Montag, 3. November 2014

Der Erzbischof von Mossul weint.

Hier ein erschütterndes Interview mit einer erschütternden Klage des Erzbischofs von Mossul.

"Seit 1500 Jahren haben wir jedes Jahre, egal was geschah, das Fest der Heiligen Simone gefeiert!" bis die IS kam.

Er hat noch mehr gesagt, anderes, erschütternderes, einfach anschauen:


Elsa hatte das Interview schon vor einigen Tagen gepostet, und gebeten es einfach mal anzuschauen.
Ich habe es nicht getan, einfach, ja weil ich es fast nicht mehr aushalte, das Ganze, aber Elsa hatte recht,
man muss es sich einfach anschauen.


Irgendwann fragt der Interviewer, "wer ist denn eigentlich die ISIS?" darauf sagt der Bischof zunächst "Das würden wir auch gerne wissen?" und dann das, was ich mir auch öfter denke, in ganz anderen Zusammenhängen:
Es gibt Menschen auf dieser Welt, die mit dieser Welt so spielen wie sei es möchten. Die haben die Macht!

Ja es gibt wohl Menschen, denen gefällte es, wenn sie die Menschheit einerseits dazu bringen können, sich wochenlang zu echauffieren, weil irgendwo 3 Eichhörnchen vom Baum gefallen sind und jemand wichtiges gesagt hat "ist doch egal!" und es gleichzeitig fertigbringen, dass die sonst immer gleich super betroffen seienden, schweigen. Ja die haben wohl eine Art Macht, auf die sie sich schrecklich viel einbilden, die jedoch eine verneinende Macht ist und mit der sich schon der Heilige Augustinus in "Civitas Dei" auseinandersetzt.
Eine Macht, die eine Mingvase nehmen und zerdeppern kann, aber keine solche herstellen.
Die Macht wilder germanischer Stämme die zwar so oft Rom abgefackelt haben, dass selbiger Augustinus seinen, ähnlich wie wir, verschreckten  Schäfchen schreibt "Was heult ihr wenn Rom brennt, dass es gewohnt ist so zu brennen?", jedoch, wie man an der Geschichte der Vandalen exemplarisch sehen kann, es nicht hinkriegen was aufzubauen.
Die Macht eines Dschingis Khan oder Attila die  überall rumgtrampelt sind  und alles erobert haben, was so zu erobern war, aber  das Eroberte  nicht ordnen konnten.
Die Macht die ein  missgelaunter Ehemann hat, der ein komplettes Essen mit der Bemerkung ruinieren kann. "Meine Mutter hat den Braten aber besser und vor allem viel zarter hingekriegt" und dabei noch nicht mal weiß, dass man beim Nudeln kochen, die Nudeln vorher aus der Packung nehmen muss.

Auch Johannes Paul I hat sich als Kardinal von Venedig mit dieser Macht auseinandergesetzt, er hat sie, seinerzeit verortet in irgendwelchen wildgewordenen, Schaufensterscheiben zerdeppernden Studenten, die meinten im Vernichten der als "bürgerlich" negativ konnotierter Kunst, irgendwie bessere Menschen zu sein, was eben ein Irrtum ist.
Es gibt diese Macht immer, in verschiedenen Ausformungen, die Macht die meint, weil sie vernichten, zerstören, kaputtmachen kann, größer zu sein, als das was sie so leicht kaputt machen kann.

Wenn man das irgendwann einmal kapiert hat, dann kapiert man, warum Christus sich hat kreuzigen lassen, und wie das ist, dass  das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist.
Gott will uns retten aus dieser Welt in der immer wieder das Chaos ausbricht, und dafür muss er sich nicht den Kategorien dieser Welt bedienen, weil das was in der Welt heute groß ist, ist morgen albern.

Und auch  diejenigen, die dahinter stehen, die, die es fertigbringen, dass  eine Weltöffentlichkeit  überkritisch, selbst in der Bezeichnung einer Süßspeise, übelste Diskriminierung sieht  und dann hilflos, schweigend, zur Tagesordnung übergeht, die Massaker im Nahen Osten zur Kenntnis nimmt und dann ist gut;
Also diejenigen die das fertigbringen, auch die werden irgendwann einmal vor Gott erscheinen müssen, und dann nutzt einem alle vergangene manipulative Macht, nix mehr.

Aber so sehr es nun mal stimmt, dass diese macht vor Gott nichts ist, so ist sie dennoch auf der Erde aktuell schwer real und es fallen einem automatisch die Bilder aus der Apokalypse ein.
Nun wird da oft das Bild gebraucht, dass gegen diese Macht der "Hauch des Mundes Gottes" reicht, aber so tröstlich das ist, so sind unsere Brüder und Schwestern im Glauben ganz real bedroht und brauchen unsere Hilfe,  und wenn wir nicht in der Lage sind zu helfen, was wir ja wohl sind, sagt doch der Bischof von Mossul oben im Interview, bei ihm ist nichts von dem Geld angekommen, das angeblich geschickt wurde, und keiner von uns weiß von einer Möglichkeit zu spenden, zu geben, zu helfen, so bleibt doch das Gebet, womit  wir in der Angelegenheit nicht sparen sollten, und noch was ganz katholisches, wenn einem den Tag über was schief geht, man genervt, ist, die Suppe versalzen, der Bus vor der Nase weggefahren, der Sohn das Auto ausgeborgt und einen Kratzer in die Tür gefahren, das Baby einen schlechte Nacht gehabt und all so ein Kram,. man kann das aufopfern!


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