Montag, 1. September 2014

Das Zitat des Tages

Benedikt der väterliche Arbeitgeber.

Der ehemalige Reporter der Bildzeitung imVatikan  hat ein Buch geschrieben. Das machen viele Bild-Reporter so, wenn sie von ihrem Arbeitgeber woanders hin versetzt und durch einen neuen Kollegen ersetzt werden. Albert Link war während seiner Zeit in Rom in einer besonderen Situation. Er durfte den Rücktritt von Benedikt XVI und die Wahl von Franziskus erleben.
Da gibt's natürlich viele persönliche Begegnungen und interessante Begebenheiten. 
Deshalb hat Albert Link heute katholisch.de ein Interview gegeben.
Befragt um die die Reformen innerhalb der Kurie antwortete Link:

Link: "Das ist leider so und ich kritisiere im Buch, dass es nicht eine Reform nur um der Reform willen geben darf. Die vatikanischen Mitarbeiter haben unter Franziskus Schwierigkeiten, die gleiche Motivation zu entwickeln wie unter Benedikt XVI. Die kleinen Angestellten haben den Eindruck, dass durch den Einzug der Unternehmensberater von McKinsey, durch Gerüchte über eine Verkleinerung der Kurie und eine Abschaffung der Altersvorsorge an ihnen das Beispiel der Kirche der Armen statuiert werden soll. Sie haben zur Kenntnis genommen, was bei der Vatikanbank passiert ist, wie siebenstellige Beträge verspekuliert wurden und dass es manchem Kardinal nach wie vor sehr gut geht. Es gibt zwar nach wie vor eine Grundsympathie für Papst Franziskus, aber viele kleine Angestellte vermissen Benedikt XVI. als väterlichen Arbeitgeber, spüren heute Zukunftsängste."

Ich kommentiere das jetzt mal nicht. Interessant ist es alle mal. Aber es zeigt, dass Menschen in aller Welt der Schreck in die Glieder fährt  und sie ihre Motivation verlieren, wenn sie das Wort McKinsey hören. Das ist offensichtlich im Vatikan nicht anders. Auch wenn man meinen sollte, dass die Menschen hier ein Urvertrauen haben müssten. Da nützt es dann auch nicht viel, wenn der Papst einmal in der Kantine mit ihnen essen geht.

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