Freitag, 18. Juli 2014

Das tut weh!

Heute hat die DBK die Kirchendaten für 2013 veröffentlicht. Die Gesamtzahlen wurden ja schon fleißig rumgetwittert. Auch wenn man schon wieder im einen oder anderen Artikel liest, daran sei der "böse" TVE schuld, ist es doch interessant, sich mal die einzelnen Bistümer anzuschauen und sie miteinander zu vergleichen. Das geht natürlich mit den absoluten Zahlen nicht, deshalb gibt es erstmal Beiboot-Exkluxiv eine Liste, in der die Austrittszahlen in Relation zur Bistumsgröße gesetzt wurden.
Deutlich ist daran zu erkennen, dass es den absolut höchsten Wert in Berlin (1,6%), dicht gefolgt von Hamburg (1,5%) gab. Wahre Musterbistümer sind dabei die Bistümer Passau und Regensburg (jeweils 0,4%). Und das, obwohl doch der SPON heute im Zusammenhang mit einem weiteren Nachtret-Artikel über Bischof Tebartz-van Elst schrieb: ".... So nennen sie in Kirchenkreisen die Domstadt Regensburg. Hier, wo die katholische Kirche noch etwas konservativer ist als andernorts, wo einst Joseph Ratzinger lehrte ...." .... hier hat man also offensichtlich alles richtig gemacht und darauf verzichtet, die Kirche weiter zu protestantisieren. 

Weit unterhalb des Durchschnitts liegen auch noch die Bistümer Erfurt, Münster, Osnabrück und Paderborn. 
Kirchenaustritte 2013 in Prozent. Quelle: DBK
Wir könnten uns jetzt Gedanken darüber machen, woran das liegt. Vielleicht ist es wirklich der "Franziskus-Effekt", der dazu geführt hat, dass die Links-Grünen, die zu Benedikts Zeiten eingetreten sind, um die Kirche mit ihrem Marsch durch die Institutionen zu "demokratisieren und dem Zeitgeist anzupassen" sich nach der Wahl von Franziskus am Ziel wähnten und gleich wieder ausgetreten sind. Denn wer fest im Glauben steht, tritt nicht wegen Personen aus der Kirche aus. 


2 Kommentare:

  1. So große Zahlen kann man sich immer schlecht vorstellen. Wie ich heute schreib muß man sich sowas etwas "plastischer" vorstellen.
    Wenn man die Zahl von 160.000 hört, die die katholische Kirche weniger Mitglieder hat als letztes Jahr, so ist das eine Stadt in der Größe von Oldenburg. Die ist einfach so weg.
    Die Schrumpfungszahlen sind in den letzten Jahren ähnlich gewesen. Jedes Jahr eine solche Stadt weg…

    Man kann das ganze auch aussitzen und einfach mit dem ehem. Generalvikar von PB sagen: „Die Kir­che ver­än­dert sich und Zah­len ver­än­dern sich. Zu­gleich sind wir ein­ge­la­den, das mit En­ga­ge­ment wei­ter zu tun, wo­zu wir be­ru­fen und ge­sandt sind: Seel­sor­ger zu sein für die Men­schen!“.

    Oder einfacher gesagt: „Augen zu und durch,“

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  2. Mir tut das überhaupt nicht weh. Weil es die logische Konsequenz einer Nichtverkündigungsstrategie der Bischöfe und Priester in unserem Land seid über 40 Jahren ist. Erstaunlich, dass diese Entwicklung so spät eintritt.

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