Donnerstag, 13. November 2014

Jetzt auch in Südamerika: Der Franziskus-Effekt!

Da schien sich ein kleines Wunder anzubahnen, im März 2013, als die jubelnden Massen, befeuert von den jubelnden Medien, dem Franziskus-Hype folgten und man den Eindruck hatte, da ist nicht nur ein neuer Stern am Himmel aufgegangen. Dass es gerade die kirchenfernen und besonders die säkularen Medien waren, die am lautesten gejubelt haben - heute wissen wir es und wundern uns nicht mehr.
Die Karawane zieht weiter und der Jubel ist im Alltaggeschehen auf ein normales Maß geschrumpft und man kann diese Entwicklung deutlich an den Teilnehmerzahlen der GA oder beim sonntäglichen Angelus verfolgen. Es werden immer weniger, die das sonntägliche "Buon Pranzo" live hören wollen.
Auch in Deutschland ist der Franziskus-Effekt ausgeblieben.
Wir merken und lesen es ja andauernd: die PR-Abteilung in Rom rotiert und versucht, alles, was so gar nicht ins Bild passt, schön zu schreiben.
Da bin ich jetzt aber mal gespannt, was ihnen dazu einfällt:
"On moral issues, such as abortion, sex outside of marriage, divorce, and same-sex marriage, Catholics in Latin America tend to be less conservative than Protestants. This could be considered another reason for the conversion, since 60 percent of adults who left the Catholic Church did so looking for a denomination that places greater emphasis on morality."


Dieser Satz entstammt einem Artikel von crux-now und bezieht sich auf eine Studie über die Kirchen in Südamerika. In sehr sachlicher Form, belegt durch Zahlen einer Umfrage im gesamten Lateinamerikanischen Raum. Er zeigt auf, dass in Südamerika die Katholiken weiterhin die Kirche verlassen und sich den Pfingstkirchen zuwenden.
Besonders interessant sind die Gründe dafür: Die ehemaligen Katholiken wünschen sich mehr Spiritualität - oder einen engeren Kontakt zu Gott. Interessant ist auch die Aussage, dass es bei der Hilfe für die Armen auf katholischer Seite in erster Linie um soziale Hilfe geht, während  die Pfingstkirchen die Hilfe darin sehen, die Menschen näher zu Christus zu bringen. Auch sehen viele Menschen, dass die Pfingstkirchen ihnen eher zu wirtschaftlichem Wohlergehen verhelfen können.

Ja, da schau her, würde der Bayer sagen und da staunen wir doch, wie unsere hochgebildete Kirchenführung mal wieder total an den wirklichen Bedürfnissen der Gläubigen vorbei agiert.
Immer schön dem Papst nach und alles wird gut und jetzt muss man feststellen, dass genau das Gegenteil richtig ist.

Nun ja, die Pfingstkirchen haben es Papst Franziskus schon länger angetan und er lobt sie ja seit seiner Amtseinführung in den höchsten Tönen, zählt einige ihrer Bischöfe sogar zu seinen engsten Freunden. Und manchmal hat man den Eindruck, er will die katholische Kirche in die Pfingstkirchen integrieren.

Nur - was machen dann Kasper, Lehmann, Marx ... denn dort können sie mit ihren Ideen ja dann überhaupt nicht mehr punkten.

Wir gehen wirklich spannenden Zeiten entgegen.




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