Montag, 7. Juli 2014

Ein Fundstück zur Lage der Kirche

Hier erklärt ein Pfarrer in ungewohnt deutlichen Worten, warum der ganze Laien Trallala, sowie  Superseelsorgeinheiten mit Leitungsteam, eben nicht Kirche sind.
Auch Kollegin Frischer Wind hat es schon kommentiert.
Sie ist nicht die einzige. Bloggerkollege Windlicht äußert sich ja auch sehr klar, und seit Jahren erfährt man immer mal wieder von Priestern, denen der Kragen geplatzt ist, und die gesagt haben, was doch schon die Spatzen von den Dächern pfeifen.
Es wird schon von den Jahren unmittelbar nach dem Konzil berichtet, dass Wäschekörbe voller Beschwerden besorgter Laien nach Rom gingen, die dort wohl zum Anfeuern der Öfen in den Wohnungen der Kurienkardinäle verwendet wurden, (so lange ist das schon her, dass man damals noch mit Holz und Kohle heizte!) und Leute wie Kardinal Döpfner  nur zu sagen wussten "Also wo ich hinkomme, ist alles in Ordnung!"


Mittlerweile lässt sich vieles nicht mehr leugnen und so greift man zum Hilfsmittel, der Extremismuskeule und stempelt nicht wildgewordene Islamisten, zu selbigen, sondern erklärt jeden, dem um Gottes Willen (im Wortsinn) einen anständige Liturgie wichtig ist, zu einem Extremisten.
Wie wäre es, wenn man einfach mal zur Kenntnis nehmen täte, was Sache ist, und zu begreifen, dass der Welt egal ist, dass die Kirche versucht zu sein wie alle Welt,
Und dazu der Welt mit dem kirchlichen Tafelsilber eh nix anderes einfällt, als einem gewissen Belschazzar (nachzulesen in Daniel 5,1ff).
Es ist nun mal so, dass  obwohl man die komischen Frommen in den hintersten Winkel verbannt und beständig betont, wie wenig die dazu gehören, die supercoolen, tollen, taffen, auf allen Hochzeiten der Welt tanzenden, sich nicht um Gott und sein Gebot kümmernden, einfach nicht in die Kirche gehen!
Es gibt scheint's in der Kirche weiterverbreitet die Haltung, dass man der Ansicht  ist, sündigen sei etwas, was Vergnügen machen würde, anstatt zu begreifen, dass dem möglicherweise oberflächlich so ist, aber, wie schon Friedrich Schiller in "Wallenstein" feststellte, "es der Fluch der bösen Tat  ist, dass sie fortwährend das Böse muss gebären".
Nun nutzt es nichts, deshalb auf die paar verbleibenden Frommen los zu gehen und die fertig zu machen, nein, man möge sich folgendes vor Augen halten:
Die Brüderlichkeit in Christus wird durch die Eucharistie hergestellt, sagt Kardinal Ratzinger und zwar durch den Glauben daran! Und deshalb ist die Kirche primär zuständig für die eigenen Leute, obwohl es in der Familie der Kirche so zugeht, wie G.K. Chesterton mal karikiert hat.
Es gibt Leute die sind bereit jede Eigenart des letzten Menschenfressers aus Hinterindien gut zu finden, aber leiden unendlich, wenn sie Weihnachten mit der alten Tante Emma aus Cheltenham verbringen müssen, die jedes Weihachten die selbe Geschichte erzählt. (zitiert aus dem Gedächtnis)
Will heißen, den noch so durchgeknallten Fremden gegenüber sind wir verständnisvoll, auch wenn die grad unsere Brüder brutalst massakriert haben, aber was die eigenen angeht, da sehen wir Splitter als Balken, die gar nicht da sind.
Besonders originell ist das natürlich nicht, regt sich schon Jesus der Christus über die auf, die Mücken aussieben und Kamele verschlucken (Matt 23,23ff9

Zurück zum Brief:  schon das zustimmende Zitieren Hans Urs von Balthasars, zeigt, dass das eigentliche Wunder der Kirche ist, dass sie, obwohl die Krankheit schon so lange an ihr zehrt, immer noch existiert, aber es sei auch an ein Wort Bischofs Kepplers von Rottenburg (vor ca. 100 Jahren)  erinnert, dass da lautet:
Eine Reform des Katholizismus muß selbstverständlich vor allem eine religiöse Reform sein. Ihre primären Triebkräfte und Hilfskräfte sind daher religiöse, die übernatürlichen Heilskräfte und Gnadenmittel, der Glaube, die Sakramente, das Meßopfer, das Gebet, die Beicht. Das Sakrament der Buße ist das eigentliche Reformsakrament… Hat man jemals gehört, daß einer der heutigen Reformer die Katholiken auch zum Gebet, zur Buße, zur Beichte ermahnt hätte? Und doch ist dies die Vorbedingung jedes Heils. Man soll das Pferd nicht hinter den Wagen spannen. Die falschen Reformer aller Zeiten sind daran zu erkennen, daß in ihren Plänen gerade die religiösen, übernatürlichen Kräfte keine Rolle spielen…

Ach wenn man doch nicht das Gefühl hätte, dass in der  katholischen  Kirche die falschen Reformer das Sagen haben.
 Bleibe bei uns Herr, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt!


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