Sonntag, 24. August 2014

Was hilft gegen Gewalt?

Man hört es ja immer und immer wieder, dass man Gewalt nicht mit Gewalt bekämpfen dürfe, weil Gewalt ja wieder Gewalt erzeuge.
Im Grunde sehe ich das ja ein, rein logisch, nur ich frage mich, was hilft denn dann?

Also nehmen wir ein Beispiel.
Da ist z.B. eine Prügelei  in der Grundschule, oder was weiß ich wo.
Irgendwann kommt der Lehrer vorbei, schnappt sich den einen, wie den anderen, versetzte in früheren Zeiten dem einen wie dem anderen eine Kopfnuss und textet in den heutigen Zeiten beide zu.

Warum kann der Lehrer das und der kleine 4 jährige Cousin der beiden Kampfhähne nicht?
Nun ganz einfach, weil der Lehrer stärker ist und mittels Noten  über ein starkes, allgemein anerkanntes, Druckmittel verfügt.

Bevor der Leser ermüdet bei dem langen, folgenden Geschreibsel,  zuunächst kurz:

Ich bin auch nicht gerade begeistert, von der Aussicht, sich in das Pulverfass Naher Osten zu begeben. Ich bin wirklich ein Kind meiner Zeit, für das Soldaten irgendwie was komisches sind. Aber es irritiert mich, dass scheinbar niemand den Versuch unternommen hat, das Treiben der Dschihaditen zu stoppen, sozusagen unterhalb der Ebene Krieg.  Mir ist nicht bekannt, dass sich wer bemüht hat, die Hintermänner und Geldgeber ausfindig zu machen und mit denen zu reden. Geldflüsse zu stoppen, Waffenkäufe  zu verhindern. Ich habe Bilder gesehen, da fahren die auf  Pickups rum, die müssen ja auch woher kommen, essen müssen die auch und so weiter, aber mir ist auch nicht bekannt, das es Friedensbemühungen gibt!
Man tut so, als seien die aufgetreten wie eine unvorhergesehene Naturkatastrophe, völlig aus dem Nichts, unbekannt und ohne Verbindungen zur normalen, gewohnten , vertrauten Welt.
Wir hören nun schon so lange vom Dialog, alle Länder hocken in der UNO, haben da Sitz und Stimme, einen Sicherheitsrat gibt es auch. Angeblich sieht man via Satellit, selbst eine Zigarettenschachtel die einer auf den Boden wirft und dergleichen mehr.
Und da kommen plötzlich ein paar tausend Leute, wüten durch die Gegend und das seit über einem Jahr (wenn wir uns aus die ISIS Leute beschränken wollen) und keiner weiß was das für welche sind und wer dahinter steckt und niemand von den Mächtigen des "globalen Dorfes", hat den Mumm seine privaten Kontakte zu nutzen um das zu stoppen.
Versteh ich nicht!

So und nun zu allgemeinen Überlegungen, aus der Serie manches schreibt man, damit man den Kopf klar kriegt:

Man kann es drehen und wenden wie man will, das Recht des Stärkeren gilt, auch wenn man es noch so viel beklagt.
Oder noch mal anders, es gilt dann nicht, wenn der Stärkere freiwillig oder eben gezwungen, auf sein Recht verzichtet. Die zweite Option geht aber nur dann, wenn es einen noch Stärkeren gibt, oder der Stärkere eine Achillesferse hat, die der Schwache trifft, wobei dann eigentlich der Schwache der Stärkere, weil überlegene, ist (Literatur zum Thema; Kampf um Troja, Ring der Nibelungen, oder 1. Buch Samuel)

In dem pazifistischen Kinderbuch Erich Kästners, "Konferenz der Tiere" wird der Weltfrieden ja nur deshalb Realität, weil die Tiere das ultimative Druckmittel "Zukunft der Menschheit," sprich,  die Kinder einsetzen.
(Für die die das Büchlein nicht kennen: die Tiere entführen alle Kinder aller! Menschen und fordern als Lösegeld die komplette Abschaffung aller Waffen, und die allgemeine Verbrüderung,  was dann auch geschieht).

Was die allgemeine Verbrüderung im Kinderbuch  möglich macht, ist dass eben alle gleichmäßig und akut getroffen sind, wobei ich, auch das muss gesagt werden, nicht so ganz sicher bin, ob das 2014 auch noch so funktionieren würden, weil es bestimmt bei uns Leute gäbe, die sagen würden, "ach gut, dass da eine ganze Generation ausfällt, gibt eh zuviele Menschen auf der Erde!", zudem  und es ist eigentlich wie in Independence Day eine Bedrohung die außerhalb der Menschen liegt, wobei es die Tiere in der Konfernz der Tiere gut mit den Menschen meinen und die Aliens in Indepnedence Day schlecht, aber der Effekt ist der gleiche.

Ein anderes fiktionales Szenario, wo der Weltfrieden erreicht wird, sind die ersten Bände der 'Mutter aller modernen Science Fiktion Filme', die ersten Perry Rhodan Bände, wo einfach mittels der überlegenen Technologie, die Perry Rhodan in die Hände fällt, allen  Aggressionen gegenüber  Widerstand geleistet werden kann.
Also auch hier, der noch Stärkere, sprich der Lehrer, aus dem Schulhofbeispiel eingreift.

Aber das, das Eingreifen eines, wie auch immer gearteten, "Oberlehrers", das wollen unsere Pazifisten ja auch  nicht.
Im Grunde träumen sie alle die Träume eines gewaltfreien Widerstands, wo rein hypothetisch man sich einfach abschlachten lässt, sich nicht wehrt, sich massakrieren lässt und das so lange, bis dem Aggressor endgültig graut, vor der eigenen Schlechtigkeit und er, der Aggressor, sich fühlt wie Macbeth und so einsieht wie schlecht  er ist, was so ja bei Shakespeare nicht geschieht, sondern es dort so zugeht, "dass es der Fluch der bösen Tat ist, dass sie fortwährend das Böse muss gebären" was von  Schiller stammt.

Dazu hat das zugrundeliegende Bild einen Fehler, es  geht davon aus, dass der Aggressor mit dem Umbringen von Leuten, die sich nicht wehren und das auch gar nicht können, Probleme hat.

Nun ist auch die abendländische Geschichte voll mit Leuten, die andere Leute, die sich nicht wehren konnten, umgebracht haben, bzw.  umbringen ließen.
Wir müssen uns jedoch klar werden, dass dann aber immer die alte, heidnische Idee durchgebrochen ist, dass der Schwache eh nicht leben darf. Und wenn wir ehrlich sind, feiert diese Idee immer wieder, auch in unserer Zeit fröhliche Urständ. z.B wenn einer fordert dass behinderte Menschen nicht leben dürften ob er sich nur mit A.H initialisieren lässt oder mit R.D.
Dass beide Apologeten  ihr Tun mit dem Wort "Barmherzigkeit" vernebelten, dürfte nicht wundern, muss man doch das christlich geprägte Gewissen der Westler etwas betäuben.

Man muss einfach aus der Geschichte lernen oder zumindest wissen, dass es Zeiten gab und noch gibt, wo man eben andere Prioritäten setzte, sprich es als gut und richtig betrachtete, den Schwachen zu massakrieren und dass 'sich nicht wehren', oder nicht wehren können,  sozusagen als Bestätigung der eigenen These von der eigenen Überlegenheit betrachtet(e).


Beliebt bei unseren Pazifisten ist auch die Idee, von wegen David gegen Goliath, wobei man mal ganz klar haben muss, dass Goliath zwar körperlich stärker war, aber das was David gemacht hat, nun nicht gerade das war, was man gewaltfreien Widerstand nennt, er hat auch nicht dialogisiert, sondern aufgrund überlegener Intelligenz den schwachen Punkt gefunden (s.o.)  und den Goliath umgebracht, was rumgedreht auch der Goliath mit David gemacht hat, sprich der David hat sich ganz gewalttätig, wenn man so will, gewehrt.

Es gibt natürlich auch die Idee, dass man nur dem anderen, dem Aggressor erklären muss wie böse und schlimm er ist, wie sehr sein Verhalten  andere stört und wie wenig er doch will, dass man mit ihm so verfährt wie er mit den Leuten verfährt.
Nur muss dafür der Aggressor ebenfalls der Ansicht sein, dass Vernunft und Gerechtigkeit was Gutes ist, das unbedingt gilt. Meiner Erfahrung nach, klappt das selbst in so popeligen Sachen wie Schrebergartengemeinschaften nur schwer.

Jesus erklärt übrigens, dass das ganze Gesetz und die Propheten an dem Wort "Alles was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen" hängen würde.
Uns erscheint es selbstverständlich, aber es musste offenbart werden, so scheint es sich doch nicht von selber darzustellen.
Nun und wie ist denn das mit der deutschen Geschichte? Sind wir denn nicht mehr dankbar dafür, dass von außen Leute gekommen sind und mit der NS Diktatur aufgeräumt haben?
Erwarten wir nicht selbstverständlich, wenn wir der Ansicht sind uns wurde  ein Leid zugefügt, dass uns zu unserem Recht verholfen wird? Schreien wir nicht sofort Diskriminierung, wenn wir nicht kriegen, was wir wollen? Was würden wir also erwarten, wenn einer uns nicht nur am beruflichen Aufstieg hindern würde, sondern uns  den Kopf vom Hals trennen wollte?


Die Welt ist nun mal mitsamt, oder besser durch den Menschen, gefallen, und alle Zivilisation (wie wir ja leider immer wieder  erleben) nur eine dünne Schicht auf einem Abgrund.
Es gibt ein Buch eines Soldaten aus dem WK2 das den Titel trägt "Mir selber seltsam fremd", wo er beschreibt wie er verroht und abstumpft.
Naja und meine Generation ist dadurch sozialisiert, was die zumindest von meinen Eltern als die absolut Guten angesehenen amerikanischen Soldaten in Vietnam sich "geleistet" haben.
Kreisler hat dieses Phänomen mal so beschreiben "die Guten sind auch nicht sehr gut".
Trotzdem bleibt, dass man in einer globalisierten Welt in der wir nunmal leben, nicht so tun kann, als ginge einem das Geschehen im Nahen Osten nichts an.

Eine ebenfalls beliebte Forderung ist, nach der UNO oder sonst einer übergeordneten Institution zu schreien, die es schon richten soll.
Damit haben wir aber wieder das oben erwähnte grundlegende Problem, wenn ich sozusagen eine Weltpolizei schaffen will, muss ich auch dafür sorgen, dass diese Polizei von allen anerkannt wird, also wenn dann die Blauhelme kommen, eben sich jeder auch an ihre Anordnungen hält und dazu bedarf es dringenst eines Prozesses, der immer und immer gefordert wird, des Zauberwortes, das seit dem 2. Vatikanum die Katholiken wie besoffen macht, aber wie das halt mit hehren Worten so ist, je mehr drauf rumgeritten wird, umsomehr ist es ein Zeichen dafür, dass da ein eklatanter Mangel ist.
Ich meine den Dialog.

Jean Jacques Rousseau hat den Begriff des Vólonte Générale geprägt, der sozusagen die Grundlage jeglicher Demokratie  ist. Dieser Vólonte Générale ist, soweit ich das begriffen habe, bestimmt durch die allen Menschen gleiche Sehnsucht nach dem Wahren, Schönen, Guten, also was sakrales und nicht Ausdruck oberflächlicher, rein materieller Begierden.

Das da viel Träumerei dabei war, steht außer Frage, und eben die nicht zu vermeidenden Feststellung, dass den meisten das Hemd näher als der Rock und erst das Fressen, dann die Moral kommt, und der Mensch eben nicht einfach von selber edel, hilfreich und gut ist,  führte und führt immer wieder dazu, dass man eben den Menschen versuchte zu veredeln, indem man den nicht edlen massakrierte.  Frei nach dem Motto "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!"

Sagen wir mal so, diese Dschihadisten gehen auch nicht anders vor, womit wir wieder bei Kardinal Ratzinger wären, der in "Wahrheit, Werte, Macht" feststellt, dass eine Demokratie nur dann funktionieren kann, wenn ihr Werte zugrunde liegen, die aber eine Demokratie nicht selber schaffen kann, nämlich die Christlichen!

Das bedeutet nicht, dass alle Mitglieder eines demokratischen Landes auch Christen sein müssen, aber die Idee, dass man den eigenen Schweinehund bekämpfen muss, sich ausstrecken muss nach dem Guten und niemand übervorteilen soll und man eben für die eigenen Talente im letzten nix kann und sich nix drauf einbilden soll, sondern man für den geringsten Bruder verantwortlich ist, das muss man schon begreifen, sonst wird das nix.

All diese Dinge, die zusammengefasst sind in den sogenannten Werken der Barmherzigkeit gelten und galten natürlich unabhängig von der jeweiligen Regierungsform,  Christus hat ansonsten das Verhältnis des Christen zur Macht beschrieben: man soll dem Kaiser geben was des Kaisers ist und jeder Mächtige soll bedenken, dass ihm seine Macht von oben gegeben ist. Punkt aus fertig!

Weil aber, wie ein Blick ins Geschichtsbuch, den Spiegel oder die Nachrichten zeigt, der Mensch eben nicht einfach so ohne Mühe, edel, hilfreich und gut ist,  gibt und gab es eben immer wieder welche, die einfach böse sind, wobei es selbst da sein kann, das sie böse gemacht wurden, aber nichtsdesdotrotz gehört es auch zu den Grundlagen einer Demokratie, das man die Schwachen schützt und nicht wegschaut, sich die Ohren zu hält und ansonsten sich Klasse vorkommt, weil man sicher vorm PC sitzt, wie eine gewisse Frau K.
Hier lässt sich mehr dazu lesen.


so und nach dem ganzen Geschwalle wollen wir nun noch den Katechismus zu Wort kommen lassen.
In Nummer 2304 wird erklärt,. das Frieden nicht einfach die Abwesenheit von Krieg bedeutet:

 2304 Damit das Menschenleben geachtet wird und sich entfalten kann, muß Friede sein. Friede besteht nicht einfach darin, daß kein Krieg ist; er läßt sich nicht bloß durch das Gleichgewicht der feindlichen Kräfte sichern. Friede auf Erden herrscht nur dann, wenn die persönlichen Güter gesichert sind, die Menschen frei miteinander verkehren können, die Würde der Personen und der Völker geachtet und die Brüderlichkeit unter den Menschen gepflegt wird. Der Friede besteht in der „Ruhe der Ordnung" (Augustinus, civ. 19, 13). Er ist das Werk der Gerechtigkeit [Vgl. GS 78,5] und die Wirkung der Liebe [Vgl. GS 78.1-2.].

in Nummer 2306 und 2307 wird nochmal auf die ernsten Folgen einer gewaltsamen kriegerischen Auseinandersetzung hingewiesen

2306 Wer auf gewaltsame und blutige Handlungen verzichtet und zur Wahrung und Verteidigung der Menschenrechte Mittel einsetzt, die auch den Schwächsten zur Verfügung stehen, legt Zeugnis ab für die Liebe des Evangeliums, sofern dabei nicht die Rechte und Pflichten der anderen Menschen und der Gesellschaft verletzt werden. Er bezeugt zu Recht, welch schwerwiegende physische und moralische Gefahren der Einsatz gewaltsamer Mittel mit sich bringt, der immer Zerstörungen und Tote hinterläßt [vgl .ies 32,17. ].

Man beachte, das es nicht einfach um den Verzicht auf  blutige Mittel geht, sondern um die Wahrung und Verteidigung der Menschenrechte, zu denen zuallererst das Recht auf Leben gehört, geht

 Vermeidung des Krieges

2307 Das fünfte Gebot verbietet, menschliches Leben willentlich zu zerstören. Wegen der Übel und Ungerechtigkeiten, die jeder Krieg mit sich bringt, fordert die Kirche alle eindringlich zum Beten und Handeln auf, damit die göttliche Güte uns von der alten Knechtschaft des Krieges befreit [Vgl. GS 81,4].

um dann in Nummer 2308 die Kriterien eines gerechten Krieges darzustellen:

 2308 Jeder Bürger und jeder Regierende ist verpflichtet, sich für die Vermeidung von Kriegen tätig einzusetzen.
Solange allerdings „die Gefahr von Krieg besteht und solange es noch keine zuständige internationale Autorität gibt, die mit entsprechenden Mitteln ausgestattet ist, kann man, wenn alle Möglichkeiten einer friedlichen Regelung erschöpft sind, einer Regierung das Recht auf sittlich erlaubte Verteidigung nicht absprechen" (GS 79,4).

2309 Die Bedingungen, unter denen es einem Volk gestattet ist, sich in Notwehr militärisch zu verteidigen, sind genau einzuhalten. Eine solche Entscheidung ist so schwerwiegend, daß sie nur unter den folgenden strengen Bedingungen, die gleichzeitig gegeben sein müssen, sittlich vertretbar ist:
- Der Schaden, der der Nation oder der Völkergemeinschaft durch den Angreifer zugefügt wird, muß sicher feststehen, schwerwiegend und von Dauer sein.
- Alle anderen Mittel, dem Schaden ein Ende zu machen, müssen sich als undurchführbar oder wirkungslos erwiesen haben.
- Es muß ernsthafte Aussicht auf Erfolg bestehen.
- Der Gebrauch von Waffen darf nicht Schäden und Wirren mit sich bringen, die schlimmer sind als das zu beseitigende Übel. Beim Urteil darüber, ob diese Bedingung erfüllt ist, ist sorgfältig auf die gewaltige Zerstörungskraft der modernen Waffen zu achten.
Dies sind die herkömmlichen Elemente, die in der sogenannten Lehre vom „gerechten Krieg" angeführt werden.
Die Beurteilung, ob alle diese Voraussetzungen für die sittliche Erlaubtheit eines Verteidigungskrieges vorliegen, kommt dem klugen Ermessen derer zu, die mit der Wahrung des Gemeinwohls betraut sind.


und  in Nummer 2313 das Vorgehen der Dschihadisten klar als Todsünde zu brandmarken

2313 Die Zivilbevölkerung, die verwundeten Soldaten und die Kriegsgefangenen sind zu achten und mit Menschlichkeit zu behandeln.
Handlungen, die mit Wissen und Willen gegen das Völkerrecht und seine allgemeingültigen Grundsätze verübt werden, sowie Befehle, solche Handlungen auszuführen, sind Verbrechen. Blinder Gehorsam ist kein ausreichender Entschuldigungsgrund für jene, die sich solchen Befehlen fügen. So ist die Ausrottung eines Volkes, einer Nation oder einer ethnischen Minderheit als eine Todsünde zu verurteilen. Man ist sittlich verpflichet, sich Befehlen, die einen Völkermord anordnen, zu widersetzen.


und ganz am Schluss des ganzen Abschnitts auf das Grundübel einzugehen

 „Insofern die Menschen Sünder sind, droht ihnen die Gefahr des Krieges, und sie wird ihnen drohen bis zur Ankunft Christi.

Wer es bis hierher durchgehalten hat, dem sei folgendes klare Statement aus dem Vatikan empfohlen, wobei darin auf folgende Erklärung reflektiert  wird

So wollen wir beten, weil, es das ist was wir tun können!












4 Kommentare:

  1. Der Lehrer agiert ja schon ganz richtig, er geht zu den Streithähnen, greift sie sich und dann entscheidet der Rektor als Richter über Wohl und Weh.
    Ganz etwas anderes ist es aber, wenn der Lehrer in der dritten Etage am Fenster steht und unter auf dem Schulhof die beiden Streithähne sieht, um die sich eine Gruppe Schaulustiger gebildet hat, und er sich dann einen Feuerwehrschlauch greift und den Wasserstrahl auf Streitende und Zuschauer draufhält.


    Ich weiß: Hier ist eine gewisse geistige Transferleistung gefragt… aber nur Mut!

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  2. Ja genau. NUr am allerschlimmsten ist, wenn der Lehrer in seinem Zimmer im dritten Stock bleibt und schon weil ein paar Schnittchen richtet, falls das Opfer es bis zu ihm schafft.
    Und den Umstehenden, die einschreiten wollen, unter Androhung eines Schulverweises, verbietet die Streithähne zu trennen.

    Wobei in allen diesen Beispielen, in meinen und in ihren, werter Herr Niebecker, davon ausgegangen wird, dass die Streithähne zu trennen sind.

    Transferieren wir das auf die Lage im Nahen Osten, so ist diese Schlussfolgerung nicht gerade gegeben und es handelt sich auch nicht, um eine handelsübliche Schulhofprügelei, sondern um die Verprügelei durch einen echten Schulhofbully.

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  3. Man sollte die Verhältnisse bei diesem Vergleichen beachten: Dazu ist erst einmal die Größe der Schulhofbully zu berechnen:

    Im Irak leben rund 28.000.000 Menschen
    ISIS hat rund vielleicht 15.000; oder lass es auch 20.000 Mitglieder sein
    Auf 1 ISIS-Mitglied kommen also mind. 1400 Einwohner.

    Eine Grundschule hat, wenn sie 4-zügig ist und jede Klasse 30 Schüler hätte, pro Jahrgang 120 Schüler; insgesamt also 480. Da ist kein Platz für so eine "Schulhofbully".
    Ein 5-zügiges Gymnasium jedoch 1200 Schüler. Da wäre dann vielleicht so gerade Platz für eine "Schulhofbully" in der Größe von einer Person.

    Was macht man aber, wenn bei einem solchen Gymnasium eine 1-Mann-Gang Mitschüler terrorisiert?
    Und selbst wenn dieser eine einen Amok-Lauf veranstaltet, ist ganz schnell "Ende im Gelände".
    Jedenfalls käme keiner auf die Idee, die Schule deswegen mit Mörsern zu beschießen oder Bomben drauf zu werfen.

    Damit man mich nicht falsch versteht: Ich will nicht die Taten von ISIS klein reden, sondern lediglich auf die Verhältnisse hinweisen und zur Verhältnismäßigkeit aufrufen.

    Natürlich muß den Flüchtlingen vor Ort geholfen werden - und zwar sofort. Es wurde schon zu lange nur hingeguckt.
    Und ISIS muß gestoppt werden. Bei diesem "Stoppen" dürfen aber soweit dies möglich ist, keine anderen Menschen in Gefahr gebracht werden. Luftangriffe eignen sie dazu m.E. also überhaupt nicht.

    Aber wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Es will keiner Leute auf dem Boden dorthin schicken, weil die Gefahr besteht, daß diese nur noch in schwarzen Plastiksäcken den Heimflug antreten und dies politisch hier im Westen der Bevölkerung nicht zu vermitteln ist.

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  4. Also es gibt auch in einer Grundschule Schulhofbullys, wo Lehrer hilflos davor stehen.
    Was gegen Schulhofbullys hilft, ist sich die Typen ganz direkt schnappen und die Bedrohten eskortieren.
    Also ganz klar sich auf die Seite der bedrohten zu schlagen.
    Ich finde es auch nicht gut, dass keiner den Mut aufbringt mit den IS Leuten Klartext zu reden, denen direkt entgegenzutreten und sich ganz deutlich auf die Seite der Bedrohten, Bedrängten, Vergewaltigten, Verkauften, Ausgeraubten zu stellen.

    Und sagen wir mal so, ich seh auch, das der Bevölkerung im Westen diverses nicht zu vermittlen ist, es ist wirklich mit der IS so, wie Klarsehende schon seit Jahrzehnten unken.
    Irgendwas unvorhergesehenes, stellt die ganze "multi-kulti, wir haben uns alle lieb und vor allem alles im Griff! und deshalb spielen wir in der ganzen Welt den Oberlehrer und vergangene Zeiten betreffend hätten wir alles gaaaaaaanz anders gemacht, weil wir die Guten sind und richten und verurteilen alles und jeden" in Frage.
    Und jetzt muss der Oberlehrer aller Zeiten und Orte halt mal springen, von wegen "hic Rhodos" und wenn es nicht absolut schlimm wäre, was da geschieht im Irak, so wäre es absurd und komisch, dass nämlich die Oberlehrer aller Zeiten und Orte, genauso hilflos sind, wie die von ihnen Verurteilten!
    Es wäre also Zeit für ein Mea Culpa.

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