Montag, 4. August 2014

der ganz normale Wahnsinn

Gestern hatte ich Zeit und nix Gescheites zu tun (war  ja Sonntag) und mir deshalb die Woche Revue passieren lassen.
Im Grunde haben wir über die meisten nachrichtentechnischen Verrücktheiten schon ausführlich berichtet,
Da ist zum einen die nicht enden wollende Hetzjagd gegen Bischof Tebartz van Elst, der es wagt, sich eine neue Wohnung zu mieten.
Man google einfach selber und schaue sich die Kommentare an und  man bekommt auf die alten Teenagerfragen, die da, -je nach dem was man grad im Geschichtsunterricht macht, Hexenjagden, Französische Revolution, Progrome, oder drittes Reich - lautet: "Wie kommen normalerweise zivilisierte Menschen  dazu, so auszuticken?" zwar immer noch keine Antwort, aber eine Idee einer Antwort.
Ähnlich, geht es mir, wenn ich die Meldungen aus Palästina lese, da frage ich mich dann doch, warum man jahrelang, bis noch neulich bei der Fußballweltmeisterschaft, die Faschismuskeule geschwungen hat, wenn man nun so einem hemmungslosen Judenhass, die Zügel schießen lässt.


Auch hier sei auf das schon ältere Buch (geht bis zum Jom Kippur Krieg) von 2 New York Times  Journalisten, die ihren Beruf ernstnahmen und wirklich gut recherierten, verwiesen, das den bezeichnenden Titel "O Jerusalem the bitter, epic struggle for the city of peace" trägt.
Ich kann nur sagen, bei der Lektüre wechselt die Sympathie von Seite zu Seite, mal findet man die Juden haben recht, dann wieder versteht man die Palästinenser so richtig. (gibt es auch auf Deutsch)
Es geht also nicht darum, dass in dem ganzen Konflikt die einen die nur Guten, die anderen die nur Bösen sind, es geht einfach darum, dass plötzlich in Kommentaren und Meldungen Ansichten formuliert werden, die einen an unselige Zeiten von 1933 - 1945 erinnern.  Mir ist noch die flächendeckende Empörung aller, aber auch aller, über den  Bischof Williamson im Ohr, der ja auch die Frechheit besaß, sich nicht von der nächsten Brücke zu stürzen.
Dabei hatte selbiger nicht Klischees vom bösen Juden ventiliert, sondern lediglich die Quantität des Holocaust in Frage gestellt, womit er definitiv verkehrt lag, und besser die Klappe gehalten hätte, schon klar.
Aber, könnte man zynisch anmerken, damals konnte man das alles wundervoll gegen Papst Benedikt in Stellung bringen und ja, die Islamisierung Deutschlands war noch nicht so weit fortgeschritten.
Auch hierzu haben wir schon Diverses geschrieben, über die Sympathie, die der Großmufti von Jerusalem für die Nazis empfand, und eben das dem Islam  immanente antijüdische und antichristliche Moment.

Und somit wären wir beim nächsten Punkt, da marschieren irgendwelche selbsternannten Krieger durch Syrien, den Irak, führen sich auf, wie in einem Film die absolut Bösen und  zum Teil sind das auch Leute aus Deutschland, hier aufgewachsen und von klein auf, gewaltfrei,  tolerant, und was man heutzutage alles so in der Schule gelehrt kriegt, erzogen und die  lassen sich nun fotografieren vor Leichenbergen, sind noch stolz drauf und, was das allerschlimmste ist, keinen interessiert es nennenswert.
Es gibt nun einen, den es interessieren müsste, aber auch von dem hört man eher wenig Hilfreiches, außer man ist Pfingstler, nichtchristlicher Flüchtling, oder arm.

Um es kurz zu machen, es scheint ein kollektiver Wahnsinn die Welt erfasst zu haben und wie schrieb mal einer bei der Wahl Papst Benedikts. "Es wird ihm nicht gelingen die gelockerten Zaunpfosten, des Katholischen wieder einzuschlagen!" (es ging um die üblichen Langeweile Themen, die Etage unter dem Bauch, die Frauen an den Altar, die Ökumene des alle anderen sind okay nur die Katholiken sind nicht okay")

Richtig ist wohl, dass es unter Benedikt zu einem Erstarken der konservativen Kräfte kam und man aktuell den Eindruck hat, als würde nun unter dem Beifall der Medien die immer noch lockeren Zaunpfähle endgültig ausgerissen und entsorgt
So kann man nicht umhin bei der täglichen Zeitungslektüre, sich an den Roman "1984" erinnert zu fühlen, oder auch an den Film Fahrenheit 451 
Und manchmal denke ich, wenn irgendwann einmal diese verrückte Zeit vorbei sein wird, dann werden die Teenager in der Schule die Frage stellen "Warum nur konnten Menschen, die zum Mond fliegen konnten, Computer in jedem Haushalt hatten und in der Lage, waren die Steuererklärung auszufüllen, so wenig denken?"
Hilfreich in dem ganzen Zusammenhang, wenn auch von einer anderen Ausgangsfrage her geschrieben dürfte dieser Brief eines Pfarrers an ein verwirrtes Schäfchen sein









1 Kommentar:

  1. Schaut einmal in den heutigen Kommentar unserer lieben Frau Möllers im Münchner Merkur. Die sprüht vor Hass. An Kardinal Marx hat sie dagegen einen Narren gefressen; den lobt sie ständig in den höchsten Tönen als den grossen Reformbischof. Dabei ist der an Protz wohl kaum zu überbieten: Erst- und Zweitresidenz, 7-er BMW, geplantes Luxusordinariat etc. etc....Und die Millionen, die er Weltbild nachgeschmissen hat, sollte man vielleicht auch erwähnen.

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