Dienstag, 11. November 2014

Briten fordern: Nehmt den Deutschen das Geld weg

Natürlich nicht alle Briten wollen das - aber die Katholiken der Insel sind inzwischen auf die Deutsche Katholische Kirche nicht mehr ganz so gut zu sprechen.

Zunächst starteten die Blogger einen Angriff auf die Deutsche Sektion der Una Sancta. Sie stellten nämlich kurz nach der Synode fest, dass der deutschen Kirchenführung der Glaube relativ egal ist, wenn nur das Geld in der Kasse klingelt.

Inzwischen hat sich das Thema bis in die Printmedien gearbeitet - die größte katholische Wochenzeitung "Catholic Herald" titelt heute:

What would Mother Teresa have made of the fabulously wealthy German Church?


Xander Lucie-Smith fragt sich: "It is worth reflecting on just how a perceived “rich Church” damages the Christian Gospel, and get in the way of people hearing the Good News."

Tja, sieht ganz so aus, als würde das Vorpreschen in Sachen Abschaffung der Gebote auf die Deutschen, und hier im besonderen auf die Kardinäle Kasper und Marx mit voller Wucht zurückkommen. Da können wir froh und dankbar sein, dass mit Kardinal Müller ein weiterer Deutscher in Rom ist, der nicht nur fest im Glauben steht, sondern der mit aller Kraft die Verteidigung der Lehre betreibt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang nicht nur wie man in diesen Tagen im Ausland über die mit Geld um sich werfende deutsche Kirche denkt, sondern, dass das "arrogante" Auftreten der beiden genannten Kardinäle im Ausland nicht besonders gut ankommt.
Besonders die Kommentare unter dem Artikel zeigen, wie begeistert man in GB und USA von den Deutschen ist. Da bleiben gewisse Vergleiche mal wieder nicht aus.

Screenshots aus dem Kommentarbereich des
Catholic Herald-Artikels.
(zum Vergrößern draufklicken)
Hoffen wir, dass daraus mal kein größerer Imageschaden entsteht.

Und wir malen uns derweil mal aus, was passiert, wenn diese "Klagen" auch in Rom gehört werden.
Muss dann die deutsche Kirchensteuer nach Rom überwiesen werden und wird von dort umverteilt?




Kommentare:

  1. So, wie ich den Artikel verstehe und auch die meisten Kommentare, kritisiert man hauptsächlich die simonische Allianz von Kirche und Staat in Deutschland; insbesondere den Umstand, dass in Deutschland die Zugehörigkeit zur Kirche zwingend mit einer Steuerabgabe verbunden ist.
    Wie kommen Sie auf die Idee, dass sich diese Kritik ausschließlich auf die Kardinäle Marx und Kaspar bezieht und Kardinal Müller außerhalb dieser Kritik stehen könnte? In der Debatte geht es primär gar nicht um Glauben und Lehre, sondern um die Glaubhaftigkeit der deutschen Kirche und deren Bischöfe in Anbetracht deren Finazierung durch eine staatliche Zwangsabgabe.

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    1. Nun es sind die deutschen Kardinäle Marx und Kasper, die mit ihrem Auftreten während und nach der Synode insbesondere in GB negative Reaktionen hervorgerufen haben. Von Kardinal Müller ist in keinem der Kommentare die Rede.
      Und ich komme deshalb auf die Idee, dass sich die Kritik auf die Kardinäle Marx und Kasper bezieht, da ich nicht nur alle Kommentare gelesen habe, sondern auch die englischen Blogs und Medien verfolge. Offensichtlich ist den Engländer ihr Glaube noch etwas wert. Es gibt genügend Blogs und Online-Medien, die weitaus härtere Töne anschlagen als der CH.
      Man sieht den Generalangriff der Kardinäle Marx und Kasper auf das 6. Gebot in erster Linie unter finanziellen Gesichtspunkten (Wer bringt noch mehr Kirchensteuer?). Das Wort "Kirchensteuer" wird inzwischen auch in englischen Artikeln im Original genutzt. Hier im Blog gibt's übrigens viele Links und Artikel dazu.

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  2. Ach ja, vergessen, das :
    "78. Gesetzt den Fall, daß bei der Wahl des Papstes das Verbrechen der Simonie — Gott bewahre uns davor! — begangen worden sein sollte, beschließe und erkläre ich, daß alle diejenigen, die sich schuldig machen sollten, sich die Exkommunikation latae sententiae zuziehen; jedoch erkläre ich, daß die Nichtigkeit oder die Ungültigkeit bei simonistischer Wahl aufgehoben ist, damit die Gültigkeit der Wahl des Papstes aus diesem Grunde — wie schon von meinen Vorgängern verfügt — nicht angefochten werde.(23)"

    http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_22021996_universi-dominici-gregis_ge.html

    ist dann die offizielle Einladung zu einem Papst Kaufmich.

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  3. Und von WELTBILD haben sie inzwischen auch schon gehört. :3

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    1. und geizen nicht mit Vorschlägen, was man da alles gewinnbringend veröffentlichen und verkaufen könnte.
      Tja und was die Simonie und die Papstwahl angeht, es gibt ja auch einfachere Regelverstösse, z.B. beim Umgang mit ungültigen Wahlgängen.....

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