Donnerstag, 14. August 2014

Warum hilft man den verfolgten Christen nicht? Warum redet man noch nicht mal drüber?

Im Grunde ist es immer noch fast unfassbar, wie das Leiden der Christen seit Jahren ignoriert wird.
Wir erinnern uns an Ägypten, Syrien und auch jetzt hat man den Eindruck, dass die verfolgten Christen den reichen, hochoffiziell christlichen Westlern peinlich sind, wie Harry Potter den Dursleys.

Irgendwie ist es mir im allerletzten unverständlich, und ich halte das Ganze für ein sich von seiner Wurzel gelöst habendes  Christentum, das einfach böse geworden ist, wie ja, das Böse keine eigenständige Kategorie ist, sondern das Böse das "schlecht gewordene Gute" ist.
Neulich habe ich mir ja schon mal Gedanken über das Phänomen gemacht und daran will ich nun anknüpfen.

Also irgendwann einmal, nachdem ich mich durch Familiaris Consortio, gequält hatte, ging mir auf, dass Familie wirklich richtig viele Leute sind, dazu gehöre nämlich, sagt JPII auch "die komplette Sippschaft"
21. Die Ehegemeinschaft bildet das Fundament, auf dem die größere Gemeinschaft der Familie sich aufbaut, der Eltern und Kinder, der Brüder und Schwestern, der Verwandten und sonstigen Hausgenossen. 



Das hat mich damals absolut fasziniert, weil ich, als Mensch unserer Zeit, wenn ich Familie höre an Vater, Mutter, Kind denke, was nach JPII sozusagen nur das Fundament darstellt, was, wenn man es recht betrachtet, ja auch logisch ist.

Auch ging mir nach der Lektüre auf, dass die Kirche, wenn sie im Kampf gegen die Abtreibung das Kind und die Mutter verteidigt, sozusagen die letzte Bastion der Menschheit verteidigt, sozusagen den Bauplatz versucht gegen die Verwilderung zu verteidigen, auf dem die Fundamente der Ehe ausgehoben werden sollen um darauf das Haus der Familie  und das Dorf der Zivilisation zu bauen.
(for further reading "Humanae vitae" und "Deus caritas est")

Dass dieser Kampf relativ verloren ist, das wissen wir, und wollen es nicht wahrhaben, sagte doch ein hoher Bischof neulich, man solle doch nicht so "besessen sein von der Frage der Abtreibung".

Betrachten wir die Sache mal von einer anderen Warte:

Prinzipiell ist zu sagen Jesus Christus hält die Sorge für die eigenen Leute für so selbstverständlich, dass er sagt “Das ist nichts besonderes, das tun auch die Heiden!” sprich “das ist das normale, das natürliche!”
Weil nur die Gnade auf der Natur aufbaut, ist das was der “christliche” Westen veranstaltet, bestimmt nicht gesegnet, sondern einfach wider die Natur..

Ich glaube einfach, ich kann meinen Feind nur dann lieben, wenn ich meinen Nächsten liebe, und meinen Nächsten, was ja immer in der Bedeutung "nicht Familie, sondern  einfach der der vor mit steht" gesehen wird, kann ich nur dann lieben, wenn ich meine Familie, mein "eigen Fleisch und Blut, wie man das früher nannte, liebe und das kann ich nur tun, wenn ich mich selbst liebe.

Neulich stand ich in der Apotheke, da lag dann so eine dieser gängigen Aufklärungsbroschüren herum, wo es um die "Sicherheit" mittels der Produkte der Gummiindustire ging, und vorher hatte ich beim checken meiner Mails einen Lamentoartikel über die "Angst der Deutschen vorm Kinderkriegen " gelesen.
Ja so ist es halt, man erklärt schon den Kindergartenkindern, dass Kinderkriegen etwas ist, was unbedingt vermieden werden müssen, dass der Sex  nur dann sicher ist, was ja in unserer Kultur gleichbedeutend mit gut ist, wenn eben genau keine Kinder dabei raus kommen.
Und wundert sich dann, dass die Leute das halt genauso verinnerlichen.

Jedoch sind nun mal die eigenen Kinder einem an nächsten, das ist eben mein Fleisch und Blut, wenn ich aber nun mein eigenes als was Böses, einen Unfall, ein ungewolltes und absolut zu vermeidendes Ergebnis sehe, dann stimmt da etwas nicht und zwar hochgradig.

Und eben weil das so, ist, deshalb ist es fast folgerichtig, dass einen das Leid der eigenen nicht schert, und man nur deshalb aktiv wird, was ja sehr gut ist, weil es die anderen getroffen hat.
Das ist aber noch nicht mal Feindesliebe, weil die Yeziden sind ja nicht unsere Feinde und auch nicht die Feinde der Christen, auch wenn und das ist wieder gut, ich mich drüber freue, dass wenigstens jemandem geholfen wird, der es braucht.

Ich bin nicht die einzige die sich drüber Gedanken gemacht hat.
Hier das hörende Herz
Felizitas vom christlichen Forum 

hier Mitbloggerin damasus vor über 3 Wochen
hier vor 4 Monaten
und hier vor fast einem Jahr.

ja und wenn man es dann thematisiert, bekommt man die Forderung der Feindesliebe um die Ohren gehauen und die Nächstenliebe wird als Egoismus diffamiert, dabei kann ich, wie ober ausgeführt den Feind nur dann lieben, wenn ich mich, die eigenen und die Nächsten  liebe.

Oder noch mal zynisch formuliert, es sollen die Fremden kommen und sagen, wenn sie uns sehen "Seht wie sei einander lieben!" und nicht "Seht wie sie sich gegenseitig vernachlässigen"



 

1 Kommentar:

  1. Feigheit vor dem Feind hat mit Feindesliebe nicht zu tun. Seine Brüder inmitten von Verfolgung, Not, Leid und Sterben im Namen der Feindeliebe im Stich zu lassen und zu ignorieren und somit mit dem Feind zu kollabrieren, ist eine satanische Verdrehung der Feindesliebe und nicht im Sinne Jesu, sondern im Sinne des Teufels. Nicht die Feindesliebe, sondern die Gottesliebe, Nächstenliebe bzw. Bruderliebe stehen im Zentrum. Es heißt auch nicht du sollst den Feind lieben wie dich selbst sondern den Nächsten, den Glaubensbruder. Mann kann nicht den Feind lieben und den Bruder hassen. Wer seinen Bruder hasst ist ein Mörder steht schon im Johannesbrief. Ein Feind der man nicht vor der Haustür hat und weit weg in Irak, terrorisiert, foltert, verfolgt und massakriert kann man sehr schön rein theoretisch lieben und somit sich unter dem heuchlerisch unterm Heiligenschein setzen.

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