Mittwoch, 22. Oktober 2014

Persönliche Hommage an den Hl. Johannes Paul II

Heute feiert die Kirche das Fest des Hl. Johannes Paul II

Bild Wikicommons
                                        Heiliger Johannes Paul II bitte für uns!

heute morgen hat Mitbloggerin Damasus schon einige Videos, von seinem Wirken und besonders von dem augebahrten Leichnam, sowie seinem Requiem online gestellt. Hier Klicken.
Vor einiger Zeit habe ich mir schon mal Gedanken über JPII gemacht, die ich aus dem Anlass seines 10. Todestages hier noch mal poste.
Ich muss sagen ich habe mich treu und brav durch alle Enzykliken JPII gequält und man hat denen angespürt,. das er am liebsten die ganze Welt umarmt hätte, das er am allerliebsten niemandem irgendwelche Vorschriften gemacht hätte und das er zutiefst davon überzeugt war, dass jeder Mensch, wenn er seinem gutem Willen nur freien Lauf lassen könnte, ganz von selber katholisch werden würde.
Das ist es, warum er so Sache wie Assisi hat machen können, "Only you could do this!" sage, wenn ich das richtig im Kopf habe, der Anglikaner zu ihm.
Als er nach Benin kam, kam in den Nachrichten, so ein Voodooberguru habe gesagt "Noch nie haben ich Gott gesehen, aber hinter diesem Mann habe ich Gott gespürt!"



Das sind nun genau  die Sachen, die JPII genau von Tradiseite vorgeworfen wurden und im Grunde teile ich die Vorwürfe, von denen es noch mehr gibt, wenn es sich nicht um JPII gehandelt hätte.

Nehmen wir Assisi, all der unerleuchtete interreligiöse Tralala der so veranstaltet wird, hat den unangenehmen Beigeschmack von "Du bis okay, ich bin nicht okay" besonders dann, wenn deutsche Katholiken dabei sind.
Bei JPII war es anders, sein Grundtenor war: "Christus ist okay, wir sind alle nicht okay, aber bitte kommt doch zu ihm!" sprich er war katholisch!
Man sieht gerade bei all diesen Dingen das wenn 2 das Gleiche tun, es noch lange nicht das Selbe ist.


Was mich persönlich, jenseits aller theoretischer, theologischer Überlegungen, für ihn eingenommen hat, war, dass er am Ende seines Lebens, dass was er am Anfang seines Papstseins geschrieben hat, auch gelebt hat, dass er  in seinen krankheitsbedingten Unfähigkeit, daran festgehalten hat, dass in der Annahme des Leidens von Krankheit und Alter eine heilbringende Kraft liegt, wie er in seinem ersten apostolischen Schreiben schrieb.
Der erste Satz des Schreibens Salvifici Dolores  lautet:

. Die heilbringende Kraft des Leidens erklärend sagt der Apostel Paulus: »Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben, was an den Leiden Christi noch fehlt«.(l)......


 und leitet über zu


  Es [ das Wort Leiden] ist so tief wie der Mensch selbst, gerade weil es auf seine Weise die dem Menschen eigene Tiefe ausdrückt und sie seinerseits noch übersteigt. Das Leiden scheint zur Transzendenz des Menschen zu gehören: Es ist einer jener Punkte, wo der Mensch gewissermaßen dazu »bestimmt« ist, über sich selbst hinauszugehen, und dazu auf geheimnisvolle Weise aufgerufen wird.


Er hat bezeugt,. dass er an das geglaubt hat, was er geschrieben hat, und das überzeugt mich!

Auch wenn ich trotz dieses überzeugenden Zeugnis  immer noch irgendwie skeptisch ihm gegenüber war, auch wenn mich, wie ich schon mehrmals hier im Blog schrieb immer beeindruckte, (und ich das schon bei dem Rest der Kirche schwer vermisse) wie unbedingt er Abtreibung und die Nichtoffenheit für Kinder, verurteilte, so haben mich vollends für ihn eingenommen meine Besuche in der Krypta des Petersdoms.

Ich weiß nicht ob ich das klar geworden ist, mir war er irgendwie nicht wichtig, und ich habe mir die Kritik einerseits, das überschwängliche Lob anderseits, einfach angehört, fand die Enzykliken lang, teilweise, grad,. aber nicht nur, wenn es um Ökumene ging, fast zu blauäugig, aber wie gesagt, er ist immer auf dem Boden der katholischen Fakts geblieben!

So kam ich im Winter 2007 das erste Mal nach Rom und bin dort, mehr oder weniger, weil man das halt so macht, auch in die Krypta unterm Petersdom gestiegen.
Dort fand ich am Grab, und ich habe sowas immer nur gelesen, nie erlebt,   Leute original in Gebet versunken, es gab Briefchen und Rosen die irgendwelche Leute auf die Grabplatte geworfen hatten und ja es standen 2 Guards da, die jeden, der dabei war ins Gebet zu versinken, hinter eine Absperrung scheuchten, damit es da unten nicht zu einem Stau komme.
2009 und 2010, war ich wieder in Rom und es war immer noch das Selbe.

Ich kann das Gefühl schlecht beschreiben, weil es sich so nach Kitschroman anhört, aber es war schon so, man spürte, da liegt ein Heiliger, oder anders ausgedrückt.
Jemand, der es im Tod hinkriegt, dass Leute ins Gebet versinken, der mag Fehler gemacht und Fehler gehabt haben, aber er hat Gott geliebt und darauf kommt es bei den Heiligen an, und wie gesagt, er war und ist ein solcher. 

Er war. wie das Evangelium von heute sagt, ein guter und treuer Knecht, der sich kümmerte um seine Leute!

P.S während ich diesen Beitrag schrieb, sah der Himmel übrigens so aus
Copyright Ester vom Beiboot Petri
Ich will da ja nicht gar  zu viel reingeheimsen, aber ich nehme es als eine Bestätigung meines Geschreibsels!
  
 

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