Freitag, 19. Dezember 2014

Zur Lage der Nation, eine Adventsbetrachtung

Superpellicum schreibt anders als ich,  elsa schreibt anders als ich, auf Achse des Guten schreiben sie anders als ich, Geistbraus ebenfalls, aber alle versuchen sie, dieses merkwürdige Schweigen, diese seltsame Verlogenheit, die in  unserem Lande "west" um es altmodisch auszudrücken, aufzubrechen.

Dieses merkwürdige Schweigen z.B. angesichts der Taten des IS; dem man mit  Säbelrasseln gegenüber Russland, begegnet, wobei ich Putin bestimmt nicht, für einen Guten halte, auch nicht für einen Schlechten, ich halte ihn schlicht für einen Politiker.
Dann, ja es ist alles geschrieben, da behauptet der Westen, das Frauen und ihre Emanzipation von ihrer klassischen Rolle das nonplusultra seien, ein absolut zu verteidigender Wert, mit Zähnen und Klauen und die Kirche sekundiert mit der Aussicht, das dem echt auch so sei.
Und gleichzeitig behandeln Leute, vor den Augen der Öffentlichkeit, Frauen so, dass diese bestimmt froh wären, sich glücklich schätzen würden, wenn sie nur ne Ohrfeige kriegen würden wie das ungezogene Gör auf dem Altar des Kolner Doms, das aber prompt beleidigt und getroffen war, das sich aber nicht traut, gegen die wahre Versklavung der Frau zu protestieren.

Katholische Leute kommen sich eh schon länger vor wie im falschen Film und fühlen sich fremd und heimatlos, aber das freut die anderen, jedoch ist deren Freude nicht zu vergleichen mit der Freude über den, der umkehrt.

Ich muss ehrlich sagen, mir kommt in letzter Zeit oft ein russisches Märchen in den Sinn, von einem Land, das von einem großen und schrecklichen Riesen, der in einem Baum wohnt, geschützt wird.
Irgendwann einmal merken die Leute, dass der Riese nur der Wind im hohlen Baum war, überfallen das Land und vernichten es.
Mir kommen langsam all unsere Werte, die von Demokratie, Meinungsfreiheit, Denkfähigkeit, als Folge der allgemeinen Schulpflicht, der Wert der Solidargemeinschaft, der Wert der Gleichheit aller Menschen, der Wert des sich öffentlich Empörens, der Wert der Hilfsbereitschaft, der Wert des Diskurses, der Wert keine Denktabus zu akzeptieren, vor wie der Riese im Märchen.
Ich fürchte es kommt kein Kind, das sagt "der Kaiser ist nackt" es kommen andere, die sagen "das ist nur ein hohler Baum!"

Trotzdem gerade im Hinblick auf Weihnachten, sollte man das Dunkel der Zeit sehen, und getrost sein, dass doch das göttliche Kind kommen wird, das uns alle retten wird, aus Sünd und Tod, wenn wir denn gerettet werden wollen.


Man kann auf jeden Fall sagen, dieser Advent ist nicht so ein netter, kuscheliger, gemütlicher, sondern wenn man nicht ganz blind ist, und das unabhängig von der Einschätzung dieses oder jenes Vorgangs, muss man sagen, ja bitte, Gott komm herab zu uns. Oder wie meine Großmutter mich gelehrt hat zu beten.

Herr, hilf uns, sonst gehen wir zugrunde!

Ich denke es ist, Zeit, all diese Lieder, diese Adventslieder, ganz ernst zu nehmen.

Und wirklich zu flehen "tauet Himmel den Gerechten..." und nicht so zu tun als seien die bangen Nächte endgültig vorbei.

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