Donnerstag, 3. Juli 2014

Kohelet mal wieder, von wegen Klimaerwärmung.

Meine Lieblingstelle im AT ist ja Kohelets:
"Ich suchte und fand, siehe, es gibt nichts Neues unter der Sonne!"
Tja und da wird uns aber immer wieder eingeredet, mal so, mal so, das die Menschen unserer Zeit, entweder die größten, schönsten und tollsten wären, oder auch, dass selbige gaaaaanz, gaaaaanz böse wären.
Was grade gilt, hängt in Orwellscher Manier einfach vom Thema ab.
Jedoch was Ökologie angeht, so ist klar, alle ganz böse, weil sie das böse, böse Zeh O zwei erzeugen, dass dafür sorgt, dass es auf der Erde wärmer wird, und das ist auch ganz böse, wenn dann Grönland wieder grün wird, wie es das war, als es seinen Namen erhielt und man in der Antarktis Archäologie betreiben kann und irgendwelche Urviecher wird ausbuddeln können, was ja aktuell nicht geht, wegen der Eisschicht, aber es spricht ja nix dafür, dass die schon immer und ewig, seit dem Auseinaderdriften des letzten Gesamtkontinents dort war, die Eisschicht auf der Antaktis meine ich.
Aber egal, ausgerechnet t-online berichtete gestern, das Forscher glaubhaft festgestellt haben, dass es 1540, also vor fünfhundert Jahren einen Sommer gegeben hätte, gegen den sei der letzte, also der 2013 kalt und regnerisch gewesen. 11 Monate, heiß und trocken, kaum Regen und kein Wasser, zu Fuß konnte man durch den Rhein und die Elbe laufen!
Ja sapperlot, kann man da nur sagen, wie denn das?
So ganz ohne böse, böse Industrie, böse, böse Autos, böse, böse Tierhaltung und böse, böse einfach viele Leute?


Ich meine nennenswerte Industrie hat es 1540 nicht gegeben, auch der Holzeinschlag war reguliert, es war ja der Beginn der Neuzeit, und da konnte nicht jeder in den Wald trampeln, der ja den Fürsten gehörte und Bäume fällen, und zu allem Überfluß gab es weltweit damals gerade eine halbe Million Menschen, die recht selten Fleisch aßen, weil das mühselig gejagt werden musste, und ja das andere Viehzeug ökologisch korrekt (ging ja nicht anders) gehalten wurde, was die Menge schwer einschränkte.
Wie gesagt, Kohelt mal wieder!

P.S man muss das heutzutage ja leider betonen, ich bin schon dafür, dass man dafür sorgt, dass man die Erde "in Ordnung" hält, aber diese Klimahysterie, die geht mir sowas von dermaßen auf die Nerven.
Da lernen wir schon in der Krabbelstube, von wegen Evolution und dass die Form und die Bedingungen auf der Erde sich schon immer und ewig geändert haben, und dann soll das alles 1970 oder so zum Stillstand gekommen sein?

10 Kommentare:

  1. Liebe Ester!
    Es ist schon richtig, dass es auf der Erde immer wieder Veränderungen gibt, auch beim Klima. Es hat immer wieder abwechselnd Eiszeiten und Wärmeperioden gegeben, und zwar aus natürlichen Gründen. Das Beunruhigende am aktuellen Klimawandel ist allerdings, dass dies keine Angelegenheit von Jahrtausenden ist, sondern von bestenfalls Jahrhunderten oder sogar Jahrzehnten. Es geht also viel zu schnell, als dass da nur natürliche Ursachen dahinter stecken könnten. Und dieser zu schnelle Klimawandel kann auch für uns unangenehm werden. Für die Afrikaner ist er es schon. Noch vor wenigen Jahren brauchbares Acker- und Weideland ist heute Trockensteppe, und das, was vorher Trockensteppe war, wird zusehends zur Wüste (besonders gut beobachten kann man das im Sahel).
    Mir ist schon klar, dass Sie etwas gegen die Grünen haben, und es gibt definitiv auch Gründe dafür. Die Einstellungen dieser Partei zu Familie, Sexualität und Gesellschaft im Allgemeinen sind auch wirklich mehr als nur fragwürdig. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass nur deshalb, weil denen auch der Klimawandel ein Anliegen ist, dieser Klimawandel nicht existiert. Angenommen, irgend ein grüner Politiker würde behaupten, 3+2 sei 5: Würden Sie dann auch sagen: Stimmt nicht, 3+2 ist nämlich 4, nur deshalb, weil es von einem Grünen kommt?

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    1. ALso und woher wissen Sie, dass die vergangenen Klimaänderungen schleichend waren?
      Es spricht da nichts, aber auch gar nichts dafür.
      Nehmen wir was relativ rezentes, das ist die Völkerwanderung!
      Warum, wenn die Verschlechterung des Klimas über Jahrtausende geht, treffen plötzlich Horden von germanischen Stämmen und immer mehr, an den Grenzen des römischen Reiches an?
      Wenn es plötzlich und schleichend geht, warum gibt es die Spekulation der Toba Katastrophen Theorie, nach der alle Vorformen des Homo Sapiens (Neandertaler u.ä) plötzlich ausstarben und nur ein paar hundert (und das weltweit) Exemplare der Sorte Cro magnon Mensch überlebten. (ich kenne auch die Gegenargumente und war damals definitiv nicht dabei).
      Es ist einfach, fahren Sie mal irgendwo in Urlaub und hören sich ortsübliche Führungen an, so, dass aus Ackerland wieder Wildnis wird und rumgedreht.
      Mir ist schon klar, dass wir es hier in den gemäßigten Zonen gut haben, weil unser Boden zwar nicht der superotimal fruchtbare ist, aber sich immer wieder erholt, und abgeholzte Wälder locker wieder aufgeforstet werden können....
      Nehmen Sie die gefrorenen Mammuts in Permafrostboden der Tundra. Die sind so schnell erfroren,d ass man theoretisch ihr Fleisch essen kann!
      Irgendwie muss das auch von jetzt auf gleich geschehen sein, und nicht langsam!
      oder warum hat man so Sachen wie Ankor Wat aufgegeben und das mehr oder minder fluchtartig?
      Machu Pichu kann man ja noch den Spaniern anlasten, obwohl das nicht sicher ist.
      Jedoch finden sich in Neu Mexiko (das ist da wo die Western mit Wüstenszenen spielen) Spuren eines ausgeklügelten Bewässerungssystems, das auch Knall auf Fall trockengefallen sein muss und den plötzlichen Untergang der Pueblo Kultur mit sich gebracht haben.
      Die Doggerbank, das ist die alte Landverbindung zwischen England und Frankreich muss auch in einer einzigen Nacht untergegangen sein und und und.
      Weiter habe ich in der Schule gelernt, dass der Mensch die Spitze der Evolution sei, weil er sich überall anpassen könne, von der inneren Wüste Australiens über den Regenwald bis nach Alsaka, und auch sonst an jede Klimazone!
      naja wenn das so ist, warum paniken die dann so?
      Um es auf den Punkt zu bringen, was mich an den Klimahysterikern so nervt, ist dass genau das die Leute sind, die dir immer und überall, die Evolutionstheorie um die Ohren hauen, als sei die ein Beweis für die Nichtexistenz Gottes, und gleichzeitig sich wegen ein bisschen Klimawandel, den es schon immer und ewig gegeben hat (s.o.) ins Hemd machen!

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    2. Nun ja, @Dorothea2, es ist ja im Prinzip so, dass das mit der Klimakatastrophe (wie so vieles) gar nicht von den Grünen kommt. Sie sind - wie so oft - auf diesen Zug aufgesprungen und haben die Lok gekapert. Offensichtlich haben sie sich aber in diesem Fall auch nur instrumentalisieren lassen. Denn die Ziele der "menschengemachten Klimakatastrophen-Kampagne" sind ja ganz andere. Nachlesen konnte man das vor einigen Monaten z.B. in der FAZ und auch hier bei uns war es ein Thema.
      Manchmal schadet es eben doch nicht, nicht alles zu glauben, was einem so vorgesetzt wird.
      Und was das 3 + 2 = 4 angeht: Durch die permanente Verbesserung des Bildungssystems in grün regierten Ländern wird das irgendwann selbstverständlich sein, dass jeder im Mathematikunterricht einfach das Ergebnis seiner Wahl sagen darf und trotzdem eine 1 bekommt.

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    3. Liebe Ester!
      -Was für einen schleichenden Klimawandel in früheren Zeiten spricht, sind v.a. die geologischen Befunde.
      -Völkerwanderung: Die Xiung-Nu sind nicht plötzlich davongelaufen, sondern haben ziemlich lange in widrigen Umständen ausgeharrt, bis es ihnen halt doch zu viel wurde, und v.a. bis sie über die technologischen Voraussetzungen zum Davonlaufen verfügten. Die anderen Völker sind gar nicht vor dem Klima davongelaufen. Das erste Volk, das vertrieben wurde, lief davon und vertrieb das nächste, dieses vertrieb dann wieder ein Volk weiter westlich, die Volk wiederum vertrieb … (usw.) Das war keine Massenflucht vor einem Klimawandel, sondern eher ein Dominoeffekt.
      -Die Neandertaler sind gar nicht wirklich ausgestorben. Man hat in den Homo-sapiens-Genen (also in unseren) Neandertaler-Gene gefunden. Dass es nur so wenige sind, liegt daran, dass es nie besonders viele Neandertaler gab und dass die Cro-Magnon in der Überzahl waren.
      -Aufforstung ist möglich. Noch.
      -Mammutfleisch würde ich lieber nichtessen. So gut erhalten, wie mitunter kolportiert, sind die Exemplare tatsächlich nicht. Es sind auch eher Trocken- als Eismumien, auch wenn man sie im Permafrostboden gefunden hat.
      -Der Hauptgrund, warum Angkor Wat ein bisschen verkommen ist, ist, dass es ursprünglich als hinduistische Tempelanlage gebaut wurde, die Kambodschaner dann aber den Buddhismus annahmen. Es wurde zwar in eine buddhistische Tempelanlage umgewandelt und auch nicht wirklich verlassen, aber vernachlässigt.
      -Was die Anasazi (Pueblo-Kultur), aber auch z.B. die Maya betrifft: Das war vermutlich gar nicht so sehr ein Klimawandel, sondern die Tatsache, dass die den Boden ausgebeutet haben bis zum Letzten, und der war dann halt trotz Bewässerungssystems nicht mehr fruchtbar. Die waren also selbst Schuld daran.
      -Machu Picchu ist definitiv nicht aus Klimagründen aufgegeben worden, und die Spanier können da wohl auch nichts dafür. Der wahrscheinlichste Grund für seine Aufgabe war ein Bürgerkrieg im Inkareich. (Die hat es andaueend gegeben, der von Inka-Romantikern und ergo Spanienhassern hochgepriesene Atahualpa war z.B. ein Ursupator, der rechtmäßige König wäre ein gewisser Huáscar gewesen).
      -Zum Thema Ärmelkanal: Da hätte ich gerne eine Quelle dafür, dass der in nur einer Nacht entstanden sein soll.
      -Ich panike nicht, ich denke mir nur, dass ich einen Sommer, in dem es 2 Monate lang über 30 Grad hat, und manchmal sogar 35 oder 36 immer schlechter vertragen werde, je älter ich werde. Kann sein, dass München da privilegiert ist, Wien ist es definitiv nicht. Nur so von wegen Anpassung.

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    4. Stimmt definitiv nicht @dorothea2. Die Kimbern und Teutonen verließen ihr angestammtes Land im heutigen Dänemark und Norddeutschland wegen der anhaltenden Kälte und damit verbundenen Hungersnöten etc. und machten sich auf den Weg nach Süden. Das war der Beginn der Völkerwanderung.

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    5. Wenn ich die Hitze schlecht vertrage, was ich auch tue, dann kann ich da aber nicht die Industrie, das Zeh Oh zwei oder sonst was dafür verantwortlich machen, sondern muss sagen, "Vertrag ich nicht, mag ich nicht!"
      ICh möchte wirklich wissen, warum die Leute gegen jeden hsitorischen Befund an der Theorie des manmade Klimawandel festhalten.
      Manchmal habe ich den Eindruck, dass ist eine Folge des Denkens der Aufklärung die ja der Absicht waren, jetzt mit ihnen, habe der Mensch sich endlich emanzipiert (aus der Hand Gottes genommen) und könne nun unbelastet von jeglichem Glaubensskrupel daran gehen alles, alles besser zu machen.
      Nur ist das nix geworden, Salve Regina können wir immer noch aus voller Brust singen.
      Und weil die Erde halt immer noch Jammerthal ist, will der moderne Mensch wenigstens dahingehend wichtig sein, dass er wenigstens das Klima ändern kann.
      So wie ein trotziges Kind, das aus lauter Zorn, dass es nicht klappt mit dem Bauen eines Legoturms,. dann eben alles kaputt macht.

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    6. P.S zum Ärmelkanal http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/megaflut-riesenwelle-machte-england-zur-insel-a-495288.html

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    7. @Ester
      Danke für den Link. Der Artikel sagt aber nicht, dass der Wasserspiegel wegen einer schnellen Klimaerwärmung schnell angestiegen ist, sondern dass wegen des (langsam) angestiegenen Wasserspiegels und damit Wasserdrucks irgendwann eine Barriere gebrochen ist.
      Sowas Ähnliches ist auch passiert, als eine Sandsteinbarriere dort brach, wo heute der Bosporus ist, und zwar Jahrtausende, nachdem der Meeresspiegel tatsächlich angestiegen war. Auf diese Art entstand ziemlich schnell das Schwarze Meer an einer Stelle, wo vorher ein Süßwassersee mit etwa einer Oberfläche von etwa einem Drittel des heutigen Schwarzen Meeres war.
      Ansonsten: Vgl. die Schlussbemerkung zu meiner Antwort auf Cinderella01.

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  2. @Cinderella
    Falsch.
    Die Kimbern und Teutonen wanderten im 2.Jh. vor Chr. aus. Die Völkerwanderung fand im 4. Jh. und 5. Jh. nach Chr. statt.
    So, und jetzt mag ich nimmer. Denn eigentlich finde ich Euch sympathisch und will mich deshalb nicht mit Euch zerstreiten.

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    1. Okay ich denke im Grunde kann und darf man sich über diese Dinge streiten, weil einfach gilt: "nix genaues weiß man nicht"und kleine Kabeleien erhalten die Freundschaft und ich freu mich schon drauf, wenn wir dann im Himmel sind und uns mit Gott, der alles im Griff hatte und hat, drüber unterhalten werden, wie es denn nun wirklich gewesen ist :-D

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