Freitag, 21. November 2014

Sozialismus und Ökumene:

... dann sind auch in München bald die Kirchen leer.

Ja es gab mal Zeiten, da wurde in Bayern das Wort Gottes in den Kirchen verkündet. Die ungeschminkte Wahrheit mag so manchem nicht geschmeckt haben. Aber in diesen Zeiten waren die Kirchen voll. Die Menschen gingen nämlich genau wegen des Wortes Gottes in die Kirche - und weil sie vorab schon mal einen Blick in den Himmel erhaschen wollten.

Heute hat man alles weichgespült - das Wort Gottes ist dem heutigen Menschen nicht mehr zuzumuten, deshalb lässt man den lieben netten Onkel sprechen, der allen alles durchgehen lässt und der selbst nicht mehr weiß, warum er den Menschen die 10 Gebote gegeben hat. Die Regeln Gottes sind es nämlich, die die Kirche in diesen Zeiten so unbeliebt machen - besonders in der säkularen Welt, wo aber heutzutage "die Musik" spielt. Das sollte einem Kirchenmann eigentlich egal sein, denn er hat sich ja für ein Reich entschieden, das nicht von dieser Welt ist.
Doch "Wichtig sein", das wollen heute auch die Kirchenführer. Deshalb verkünden sie heute nicht mehr das Wort Gottes, sondern wollen lieber in der Politik mitmischen - und die Kirche auch zu einem Verein machen, der das tut, was der Politik gefällt. Wie sonst ist zu erklären, dass der Erzbischof von  München die Einführung einer "Planwirtschaft light" fordert - und das, nachdem er doch am 9. November noch so begeistert darüber war, dass die Mauer gefallen ist.

Jetzt ist der Herr Erzbischof schon seit 6 Jahren in Bayern und er kennt uns immer noch nicht. Ist das so schwer? Sozialismus mag ja dort en vogue sein, wo er herkommt ... man sieht's ja allenthalben, wie gerade NRW runtergewirtschaftet ist. Aber warum glaubt der Kardinal, er kann uns Bayern das als Erfolgsmodell verkaufen?
Na gut, er hat vielleicht den Auftrag, die Leute aus den Kirchen zu treiben und manchmal gelingt es ihm sogar:
Heute z.B. fand im Dom ein ökumenischer Fest-Dank-Gottesdienst statt, zur Erinnerung an das Ökumenismus-Dekret.  Wer alles dabei war, kann man hier nachlesen. Wer aber nicht dabei war, waren die Gläubigen, die normalerweise im Dom sind. Ich habe zu Beginn kurz in die Live-Übertragung geschaut und man konnte den Eindruck gewinnen, dass mehr Mitwirkende in den Dom einzogen, als Gottesdienstbesucher da waren.
Ökumene? Will offensichtlich in München kein Mensch - zumindest nicht in dieser Form....
Die wesentliche Aussage seiner Predigt findet man in diesem tweet:
Naja, ich als Fachfrau für Ökumene sehe das genau andersrum: "ökumenisch sein heißt katholisch sein.

Nach dem Gottesdienst fand übrigens ein Empfang für Presse und "engagierte Laien" statt. Es ist natürlich gut möglich, dass die gar nicht im Gottesdienst waren, sondern sich lieber gleich zum Empfang begeben haben, in der Hoffnung, dass das Fußvolk derweil die Kirchenbänke füllen würde. Nun - diesmal hat's nicht geklappt.
Und vielleicht lernt unsere Kirchenführung was daraus und fängt an, das Katholische wieder mehr in den Vordergrund zu stellen, anstatt sich immer mehr den Protestanten anzubiedern ..... Oder will sich der Kardinal etwa doch für Berlin empfehlen?



Kommentare:

  1. Deswegen machen sie ja wegen der wiederverheirateten Geschiedenen und ihrer Zulassung zur Kommunion so einen Druck, sie hoffen mit denen ( von denen sie glauben, daß sie dann in Scharen in die Kirchen strömen, und wieder Kirchensteuer bezahlen....) die sich ob ihrer pastoralen Kleingläubigkeit leerenden Kirchen füllen zu können.

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  2. Hattet ihr bislang etwa wirklich den Eindruck, der Kardinal würde sich für unser Bistum und seine Menschen interessieren? Der spielt doch in einer ganz anderen Liga. Menschen ohne Ministerrang sieht der doch gar nicht mehr an. Inzwischen kann die Ordinariatsmafia das Bistum zu tode verwalten...

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    1. Nö, das wissen im Bistum doch inzwischen zumindest die "Normalos", dass der Kardinal gedacht hat, München sei ein Sprungbrett ... und ich geb das nicht wieder, was so in den Kirchen geredet wird. Vielleicht denkt er, so ein Verhalten gäbe in Rom Pluspünktchen ....

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    2. Kirchenfreund22.11.14, 14:51

      Bayern ist ihm halt zu klein - er agiert, wie alle Preißn, die sich so toll und groß vorkommen und die Bayern nur als dumme Seppln begreifen.
      Der Kardinal hat jetzt Europa ins Visier genommen, denn es wird ja weder was mit Köln, und Rom wartet auch nicht auf ihn.
      Da gilt's noch ein paar Posten in Europa zu ergattern.
      http://www.erzbistum-muenchen.de/Page006352_27389.aspx

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