Donnerstag, 2. Oktober 2014

Der immerwährende innerkatholische Maskenball, ein Fundstück

Beim Morgenspaziergang durchs Internet bin ich beim Denzinger-Katholiken  auf einen Beitrag gestoßen, der daher  kommt, wie aktuell und gestern geschrieben.
Wundervolle Analyse der Lage der Kirche,
Der Satz hier  Und das Schlimmste: Wer redet offen mit dem anderen? Wer enthüllt seinen innersten Glauben und seine Zweifel? Der Priester findet kaum jemanden; der Priester steht wie vor Masken. Und er selber wird daher auch eine Maske: bringt m.E. vieles auf den Punkt.
Er beleuchtet mein  Unbehagen mit der endlosen Dialogisiererei den endlosen Gesprächen, die mich zumindest, immer an die Lutherübersetzung des Psalm 90  denken lässt, wo es heißt "Wir verbringen unsere Jahre, wie ein Geschwätz".

Aber es geht noch weiter, am Ende wird die Lage zusammengefasst, ironisch daherkommend, aber bei genauerer Betrachtung nur ernst, bitter ernst,
Wir haben Dogmen, aber sie gelten nicht,
wir haben ein Lehramt, aber es lehrt nicht,



wir haben eine eucharistische Gegenwart, aber er ist nicht gegenwärtig,
wir haben ein Gottheit Christi, aber er ist nicht Gott,
wir haben ein Gebet, aber es erreicht niemanden,
wir haben ein Credo, aber es ist nur eine Sprachregelung,
wir haben eine Auferstehung, aber er blieb im Grab,
wir haben Wunder, aber es ereignete sich nichts,
wir haben eine Bibel, aber sie ist nur ein Bilderbuch,
wir haben Selbstaussagen Christi, aber er hat es nie gesagt,
man tut, als ob man daran glaubte, aber man glaubt nicht daran,
man bleibt in der Kirche, aber man ist nicht überzeugt.


Ja und dann guck ich ob der Denzinger Katholik sich das selber ausgedacht hat, und stelle fest, der Text ist von 1971!
Liest man nun im Archiv von Theologisches nach. So stellt man wiederrum fest, eigentlich stammt der ursprüngliche Artikel sogar von 1970.
Aber das ist im Grunde egal; wichtig ist seit über 40 Jahren wird das "Heiligste, wenn nicht den Hunden hingeworfen, so doch peinlich verschwiegen.

Man könnte höchstens den damaligen Artikel dahingehend ergänzend,  dass die Glaubensnot, mittlerweile so was von dermaßen groß ist, dass die meisten viel zuwenig glauben, um überhaupt damit ihre Not zu haben!

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