Montag, 27. Oktober 2014

Auf den Punkt gebracht! Ein Fundstück

In der Sparte "Entwurf" finden sich einige Fragmente von mir, wo ich versuche diesem seltsamen Phänomen auf den Grund zu gehen, das mich echt umtreibt.
Nämlich, warum der Westen so hilflos vor dem steht, was  er doch immer seinen Eltern vorgeworfen hat, (das hilflos und schweigend und wegguckend davor stehen)
Nun findet sich bei Echo Romero ein Beitrag zum Thema, der es auf den Punkt bringt und den ich hiermit empfehle einfach mal zu lesen.
Hier klicken
Wir sind die Voyeure unseres eigenen Untergangs und wenn wir merken, was wirklich geschieht, werden wir aus Angst alles mitmachen.
Man merkt es bereits, wir haben große Koalition, ich habe aber den Eindruck, wir haben eine 'ein Personen Regierung', außer Angela Merkel die neulich standhaft wiederholte "Multikulti ist klasse" (Subtext der IS will nur spielen, oder so) scheint es keine Politiker mehr zu geben. Insbesondere keine grünen und roten, außer in Thüringen, aber da geht es irgendwie um Posten und nicht um Politik.

Ich gehöre zu den Jahrgängen die es nie verstanden hat, wie anständige Deutsche, normale Leute einfach das dritte Reich groß gemacht und bis zum bitteren Ende mitgetragen haben.
Natürlich war nicht jeder bei der Lager SS und natürlich berichteten die Nazis nicht ihre Gräueltaten in der Abendschau, die gab es damals noch gar nicht, aber man hat das dritte Reich als die Nagelprobe des Humanismus bezeichnet, der kläglich versagt hat udn das lässt sich nicht von der Hand weisen.
Ich gehöre zu den Menschen,  die das Nachkriegsgejammer "Gab nix!" "Hatten nix!" "böse Kriegsgefangenschaft" "War ja Krieg" "Hockten im Bunker" "Waren auf der Flucht" "Ach wie schlimm" und das beständige Zugeknalle mit den Gütern der Wirtschaftwunderzeit und das gleichzeitig es einem Vermiesen durch jammernde Kriegs- und Nachkriegsstories echt schwer verknuspern konnte.
Nicht, dass ich nicht das Leid der Vertrieben, der Kriegsgefangenen, der Ausgebombten und derer die das alles irgendwie tragen mussten, nicht gesehen hätte, aber irgendwie war es einfach niemand gewesen und vorher waren alle doch ganz brav! und das hat mich schon immer aufgeregt.
Wobei ich mich immerhin darauf berufen konnte, dass meine Großmutter das Mutterkreuz abgelehnt hat, was zur Folge hatte, dass sich mein Großvater, um einer Einweisung ins KZ zu entgehen, mit seinen fast 50 als Kriegsfreiwilliger meldete und mein Schwiegergroßvater, als Chef der örtlichen Polizei ins Büro zog und alle Juden warnte, so dass viele, weil er integer war und man ihm glaubte, noch fliehen konnten.
Aber es bleibt, dass es wohl den meisten nicht wohl war in ihrer Haut, man natürlich versuchte, wie  es in dem Film "Die Trapp Familie" heißt, nicht zum Märtyrer in der Zelle zu werden, sondern die Familie zusammenzuhalten, in Deckung zu gehen, damit man überlebt. Ich kritisiere das gar nicht, es ist ja mehr als verständlich.
Es ist wohl so gewesen, dass als die Leute zur Besinnung kamen, es echt nur noch den kleinen Mut in der stillen Kammer, gab und so Dinger wie einen dämlichen staatlichen Orden ablehnen, echter Heldenmut bedeutete, es gibt und gab genug die Kopf und Kragen riskierten um zu retten, was zu retten war, die heldenmütig Juden versteckten, die gewaltige Opfer auf sich nahmen um menschlich zu bleiben, im Triumph des Wahns.
Es gab Leute von denen es keiner gedacht hat, die über sich hinausgewachsen sind, und andere von denen man es erwartete, die jämmerlich versagt haben. Punkt!


Um es mal auf den Punkt zu bringen, Gott der Herr hat uns eine zweite Chance geboten, er hat uns die Möglichkeit gegeben die Demokratie zu verteidigen, den Geplagten und Gequälten beizustehen zu zeigen dass uns die Frauen so wichtig sind, dass wir es nicht dulden, dass man sie verkauft!
Und was geschieht?
Nix, Niente, Schweigen im Walde!

Wenn man wissen will wie das dritte Reich möglich und so lange möglich war, einfach in den Spiegel gucken!
Und es wird nicht besser, dass  man sich mit seinem Nichtstun, seinem Weggucken, seinem den Tätern auch noch versichern, dass man ihnen nix tut, international in guter Gesellschaft findet, das war von 1933 bis 1942 auch schon so!

Ich erlaube mir auch Elsa zu verlinken,  zu den
"Tränen des Erzbischofs von Mossul" der erschüttert feststellt
Es gibt keine Ehre mehr, es gibt keine Hilfsbereitschaft, es gibt NICHTS mehr, es gibt keine Menschlichkeit mehr auf dieser Welt."


Ja ich kann nichts machen, und so bleibt nichts als beten und beten und beten.


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