Sonntag, 8. Februar 2015

Eines der wichtigeren Probleme der Kirche: ganz unbeabsichtigt erklärt

Heute morgen hat Mitbloggerin Damasus dankenswerterweise einen längeren Text von Rorate Caeli über die Papabile nach Johannes XXIII und die möglichen Folgen des  aktuellen Pontifikats,  übersetzt und veröffentlicht.
Neben allen Aus- und  Rückblicken in die Personalpolitik der Kirche findet sich in dem Text ganz nonchalant der Satz, der das aktuelle Drama, in dem wir stecken, schlagartig beleuchte, nämlich der hier:

Diesem großen Vertreter des "asiatischen theologischen Denkens" ist gerade die Ehre des Besuches des Papstes in Manila zuteil geworden, wo der vor einem Publikum von Millionen von Gläubigen zelebrierte.

So, so der Papst hat die Messe vor einem Publikum zelebriert so, so!


So, so über 50 Jahre nach dem fast euphorisch bis hysterisch eingeführten Prinzip der participio actuosa, die doch angeblich die vorherige Absitzerei der Messe ersetzen solle und angeblich  soooooo klasse und wichtig und erwünscht ist, und die dazu geführt hat, dass gerade Kommunionkinder in der Kirche herumlabern, herumkaspern und alle mögliche Aktionen ausführen, gerne auch unter Einbeziehung anwesender Erwachsenen, so dass man sich mehr in einer etwas seltsamen Gruppenstunde fühlt, denn in der Kirche, und die solcherart an die "heiligen Geheimnisse" herangeführten Kinder, dann bei der dritt Kommunion, wo sie eben nicht im Kreis stehen und die Gemeindereferentin das Zeichen "Essen" macht, sprich die Choreografie nicht mehr speziell auf die Kinder ausgerichtet ist, nicht mehr wissen, was mit der gewandelten Hostie anfangen und selbige unter Kichern dem Banknachbarn zeigen, der auch nicht mehr weiß, was man  damit soll und  wer das ist, und deshalb rät, in die Hosentasche zu stecken, bzw unter die Bank zu kleben.
(Ich habe das schon zu oft erlebt, wobei ich dann immer den Zerberus vom Dienst spiele, hingeh und "Essen" brumme, um da an bedauernswerte Einzelfälle zu glauben)
Also nach über 50 Jahren lässt sich die Tatsachen nicht verhehlen, dass gerade diese Massenmessen, vor einem Publikum stattfinden und von daher, immer noch fragwürdig sind, wie es vor über 50 Jahren in der Vorbereitung auf den eucharistischen Kongress in München (1960) diskutiert wurde.
 Damals waren wichtige Leute der Ansicht, Messen mit Massen geht nicht wirklich.
Und dich muss sagen, nachdem ich ein einziges Mal bei einer kleineren Massenmesse war, finde ich diese Leute hatten recht.
Mir ist dabei auf jeden Fall unwohl, auch wenn es mich damals in Freiburg (Benedikt) absolut fasziniert hat, wie nach der Wandlung ca 100.000 Menschen kurz davor waren in anbetenden Stille zu versinken, – bis der blöde Chor sein blödes Lied geträllert hat :-(

Man müsste das anders machen, ganz anders.
Auch Kardinal Meisner stellte nach einem WJT mal fest, wenn man dann die Wäschekörbe voll konsekrierter Hostien sieht, fällt es schwer an die Realpräsenz zu glauben.
Aber vielleicht glaubt ja kaum einer noch an die Realpräsenz und deshalb “läuft” das mit den Massenmessen so.

Um noch mal auf den eucharistischen Kongress im München 1960 zu kommen, man hatte auch vorher eucharistische Kongresse mit vielen Leuten,. aber der Hauptfokus bei diesen war die Anbetung  der Vielen.
Man sollte vielleicht mehr anbeten, nur so eine Idee!

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