unsere Zeit. Das ist etwas Altes. Aus historischer Perspektive muss man einräumen, dass wir Christen sie zeitweise praktiziert haben. Wenn ich an den Dreißigjährigen Krieg denke, dann war das Gewalt im Namen Gottes. Heute ist das kaum vorstellbar, nicht wahr? Wir kommen manchmal aus religiösen Gründen zu sehr ernsten, sehr schwerwiegenden Widersprüchen. Fundamentalismus, zum Beispiel. Wir drei Religionen haben jeweils unsere fundamentalistischen Gruppen, klein im Verhältnis zum ganzen Rest.“

Und ich erlaube mir jetzt mal die Frage, warum hat Papst Franziskus plötzlich Angst jemanden vor den Kopf zu stoßen? Das klingt doch sehr nach Pius XII, der ja auch in vielen Fällen geschwiegen hat, um die Verfolgung von Katholiken in Europa und besonders in Deutschland nicht noch weiter herauszufordern - und dem man das heute noch (vonseiten der Linken und Atheisten) vorhält.
Was ist da los?



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