Freitag, 15. August 2014

Maria Himmelfahrt in München - Nur im Dom!

Schutz und Schirm für das kommende Jahr:
Kräuterbuschen, die zum Schluss der Messfeier
im Dom geweiht wurden.
Wir Bayern haben es gut, wissen wir ja. Während andere arbeiten müssen, ist uns ein zusätzlicher Feiertag geschenkt, den es (außer im Saarland) nur in den überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns gibt.

Darum freuen wir uns an diesem Tag ganz besonders, ist er doch einer der bayerischen Feiertage, weil er ganz im Zeichen der Gottesmutter, unserer Patrona Bavariae steht.

Da zieht es uns in den Dom, der ja unserer "Lieben Frau" geweiht ist und das Wahrzeichen unserer Stadt ist - und diesmal kamen mit der Aussicht, die Krönungsmesse von Mozart zu hören, noch einige mehr. Es war eine gute Idee, den Dom auf diese Weise noch voller zu bekommen, denn unser Kardinal hatte einiges zu sagen - und ich muss anerkennend sagen, Kardinal Marx ist wirklich wie schon lange nicht mehr, zur Höchstform aufgelaufen!
Das war ganz großartig, Eminenz!!


Er begann seine Predigt mit einem Rückblick auf seinen Urlaub, den er in Bayern verbracht hat. Und wie sehr er es genossen hat, die herrlichen barocken Kirchen zu besuchen, die doch alle gemeinsam haben, dass sie einen Blick in den Himmel vermitteln und die Verbindungen zwischen Himmel und Erde aufzeigen. Und - dass wir diese Schönheit, diese Freude auch genießen dürfen und sollen. Aber - dass wir dabei auch die Not nicht aus den Augen verlieren sollen. Und zum Thema "Not" wurde er dann sehr direkt: Er ging auf die verfolgten Christen im Irak ein, die entweder konvertieren sollen, zahlen sollen oder ermordet werden. Er sprach von der unglaublichen Gewalt, die unsere Glaubensbrüder dort trifft und aus dem Land treibt. Und dass wir sie (so sie denn wollen) auch hier bei uns willkommen heißen sollen, wenn sie nur ihr nacktes Leben retten konnten. Fassungslos war er über die Gewalt, die den Christen und Jesiden dort entgegengebracht wird.
Und wie einige andere hat sich auch Kardinal Marx dafür ausgesprochen, dass im Angesicht solcher Gewalt und unmittelbarer Bedrohung der Einsatz von Militär gerechtfertigt ist. Ich habe das auch als eine Antwort auf die Meinung einer ehem. ev. "Bischöfin" verstanden und still in mich hineingegrinst.
Nachhaltig forderte Kardinal Marx die Vertreter der großen Islamischen Glaubensrichtungen auf, sich eindeutig gegen diese Gewalt auszusprechen und alles dafür zu tun, dass diesen Terroristen Einhalt geboten wird.
Ich denke, es war niemand im Dom, der von diesen klaren Worten nicht beeindruckt war.
Kardinal Marx forderte uns auf, weiterhin für unsere Brüder und Schwestern im Nahen Osten zu beten und die Hilfsorganisationen der Kirche, die vor Ort sind, durch Spenden zu unterstützen.
Inzwischen steht die Predigt von Kardinal Marx in einer Zusammenfassung zum Nachlesen und im O-Ton zum Nachhören auf der Presseseite des Erzbistums.

Beten wir also weiter für die verfolgten Christen und Jesiden im Irak. Beten wir dafür, dass diese gewalttätigen Terroristen umkehren und zum wahren Glauben finden! Beten wir, dass der Herr sich aller dort annimmt - So wie er es mit Saulus gemacht hat!





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