Freitag, 2. Januar 2015

Gaudium et spes, luctus et angor... Klartext von Elsa

Das berühmte Konzilsdokument  Gaudium et spes wird ja gerne zitiert, wenn aller möglicher Blödsinn gerechtfertigt werden soll, frei nach dem Motto, "Wir sollen ja den Leuten die Gaudi nicht mit moralinsaurem Zeigefinger, vermiesen!"
 Naja könnte man zynisch sagen, so isses halt. Haste echte Probleme, dann kannste lange warten, bis der Pfarrer kommt.

Dabei geht das Konzisldokument  weiter und lautet:

PROOEMIUM
1. De intima coniunctione Ecclesiae cum tota familia gentium.
Gaudium et spes, luctus et angor hominum huius temporis, pauperum praesertim et quorumvis afflictorum, gaudium sunt et spes, luctus et angor etiam Christi discipulorum, nihilque vere humanum invenitur, quod in corde eorum non resonet

auf Deutsch:

 VORWORT

1. Die engste Verbundenheit der Kirche mit der ganzen Menschheitsfamilie

Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.




So und nun gibt es Leute die fühlen sich bedroht, von der Veränderung unseres Vaterlandes hin zu einem islamisch geprägten Land, ob das nun realistisch ist, weiß ich nicht.

Was ich aber weiß ist, dass es fast unglaublich ist, wie unter den Augen der Weltöffentlichkeit Frauen versklavt werden, in und für eine Weise, die aus der wirren Phantasie eines gestörten Schreiberlings entsprungen zu sein scheint, und den kollektiven Aufschrei derjenigen hervorrufen müsste, die doch normalerweise sooooo sensibel sind, wenn es um Frauenrechte geht, so dass sie sich durch ein Ampelmännelein zutiefst verletzt fühlen. Und wenn man anfängt diese Frauen auszulachen, angeguckt wird, als haben man sie so behandelt wie der IS jezidische und christliche Frauen behandelt.

Aber Schweigen im Walde, einfach Schweigen!

Nun gibt es Leute die haben angefangen, schweigend zu demonstrieren, ihren Befürchtungen Ausdruck zu verleihen und die Kirche, der normalerweise nichts besseres einfällt, als mit jedem noch so durchgeknallten Idioten, je kirchenfeindlicher desdo besser, in den Dialog zu treten, die Kirche, die normalerweise bemüht ist in jedem, der ihr demonstrativ erklärt, dass er sie für blöd, rückständig und bigott hält, noch das Gute zu sehen und jeden, der das kritisiert das Christsein abspricht, weil so ein anonymer Christ irgendwie besser ist, als ein bekennender, oder so!
Selbige Kirche hat nun beschlossen, demonstrativ das Licht auszudrehen, weil mit Leuten, die das Abendland retten wollen, mit denen will die Kirche nun echt nix zu tun haben, das ist auf jeden Fall die Botschaft, die rüberkommt.

Elsa hat hier alles dazu gesagt was dazu zu sagen, ist und ich danke ihr für den Hinweis auf gaudium et spes, luctus et angor und auch katholon hat erhellendes geschrieben.

Bekanntlich ist die Welt nicht einfach gut und böse, also Ausländer gut, Deutsche böse bzw. rumgedreht, aber man nehme gefälligst mal zur Kenntnis dass der Investiturstreit schon lange entschieden ist und eine Kirche die wie eine Fahne vor sich herträgt auf der Seite der Schwachen und Ausgegrenzten zu stehen, denen eine Stimme zu geben, die keine haben und wie die frommen, netten Worthülsen sonst noch so lauten, eine solche Kirche macht sich unglaubwürdig, wenn sie nur auf der Seite derjenigen steht, die zwar so tun als seien sie die Underdogs in Wirklichkeit jedoch die gefeierten "femme fatals" der momentanen Zeit sind.


Während ich mir hier so vor mich hinschreiben, kam via Twitter ein Hinweis auf einen Artikel bei katholisch.de, der das Problem von einem anderen Ansatz her auf den Punkt bringt, hier unter der Überschrift "Kirche des heiligen Restes!"
Es  wird da die Frage gestellt welche der aktuellen Debatten denn von christlichem Gedankengut inspiriert geführt wird, und die Antwort gleich mitgeliefert, nämlich keine um dann lapidar festzustellen, dass selbst  "die Debatte um das christliche Abendland selbst, die wir im Moment führen, nicht in irgendeiner  Weise von aktuellen christlichen Denkern oder Gedanken beeinflusst wird."

Klar wenn die Kirche ihr Licht ausmacht und damit erklärt nicht da und zuständig zu sein, braucht sie hinterher nicht zu heulen, wenn mal wieder alles in Trümmern gefallen ist.

Hic Rhodos, hic salta! Gilt wohl auch in diesem Fall.



Keine Kommentare:

Kommentar posten

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.