Donnerstag, 26. Februar 2015

Gültigkeit der Sakramente? oder langsam ribbelt sich das Gewebe auf

man kennt das ja mit den runtergefallenen Strickmaschen, die immer weiter runterfallen und die ganze Strickerei, wenn man sie nicht rechtzeitig wieder hochhäkelt, ruinieren.

Eine solche runtergefallene Strickmasche ist die schon lange praktizierte katholische Scheidung, die jedoch nicht so heißt, sondern Annullierung genannt wird.
Nochmal: es gibt und gab Ehen, die annulliert werden müssen, weil sie christlich gesehen ungültig sind, so wenn  einer, der katholisch verheiratet ist, sein Land verlässt, woanders hingeht und dort, unter Verschweigung der ersten Ehe, nochmal katholisch heiratet, da ist die 2. Ehe klar ungültig (auf jeden Fall bis gestern, aber dazu kommen wir noch)
Es gibt noch einige andere denkbaren und wohl auch dem Herrn sei's geklagt, real vorkommende Fälle wo eine formal gültig geschlossene Ehe annulliert werden muss, und zwar nicht, weil man was besseres gefunden hat, oder so, sondern weil es sein muss, die Ehe des Herodes und der Herodias sind ein solches Beispiel und auch die Ehe des fränkischen Herzogs Gozbert mit der Witwe seines Bruders musste annulliert werden, beide Fälle brachten denen, die darauf hinwiesen, den Tod.

Man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, als  ginge es bei der ausufernden Annulliererei, die ja nach dem Willen Papst Franziskus noch beschleunigt werden soll, gar nicht um solche spezialgelagerten Sonderfälle, sondern einfach um die Eheunfähigkeit, die man ja jedem bescheinigen kann, der nicht gerade alt, lebenserfahren und abgeklärt ist.
Also als würde ein riesiges Tamtam gemacht, um die Leute dann doch zu scheiden.


Richtig ist, dass auch einer der Annulierungsgründe und zwar ein richtiger, der nicht ausgeübt werden dürfende Zwang ist, also klar: man kann nicht jemanden mit roher Gewalt zwingen, wen zu heiraten, das ist dann klar ungültig.
Nur und da sind wir beim Punkt, es gibt auch anderen Zwang und ich habe es schon mehrmals gehört, dass Ehen annulliert worden sind, weil die annullierungswillige Frau argumentierte, der damalige heiratswillige Mann habe sie überredet, ihn zu heiraten und damit Zwang ausgeübt.
Ja mei. wie gesagt man hat das Gefühl annulliert wird alles.

Nur scheint man in Rom doch zu sehen, dass da was schief läuft und anstatt die Masche hochzuhäkeln, hat man ein bisschen am Gewebe gezogen und sieh da, die Masche fällt schon weiter.
Man überlegt also, sich die ganze Annulliererei zu sparen und einfach die 2ten Ehen anzuerkennen, was ja das Thema bei der vergangenen Synode war und auch die zukünftige bestimmen wird.

Kla,r was ist das schon, wenn man vor Gott und den Menschen verspricht, treu zu sein, bis dass der Tod euch scheidet, wenn es schwierig wird, dann soll der,  der schwierig ist und verlassen wird, sich nicht so anstellen, sondern ein bisschen Musike hören und für den anderen, das verstehen wir schon, dass der es halt nochmal probieren will und deshalb lassen wir ihn morgen zur Kommunion zu (komisch dass keiner von der Beichte redet, die ja auch ein Sakrament ist) und übermorgen verheiraten wir ihn dann auch wieder.

Im neuesten Konradsblatt findet sich ein Leserbrief, nein nicht zum Thema Ehe, sondern zum Thema Taufe und  zwar speziell zum Thema Kindertaufe.
Zunächst wird arrogant festgestellt, dass man das eingeführt hätte wegen der Lehre von der Erbsünde (ist die abgeschafft?  gibt es die nicht mehr? habe ich da was verpasst? leben wir schon in der Welt der Erlösten?) und wegen der hohen Kindersterblichkeit, aber führt der Schreiber weiter aus, heutzutage wäre Kindertaufe  Zwangstaufe ohne Einverständnis', und deshalb ungültig, weil- auch jetzt zitiere ich wörtlich- "eine sakramental geschlossene Ehe wäre unter den gleichen Gegebenheiten ungültig"

Ja und genau so ist es, und damit ist die Masche noch mal ne Reihe runtergefallen, und wenn man nicht langsam mal in die Gänge kommt, sind die Bischöfe am Ende der kommenden Synode nur noch bunte Lachplatten, weil dann auch die anderen Sakramente genauso gesehen werden und auch ihre eigene Existenz; weil das Sein der Bischöfe ist dazu gut, die Sakramente zu verwalten und auszuspenden.
Nur wenn die alle nicht wirklich gültig sind, oder nur solange gültig sind, wie ich das will und wenn ich nicht mehr will, dann auch nicht mehr gelten, ja dann brauch ich doch gar keine Kirche mehr, oder?

Auf jeden Fall sah der noch unheilige Augustinus gerade die Sache mit der Taufe so ähnlich wie unser Leserbriefsschreiber, und es geschah, dass einer seiner Kumpels krank wurde und dann getauft wurde, weil man dachte "Okay wir wollen seine Seele retten!" der Kranke genas wundersamer weise und der Augustinus besuchte dern Reconvaleszenten, um mit ihm über diese Taufe, die am Einverständnislosen, der noch nicht mal was davon mitgekriegt hatte, vollzogen wurde, abzulästern.
Wie erstaunt war er, als der Freund es ihm verbat, darüber zu lästern.

Hier das Zitat aus den Bekenntnissen:
 In jenem Jahre, wo ich in meiner Vaterstadt zu lehren begonnen hatte, hatte ich mir auch einen Freund erworben, der mir durch die gleiche Richtung seiner Studien sehr lieb war und gleich mir in der Blüte der Jugend stand. Er war mit mir als Knabe aufgewachsen, mein Schul- und Spielkamerad war er gewesen. Dessenungeachtet war unser Verhältnis doch nicht so ausgebildet, wie es die wahre Freundschaft verlangt, die nur die wahre sein kann, wenn du die dir anhangenden Seelen vereinst in der Liebe, die in unseren Herzen durch den heiligen Geist ausgegossen ist, der uns verliehen. Dennoch aber war sie so süß, seit sie uns durch glühenden Eifer in gleichem Studium gleichsam zusammengeschweißt hatte. Vom wahren Glauben hinweg, der in dem Jüngling noch nicht feste Wurzeln geschlagen hatte, von dem er noch nicht ganz durchdrungen war, verführte ich ihn abseits zu jenen abergläubischen undverderblichen Irrlehren, um welcher willen meine Mutter mich beweinte. Schon irrte er mit mir im Geiste und meine Seele konnte nicht ohne ihn leben. Aber siehe, du, mein Gott, der du verfolgst, die dich fliehen, du Gott, des die Rache ist und der du zugleich bist der Quell der Barmherzigkeit, der du uns bekehrest zu dir auf oft wundervolle Weise, siehe, du nahmst ihn hinweg aus diesem Leben, da unsere Freundschaft kaum ein Jahr gewährt hatte, sie, die mir so süß war über alle Wonnen meines Lebens.

Wer kann deine großen Taten aufzählen, die er an sich allein nur erfahren? Was tatest du damals, mein Gott, und wie unergründlich ist die Tiefe deiner Gerichte? Lange lag er im Fieber, ohne Bewußtsein, schon im Todesschweiß. Und da man die Hoffnung aufgab, so ward er getauft, bewußtlos wie er war, ohne daß ich mich darum bekümmerte, der ich voraussetzte, daß das. was er von mir empfangen, sein Leben eher zu erhalten vermöchte, als was ohne sein Wissen an ihm geschah. Ganz anders aber ist es gekommen, er erholte sich und ward gesund. Sobald ich aber mit ihm sprechen konnte, ob er in den Spott über die Taufe, die er bewußtlos empfangen hatte, von deren Empfang er aber unterrichtet war, mit einstimmen würde, da entsetzte er sich vor mir wie vor einem Feinde und ermahnte mich mit wundersam heftigem Freimut, solcher Reden mich zu enthalten, wenn ich sein Freund sein wolle. Wohl war ich betroffen und in Verwirrung gebracht, aber ich hielt meine Gemütsbewegung zurück, auf daß er baldigst genese, um mit Wiedererlangung seiner Kräfte geeignet zu sein zur Besprechung dessen, was ich im Sinne hatte. Da aber entrissest du ihn meiner Torheit, auf daß er bewahrt bliebe bei dir zu meinem Troste. Nach wenigen Tagen wiederholte sich das Fieber und er verschied, da ich gerade abwesend war.

man kann es drehen und wenden wie man will, aber entweder glaube ich, dass Gott in seinen Sakramenten wirkt, dann ist bei aller Ausspendung zu beachten, dass das Sakrament Gabe und Aufgabe ist,  und deshalb eine gewisse Arkandisziplin zu beachten, und gleichzeitig die Liebe Gottes zu sehen, die auch dafür sorgt, dass der Mensch, so er denn will, sich des gespendeten Sakramentes würdig erweist, oder ich glaube nciht, dann wäre es aber, wenn ich denn Würdenträger der Kirche bin, ehrlicher, sich einen vernünftigen Job zu suchen.

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