Dienstag, 16. Dezember 2014

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Weiter sagte Jesus: 

"Ein Mann hatte zwei Söhne.
12Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. 13Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. 14Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land und es ging ihm sehr schlecht. 15Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. 16Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. 17Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um. 18Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. 19Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. 20Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. 22Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an. 23Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. 24Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. 25Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. 26Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. 27Der Knecht antwortete:
Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. 28Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. 29Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. 30Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. 31Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. 32Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

Ja und jetzt habe ich mir das Evangelium 5 mal durchgelesen und ich habe die Stelle, wo der Sohn zum Vater sagt: "Danke Paps, für das gute Essen, aber jetzt will ich wieder hinausziehen zu den Dirnen und mein Leben genießen" und der Papa antwortet: "Ist gut, amüsier Dich Kind und wenn Du wieder Hunger hast, komm einfach heim. Du weißt ja, bei mir gibt's immer was Gutes".

Für Hinweise wäre ich dankbar, denn ich will ja gerne was dazulernen.

8 Kommentare:

  1. Ich habe es auch, allerdings nur 3 mal gelesen und bin immer wieder über die Stelle ganz am Anfang gestolpert wo es heißt:
    Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um. 18Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. 19Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. .........
    Das ist aber bestimmt eine vorkonziliare Leseart und in Wirklichkeit heißt der Text:
    Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um. 18Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen "Hey Alter, also das Leben ist ja echt cool und ich bin ja so Klasse nur mit dem Flocken das stimmt so nicht, aber du bist ja bekanntermaßen barmherzig und diese Langweiler von meinem ältesten Bruder, der weiß das Leben ja eh nicht zu genießen,d er traut sich ja noch nicht mal einen Ziegenbock zu nehmen, der doch ihm gehört und mit seinen Kumpels zu feten! ALso gib mir einfach noch sein Erbteil dazu!" und der Vater sprach "ja mein Sohn dein älterer Bruder ist eh so eine graue missgünstige Fledermaus. Hier mein Sohn, nimm seinen Teil auch noch und schick mir mal ne hübsche Postkarte, wenn du noch was brauchst!"

    AntwortenLöschen
  2. ..aber nicht, daß er bei einer weiteren Rückkehr ins väterliche Haus auf einer Bananenschale ausrutscht !

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Eben deshalb soll er ja in Zukunft nur eine Postkarte schreiben, weil es könnte ja sein, dass der böse, ältere Bruder aus lauter (unverständlichem?!?) Frust darüber dass der Schluri jetzt auch noch sein Erbteil verjubelt, dem einen Bananenschale in den Weg wirft und nicht auf den Verwalter hört, der das Bananeschalenwerfen als schlimmer als das Erbe des Bruders verjuxen tituliert.

      Löschen
    2. Also ihr versteht da was ganz falsch!
      Die Bananenschale will der Vater dem älteren Sohn hinlegen, sollte der auch nur den Hauch einer Kritik äußern, nachdem er auch dessen Erbteil an cool-brother verscherbelt hat...

      Löschen
    3. Ach ja wichtig ist:
      Ich bin es, Franz der Erste, der dies geschrieben hat!

      Löschen
  3. ach lustig, was ganz ähnliches hab ich auch gerade geschrieben. War aber vorher nicht hier, ischwör!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Eigentlich sollte man eine Blogozesen-Novela draus machen ... jeder schreibt eine Fortsetzung dieser unendlichen Geschichte ...

      Löschen
    2. Ich denke die Geschichte ist bei Geistbraus nun ganz ausführlich und richtig und abschließend beschrieben.
      Sehr gut!

      Löschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.