Freitag, 18. Juli 2014

das Konradsblatt mal wieder zur kommenden Synode

Vor mit liegt das neueste Konradsblatt und schon das Titelbild verheißt nix Gutes.
Auf dem Titelblatt, dass   die Volksmassen auf dem Petersplatz zeigt, prangt die Überschrift
Der Spürsinn des Gottesvolkes
und die Unterüberschrift
Die Gläubigen wollen und sollen in Fragen der Glaubenslehre konsultiert werden.

Leider siegte dann meine Neugier  über meine Vorahnungen und ich las auf den Seiten 20-22, die Ergüsse.
Nun ja, man wird ja bescheiden! Es war nicht alles dummes Zeug,was da drin stand, fing sogar ganz harmlos an, erwähnte den alten Streit um die Naturen in Christus, wo diverse kirchliche Würdenträger versuchten irgendwelche verschwurbelten Kompromisse zu machen, wegen der Macht, dem Kaiser oder sonst wem und das Volk (steht so im Konradsblatt, ich habe keine Ahnung ob das stimmt) einfach katholisch bleiben wollte, und so man vom Arianismus dann doch liess
Man streifte John Henry Newmann, und kam dann doch zur Sache, ja wen wundert´s, die Geschichte mit der Etage untendrunter (frei nach Bernhard von Clairveaux. Beim manchen ist der Gott der Bauch, bei anderen sitzt er noch 'ne Etage tiefer)
Zunächst wurde die provokante  Frage gestellt: "Überzieht das Lehramt, wenn es Sexualität, Familie und Ehe zusammenbindet" und anstatt die Antwort gleich mitzuliefern wird auch diese wieder in Frageform gekleidet, nämlich: Oder ist sie [die Kirche] die einsame Ruferin in der Wüste, die mit ihren Mahnungen Recht hat?
Und dann kommt der im Grunde Oberknaller, anstatt zu sagen,
"da gibt es nichts zu diskutieren, natürlich gehört der Sex ausschließlich in die Ehe und dort hat er einen Zweck, nämlich Kinder zu zeugen und in der Familie zu erziehen, und sich dadurch gegenseitig zu heiligen"
und das eventuell zu belegen Humane Vitae, Familiaris Consortio und ich vermute die Kirchenväter haben dazu ne Menge zu sagen und z.B.  eine Hildegard von Bingen äußert sich recht drastisch und eindeutig zum Thema, aber nein, das schreibt man natürlich nicht, sondern man schreibt "darüber muss offen gesprochen werden".


Um dann, damit auch klar ist, um was es geht, festzustellen, dass da wo Lehre und Praxis auseinaderklaffen, es nicht unbedingt der böse Zeitgeist sein muss, der die Menschen der Kirche entfremde, sondern es auch daran liegen könnte, (wieder Zitat) dass das Lehramt sich nicht gut genug informiert hat, nicht lange genug nachgedacht oder schlecht argumentiert hat.
Tja nur hat der letzte Punkt nichts mit den ersten zwei zu tun, ja es ist richtig, dass die theologische Fachsprache irgendwelcher Konzilstexte für den normalen Menschen kaum zu verstehen ist, auch manche Enzykliken, gerade wenn sie schon alt bis älter sind, sind schwer zu verstehen und ja Thomas von Aquin steht schon seit Jahren ungelesen in meinem Bücherregal und und und, aber genau das ist der Punkt den ja jeder "frisst", dabei geht es bei den anderen beiden Punkten "nicht richtig informiert," nicht genug nachgedacht" darum, dass das was das Lehramt lehrt, eben verkehrt ist.
Also man nimmt etwas, was im Grunde halt so ist, dass Fachsprachen halt Fachsprachen sind, um damit  dann zu behaupten, das Lehramt liege falsch.
Dann neigt sich der lange Artikel dem Ende zu,  um, endlich, das zu formulieren, was mir schon beim Titel schwante, nämlich: die Frage (vorsichtig mit Vielleicht eingeleitet, weil man ja sich absichern muss und wer weiß vielleicht kehrt der neue Freiburger Bischofsbesen doch gut?)
also die Frage lautet dann.
Vielleicht sind die Schafe den Hirten voraus, weil sie besser wissen, auf welcher Wiese das saftigste Gras wächst.
Um dann endlich, endlich, auch noch unter Berufung auf John Henry Newmann, dem Wunsch Ausdruck zu verleihen, dass man dann doch "die Gläubigen konsultieren muss in Fragen der Lehre!"

Um es mal kurz zu machen verehrte studierte Theologen mit Lehrauftrag an den Universitäten, so verkehrt ich das finde, was ihr so schreibt, so sehr muss ich sagen, "macht halt" aber seid dann wenigstens so ehrlich a) die Gläubigen zu hören (also auf die, die (noch) an Gott, Christus, und den Heiligen Geist glauben und das Credo versuchen zu glauben nicht auf die, die eh nur an das glauben was in der Zeitung steht und b) festzustellen, dass eure eigenen Thesen  konsequent zu Ende gedacht bedeuten, "es braucht keiner studierte Theologen".
Oder wie es der verstorbene Bischof Dyba mal formulierte "es ist schon was komisches, wenn Leute unter der Kirche leiden, die von selbiger Kirche fünfstellige Gehälter beziehen!"


2 Kommentare:

  1. Mit dem Dyba-Zitat ist alles über diese theologisch gebildeten (?) Seifenblasenproduzenten gesagt. Immerhin sind sie so ehrlich zuzugeben, daß sie die Lehre und die Tradition der Kirche ihren eigenen-und den vorgeschobenen Bedürfnissen der Gläubigen für nicht mehr angemessen halten und sie sang und klanglos abschaffen wollen.
    Sie wollen die Akklamationskirche. Lehre wird, was den meisten gefällt.
    Geprobt hat man es in Freiburg, der lachenden Diözese, ja bereits mit den anläßlich des Benedetto-Besuchs eingesetzten Gummiwürsten.
    Nach Auswertung der Gummiwurstabstimmung wird beschlossen,die katholische Lehre von Ehe & Familie abzuschaffen. Und beschwichtigend zu sagen:"Tut uns leid, Jesus, umsonst gestorben!"
    In Freiburg gibt es sehr viel zu tun, wünschen wir Bischof Burger viel Kraft und eine glückliche Hand dazu. Und wenigstens ein paar loyale und treue Mitarbeiter.

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    1. Nemrod meint:
      Hmmmm, werter Damasus- Ihrem letzten Satz kann man nur zustimmen und etwas sarkastisch raten, daß sich der neue Erzbischof keine neue Badewanne zulegen möge....weil ...Thema bekannt.

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