Sonntag, 18. Januar 2015

Des Pudels Kern, oder quod licet jovi, non licet bovi in Bezug auf den Islamismus

 

Gute und böse Islamophobie 
 Mir scheint, dass die Ereignisse der letzten Zeit uns lehren, eine gute und eine böse Islamophobie zu unterscheiden. Die gute Islamophobie besteht in der Verhöhnung des Islams durch Karikaturen, wie sie Charlie Hebdo praktiziert hat. Böse Islamophobie liegt dann vor, wenn Christen eine schleichende Islamisierung Europas befürchten. Die gute Islamophobie ist gut, weil sie von links kommt und alle Religionen verächtlich macht. Die böse Islamophobie ist böse, weil sie einen Unterschied zwischen den Religionen macht. Tolerant ist, wer alle Religionen für falsch hält. Intolerant ist, wer alle Religionen außer einer für falsch hält.

Der Text stammt von Pater E. Recktenwald von dessen "Portal zur katholischen Geisteswelt" von hier
und ist das treffendste, was mir bislang untergekommen ist, weswegen ich es einfach so zitiere,  Dank auch an die Kollegin Frischer Wind.



Für nicht Lateiner, das Quod licet jovi, non licet bovi hießt übersetzt: "was dem Jupiter erlaubt ist, ist noch lange nicht dem Ochsen erlaubt" und meint, dass die Mächtigen, Wichtigen, im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext eben die Guten, dürfen, was sie dem normalen Volk, den Ochsen, dem Plebs, den gesellschaftlich uncoolen, verbieten.
Das gilt auch, immer noch,  und besonderes heutzutage für das ned so amused sein, durch die langsame, aber stetige Umwandlung unserer Welt in eine, von  archaischen Vorstellungen geprägte Gesellschaft, die dominiert wird von einer Art der Relgionsauslegung, die jegliche Transzendenz vermissen lässt.

Prinzipiell glaube ich, dass der Islam der Transzendenz fähig ist, dass es möglich sei, dass der Islam selber anfängt die eigene Religion verstehen zu können, zu wollen, zu deuten und zu interpretieren, sprich Exegese und Theologie zu treiben.
Das wäre ein dialektischer Sprung, den das Christentum schon hinter sich gebracht hat und ja es hat dabei ne Menge Kollateralschäden gegeben und ich vermute mal einfach, dass der Islam weiß, dass es ihm bevorsteht und er sich dagegen wehrt, mit Zähnen und Klauen.

So leben wir im Grunde in spannenden Zeiten, wo scheinbar uns gerade unsere sichere Gewissheiten um die Ohren fliegen, wenn ich denke, vor einigen Wochen ging es noch um sozial freezing, um Gender und die Herr Professorin am der Leipziger Uni, das Adoptionsrecht für Homosexuelle wurde als Menschenrecht gefeiert und die Abtreibung als Frauenrecht und Fortschritt, fast wie ein Sakrament (im Sinne von Zusage des ewigen Heils)  zelebriert und plötzlich zittert die Nation vor Leuten die Ansichten haben, die man bei uns schon lange überwunden hat.

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