Montag, 11. August 2014

Der Opportunisten- und das Leid der eigenen ignorieren Preis geht an:

jawohl, manche von denjenigen die den Titel "Hüter, Schützer" tragen

Die DBK hat nämlich letzten Freitag eine offizielle Erklärung zum Leiden unserer Brüder im Glauben veröffentlicht, wo selbige nur gaaaaanz, gaaaanz sacht am Rande erwähnt werden.
So als fühlten sich diese wild gewordenen Barbarenmilizien (wobei echte Barbaren wahrscheinlich zu solchen Blut- und Grausamkeitsorgien nicht fähig waren, aber irgendein Wort brauch ich ja, um diese Leute zu titulieren) nicht explizit gerufen, mit den Christen aufzuräumen, weswegen man diese ja immer wieder kreuzigt, sondern als würden Christen nur zufällig, eben, weil sie aus Versehen vor Ort waren, Opfer des blanken Terrors werden.

Auch in der Twitter Meldung Erzbischofs Schicks, wird so getan als würden die Christen nur in Nigeria betroffen sein, man könnte fast zynisch sagen "So ein Pech aber auch, dass die Boko Haram nicht gegen einen nichtchristlichen Stamm vorgehen, dann könne man auch hier  die explizite Erwähung der Christen seitens christlicher Bischöfe umgehen"

Mich nervt das sowas von dermaßen, das kann ich gar nicht sagen!
Und das von Rom auch nicht viel Klareres zu hören ist, macht es nun auch nicht besser.

Wobei es sei mir hier mal erlaubt, ganz persönlich zu werden, ich das ja kenne.
Teile meiner superkatholischen Verwandtschaft und je katholischer, desto ausgeprägter das Phänomen, pflegen und pflegten sich um alle und jeden, wirklich großzügigst und vorbildhaft zu kümmern und zu geben, nur die eigenen Kinder, denen gönnt und gönnte man nix.
Ich hielt das immer für einen ganz ausgeprägten privaten Fehler meiner ganz speziellen Verwandtschaft, bis ich anfing "wieder an Gott zu denken", und feststellen musste, das ist weit verbreitet, und die entsprechenden Leute kommen sich gaaaaanz Klasse vor, wenn sie "das Brot den Kindern wegnehmen, um es den Hunden zu geben"

Ein prominentes Beispiel ist die katholische Familie der Augsteins. Der Vater des späteren Spiegelherausgebers erklärte nämlich seinen Söhnen, er habe das komplette, nicht unbeträchtliche, Vermögen komplett den Jesuiten vermacht und sie, die Söhne hätten ja 2 gesunde Hände und wären nicht dumm.
Seitdem ich das mal gehört habe, versteh ich, warum der Spiegelherausgeber so sauer auf die Kirche und den lieben Gott war, auch wenn ich das nicht richtig finde, was er da so geschrieben hat.

Man findet es auch in mancher Biografie, wo das entsprechende Verhalten der zugehörigen Eltern teilweise sehr gelobt wird und man sich seitens des Lobenden, dann wundert, warum die zugehörigen Kinder auf absolut schiefe Wege geraten sind.

Ich meine es ist schon klar, weil psychologisch das Vaterbild das Gottes Bild prägt und wenn Kinder ihre Eltern nur immer und immer erleben als "für andere da, aber für mich nicht" wie soll man an einen Gott glauben, der mich liebt?
Von daher ist es nicht verwunderlich, warum charismatische Kreise, trotz aller Fragwürdigkeit, die aber auch hier den Rahmen sprengt, solchen Zulauf haben, weil sie den Leuten sagen "Jesus liebt dich!"

Ich kann auch nur für mich sagen, dass es in einer ganz schweren Situation, für mich eine absolute Offenbarung darstellte, als ich in der kommentierten Bibel im Nachttisch des Krankenhauses, in dem ich lag, den Satz las "Gott liebt eine einzelne Seele mehr, als die ganze Schöpfung und er wäre auch ans Kreuz gegangen wenn er nur eine einzige Seele dadurch hätte retten können, Deine!"
Es bräuchte nun ne Menge Erklärung, aber wenn man das mal betrachtet. so begreift man schon, dass das Kreuz Liebe ist.

Aber wieder zu unserer Kirche und ihren merkwürdigen Erklärungen. Es ist im Grunde das selbe Verhalten wie der oben skizzierten Leute.
Man ist also z.B Lehrer, man ist ein richtig guter Lehrer, der sich wirklich um seine Schüler kümmert, und sich auch nicht zu fein ist unentgeltlich Nachhilfe zu geben,  und auch herumzutelefonieren, damit der Schüler eine Lehrstelle bzw die Möglichkeit auf eine weiterführende Schule zu gehen, geduldig, wirklich aus der Tiefe des Herzen verständnisvoll u.s.w...
Nur der eigene Sohn der kreigt ne Ohrfeige, und ein "du Looser" wenn er etwas nicht kapiert.

Was würden wir von einer Ladenbesitzerin halten, die dem ganzen Dorf "Sonntagsgeld"gibt, dem eigenen Kind aber nicht, und gleichzeitig erwarten würde, dass das Kind auch noch das Brötchen, dass es morgens mit in die Schule nimmt, bezahlt?

All diese Beispiele hinken, schon klar, aber ich kann mir nicht helfen, so kommen mir unsere Bischöfe und Priester schon länger vor.
Bischof kommt von  Episkopes das bedeutet "Hüter, Schützer" und der Oberbischof, der Patriarch, da steckt das Wort Vater ja richtig drin.

Wie ich schon oben ausführte, ich fass es irgendwie nicht!

Christlich ist sowas übrigens auch nicht, weil das Hauptgebot heißt "du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst" und nicht "du sollst den Fernen lieben und den Nächsten hassen"

In Matthäus 5,43ff wo die Feindesliebe "eingeführt" hat, ist es so, dass Jesus der Christus die Nächstenliebe, die Sorge um die Eigenen, für so selbstverständlich hält, das er sagt "wenn ihr euren Nächsten liebt, euch um ihn kümmert, dann tut ihr ja nix besonderes"
Was daraus zu schlussfolgern ist, das schreib ich lieber nicht explizit, aber nur soviel:

Bekanntlich baut die Gnade ja auf der Natur auf und zur Natur gehört halt, das ich mich primär um meine Leute kümmere und darauf baut dann das absolut neue, die Feindesliebe auf, was nur mit der Gnade Gottes gelebt werden kann.
Es drängt sich mir schon länger die Idee auf, dass das bei uns mit der Gnade innerkirchlich nix mehr rechtes wird, weil wir die Natur nicht mehr wahr haben wollen, einfach weil wir uns selber sehen als christliche Überflieger, die über das normal menschliche erhaben sind.
Eben die alte Quellsünde des Hochmutes, nur verkleidet, was die Sache nicht gerade besser macht, als Demut.





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