Dienstag, 3. Februar 2015

Adabei - die Münchner Krankheit

... oder was für katholische Medien gestern besonders wichtig war.


Ach was war das gestern wieder schön. Zum letzten Mal leuchteten die Weihnachtsbäume zum Ende der Weihnachtszeit.
In vielen Münchner Kirchen (besonders in der Innenstadt) wurde gestern das Fest "Darstellung des Herrn" gefeiert, das inoffiziell immer noch "Maria Lichtmess" heißt.
Kerzenweihe, Lichterprozessionen und schöne feierliche Messen stehen für diesen Tag, der in München die Kirchen füllte.
Wieder mal war es für mich eine Riesenfreude, dabei sein zu dürfen.
Während wir in der Kirche beteten, gab es auf der anderen Seite der Innenstadt ein "Event", der auch irgendwas mit Licht zu tun hatte, aber uns jetzt was? sagen sollte.
Hier hatten sich mal wieder die Guten vereinigt, um wieder mal ein "Zeichen zu setzen" wem gegenüber? Mit Taschenlampen, Laserschwertern, Grablichtern und so weiter, wurde das "Anti-Lichtmess"-Fest gefeiert? Oder? Ja mei, vergnüglich war's sicher nicht. Es schneite, der Wind war kalt, und es könnte uns Katholiken ja auch eigentlich egal sein, wenn andere an unseren Hochfesten unsere Feiern nachahmen. Sollen sie ihren Spaß haben.

Doch - schon seit Tagen waren es ausgerechnet die Münchner Kirchennachrichten, die mit Dauergezwitscher auf diesen "Event" aufmerksam machten.
Das ist ungefähr so, als ob der Bischof den Leuten ein schönes "Hallo Wien" wünschen würden (naja kommt vielleicht noch).

Die ganzen Tage vor dem "Event" hatte ich also tweets mit Hinweisen auf die "Friedenskette" (so nannte sich das Spektakel) in meiner TL. Irgendwann stand dann ein längerer Artikel dazu in den Münchner Kirchennachrichten. Sollte das etwa ein Versuch sein, die Leute vom Besuch der Messe abzuhalten? Schließlich fanden zur gleichen Zeit in allen Kirchen die Heiligen Messen statt. In St. Peter herrschte kein Besuchermangel, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die anderen Innenstadtkirchen leer waren...

Das wird wohl auch der Grund sein, dass die Münchner Kirchennachrichten heute als Aufmacher auf den "tollen Erfolg" der Aktion "Friedenskette" hinwiesen. Es wundert mich dann auch nicht wirklich, dass über die Messfeiern zum Fest "Darstellung des Herrn" gar nicht berichtet wurde.
Wie man auf diversen Bildern (BR, SZ) sehen konnte, waren ja viele "engagierte Katholiken" auch lieber bei der Friedenskette dabei. Man ist ja schließlich so gerne wichtig und so gerne bei den den Guten.

Das Fernsehen war adabei und deshalb gibt's auch jetzt ein Video.



Da können wir ja nur hoffen, dass die Teilnehmer heute alle einen Blasiussegen ToGo empfangen, damit sie sich nicht ernsthaft verkühlen ..... denn einen anderen Effekt kann so eine zusätzliche "Beleuchtung" ja nicht haben. Wenn man mal guckt, wie der Herr aus seiner Perspektive Europa in der Nacht wahrnimmt:

Wir wissen ja ohnehin, dass Gebete wirken.





Keine Kommentare:

Kommentar posten

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.