Montag, 22. Dezember 2014

Gender und die Realität

Vorhin habe ich mit meiner Tochter und ihrer Freundin Mathe gelernt.
Es ging schwierig, irgendwann einmal versuchte ich die Damen zu motivieren und sagte Verständnis suggerierend "Naja manchmal kann  man den römischen Soldaten, der den Archimedes  erstochen hat schon verstehen!"
Die Damen hatten noch nie was von Archimedes  gehört, und auf die Idee freiwillig über Kreise und Geraden nachzusinnen, kämen sie bestimmt nicht.
Ich versuchte die Wissenslücke zu füllen und erwähnte dabei gesprächsweise, dass in der Antike mal eine Mathematikerin von wildgewordenen, irregeleiteten Christen erschlagen worden wäre, weil diese der Ansicht waren, Frauen sollten nicht Mathematik treiben.
Ich erzählte das mit dem Subtext, "Ach schaut mal wie gut ihr es habt!"

Aber leider war die Reaktion nicht die der Solidarität mit der armen Frau, sondern ein echtes, aus der Tiefe kommendes Verständnis für die wildgewordenen.


Ein,  spontanes "Ach was waren das für gute Zeiten für Frauen!" war die Antwort.

Ich bin schier in Ohnmacht gefallen, weil ich das ja nun genau nicht die Reaktion war, die ich hervorrufen wollte.
Jedoch beim Nachdenken,  muss ich sagen, daran scheitert wohl vieles, dass man den Wissensdurst der normalen Leute einfach hoffnungslos überschätzt und weil es auf Weihnachten zugeht, wollen wir noch jemand dezidiert nichtkirchliches zu Wort kommen lassen, nämlich Erich Kästner in  seinem "Fliegenden Klassenzimmer",  wo es heißt
"Sankt Peter übertreibt entschieden, wir sind gar nicht so wissbegierig, den meisten wär´s auch viel zu schwierig und Dummheit, Petrus, macht zufrieden!"
Und ja an der Faulheit wird es wohl am Ende immer wieder scheitern, der Versuch den Menschen anders zu machen, als Gott ihn sich gedachte hat.
Man beachte das Label!

Und bevor jemand was Verkehrtes denkt, wir werden weiter Mathe lernen!

1 Kommentar:

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