Donnerstag, 17. Juli 2014

Mia san Mia oder "So singen die Bayern ... die Bayern singen so"

Ach, was war das wieder schön am Sonntag.

Jedes Jahr Mitte Juli feiert eine Bayerisch-katholische Studentenverbindung ihr Gründungsfest in St. Peter. Und das ist immer ein besonderer Grund, einmal nicht ins Hochamt um 9:00 Uhr zu gehen, sondern in die Messe um 10:45 Uhr.
Und es hat sich mal wieder gelohnt. Schon als ich in die Kirche reinkam, hingen von der Balustrade rechts und links vom Altar die Weißblaue Fahne Bayerns und die Vatikan/Kirchenflagge. Einfach schön.

Dann zogen die Studenten der Verbindung in ihren schönen Uniformen und mit ihren Fahnen ein. Alle salutierten am Altar und bezogen dann Stellung rechts und links im Altarraum. Musikalisch wurde die Messe von Josef Haydn's  Orgelsolo-Messe begleitet und zum Offertorium hörten wir das "Laudate Dominum" aus der Mozart Vesper KV339. Das erfreute nicht nur mich, sondern auch die anwesenden jungen und alten Mitglieder der Studentenverbindung, die in großer Zahl angereist waren und die Kirche bis auf den letzten Platz füllten.

Und natürlich gab es eine wunderbare Predigt von Prälat Jung, der um das Gleichnis des heutigen Evangeliums einen Bezug zur heutigen Zeit brachte. Einer Zeit, in der viel zu viel des guten Samens auf den Felsen fällt oder unter die Dornen gerät. Aber, dass es eben auch heute noch zu sehen ist, dass der Samen viel Frucht bringt. Als Beispiel brachte er die katholische Tradition der Studentenverbindung, aber auch die katholische Tradition Bayerns.
Er lobte Bayern, als ein Land, in dem der Glaube noch immer viel Frucht bringt. Und dass wir nicht einhalten sollen, diesen Glauben auch öffentlich zu leben, trotz der Häme, die heute vielfach über gläubige Katholiken und über die Kirche ausgegossen wird. [Anmerkung von mir: Es hörte sich fast so an, als sei Prälat Jung auch das eine oder andere Mal in seiner Freizeit in den Kleingeister-Foren bei SPON oder SZ unterwegs, dass er all diese spießige Häme und Dummheit so gut beschreiben konnte. Dort gibt es unter dem Deckmantel der Anonymität ja so einige Kuriositäten zu bestaunen]. Und er ermutigte die jungen Studenten ihren Glauben ihrerseits zu leben und auch weiterzugeben.
Eine wirklich mutmachende Predigt und einmal mehr musste ich bedauern, dass Prälat Jung Ende des Monats in den Ruhestand geht.
Etwas ähnliches hatte ja erst kürzlich der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zum Beginn der Kilianswallfahrt in Würzburg lt. Katholisch.de gesagt:
Ministerpräsident Seehofer bezeichnete gegenüber dem Pressedienst des Ordinariats Würzburg das Christentum als Fundament Bayerns. Wenn er - wie neulich in Prag, Paris und Rom gefragt - werde, was den Erfolg Bayerns ausmache, antworte er immer "die christliche Prägung, die Orientierung am christlichen Menschenbild über viele Jahrhunderte hinweg". Er sei der festen Überzeugung, dass dies "das eigentliche Fundament für uns in Bayern und den Erfolg der Bayern" sei, so Seehofer.

Zum Auszug durften wir - wie immer - gemeinsam die Bayernhymne singen. Vorsorglich stand die Liednummer 889 auch auf der Anzeigetafel. Doch - man hatte den Eindruck, dass alle Anwesenden den Text auswendig singen konnten - denn der Text aus dem Gotteslob war wohl den meisten (incl. mir) weitgehend unbekannt. Deswegen sangen dann auch alle: "... dass vom Alpenland zum Maine jeder Stamm sich fest vertrau und die Herzen freudig eine unser Banner weiß und blau" und nicht das hier

Die dritte Strophe steht dann im Gotteslob gar nicht mehr drin. Gut, dass wir sie auswendig können.
Immer wieder zu dieser Gelegenheit kommt mir die Idee, dass es doch wunderschön wäre, die Bayernhymne zum Ende jedes Gottesdienstes zu singen. Aber dafür ist es vielleicht noch zu früh. Irgendwann wird es soweit sein.....

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