Samstag, 28. Februar 2015

Mündige Christen? oder sind Kardinäle keine solche, weil ihr Briefeingang zensiert wird?

Also ältere Leute, die als sie noch jünger waren, in Klosterschulen untergebracht waren, erzählen oft erschröckliche Geschichten, insbesondere auch von wegen der Kontroleritis, die geherrscht hat.
Besonders tobte sich die Kontrolerits bei den Briefen, aus, da wurden ein aus und eingehenden gelesen...
Ich habe gehört auch bei Strafgefangenen sei das heute auch noch so und ja, wenn plötzlich für den gerade ins Teenageralter gekommenen Sohn plötzlich Post mit seltsamen Absender käme, ja das würde ich auch öffnen und nachschauen, auch und weil man immer wieder von Mobbingfällen übelster Art hört und eben um auch eine gewisse Kontrolle zu haben, was los ist.
Wobei ich da zumindest kein gutes Gefühl hätte und das dann auch kommunizieren würde "Hör mal, kam mir komisch vor", "sorry" oder auch "was ist los?"  je nachdem was es für Post war.
Wobei auch das heutzutage Schnee von vorgestern ist, weil mit dem Internet ist das so eine Sache, aber das führt jetzt hier zu weit

Die Nonnen von früher, oder die überbesorgten Mütter von heute, haben aber, auch wenn das die Betroffenen nicht so sehen, immer das Argument der Fürsorgepflicht, der Pflicht und dem Willen den Schützling vor schlechter Literatur, bösen Einflüssen und dergleichen zu beschützen, auf ihrer Seite, auch wenn es früher oft echt übertrieben war.


Ich erinnere mich noch, dass für meine Eltern harmlose Donald Duck Comics was ganz suspektes waren, und als wir älter wurden, bekamen wir zunächst verboten die Asterix Comics zu lesen, das ging solange bis die elterliche Inquisition eines, der ins Haus geschmuggelten, Asterix Heftlein fand, und wir sauer waren, den Beweis forderten, warum das Schund und Schrot wäre und mein Vater  anfing zu lesen und  sich vor Lachen zu kringelte, was zur Folge hatte, dass man das mit den Comics lockerer sah......

Also fassen wir zusammen es ist zwar von der Sache her fragwürdig, aber wenn es um Schutzbefohlene geht, so ist schon irgendwie eine gewisse Kontrolle der Lektüre nicht verkehrt, aber man sollte das so tun, das man das kommuniziert und erklärt.
In früheren Zeiten, sah  man das jedoch noch strenger und unterschied einfach zwischen den unmündigen, die man schützen musste und das tat mit einem kategorischen "ich weiß was für dich gut ist und erwarte von dir, dass du mir dafür dankbar bist" das war zwar in der Welt nicht anders, aber dass die Kirche das auch so gesehen hat, das weiß man noch.

Auf jeden Fall der frühere Index der verbotenen Bücher, entsprang einer solchen Sorge, wurde allerdings mit dem 2. Vatikanum abgeschafft, weil man  der Ansicht war, dass der mündige Christ in der Lage sei,. selber herauszufinden was gut für ihn sei und nicht gegängelt werden müsse.

Nur man kann es nun auch wieder drehen und wenden wie man will, Kardinäle zählen nunmal zu den Fürsten der Kirche, sozusagen zu den Obermündigen und nicht zu den vor Schundliteratur zu schützenden unmündigen Kinderlein.

Trotzdem hat man, wer immer man ist, gemeint die Kardinäle schützen zu müssen, und zwar vor einem Werk ihrer Mitkardinäle indem die genau nicht in dieses Horn stießen, sondern die klassische Lehre der Kirche darstellten.

Um es mal mit Obelix zu formulieren "Die spinnen doch die Römer!"

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