Mittwoch, 18. Februar 2015

Seltsamer Aschermittwochsspruch aus hochwürdigem Mund

Also eben grad waren wir vor Ort mal wieder in der Messe und ja wie soll ich sagen, lassen wir das einfach, dass durchgehend die Rede davon war, dass man nichts zu büßen hätte, alles  Freude und Friede und überhaupt, ja und diese seltsamen Fürbitten, die lassen wir auch mal besser weg, aber den Oberknüller fand ich den Spruch beim Austeilen der Asche, lautet der doch traditionell
"Bedenke o Mensch,  dass du Staub bist und wieder  zum Staub zurückkehren musst"
wo wurde da vor Ort flugs ein
"Bedenke, ohne Gott wärest du Staub und müsstest  zum Staub zurück!"

Okay man kann das durchaus "retten" weil nämlich ohne Gott gäbe es den Menschen gar nicht, er wäre in der Tat immer noch Ackerboden, nur den zweiten Teil, ich finde das wird schon schwieriger, man kann natürlich argumentieren, dass der Mensch in und durch Christus nicht dauerhaft Staub bleibt, sondern auferweckt wird.
Aber  ich erinnere mich an einen Gesprächskreis, wo oben erwähnter  Pfarrer auch mal voller Überzeugung sagte.
"Also das ist Unfug, dass der Mensch wieder zu Staub wird, seit Christus ist das anders"
Da meldete sich einer von den Teilnehmern, stellte sich vor und sagte
"Ich arbeite auf dem Friedhof, also so stimmt das nicht Herr Pfarrer: Alle werden wieder zu Staub, auch die Christen!"



Irgendwie scheint das Zeugnis nicht bei dem Pfarrer angekommen zu sein.
Und nicht zum ersten Mal frage ich mich, was mit diesen Leuten los ist, weil dass diese Welt kein Paradies ist, das liest man jeden Tag in der Zeitung.
Nur warum lügen die dann so dreist, in dem sie der staunenden Gemeinde weismachen wollen, dass die Welt doch schon ein solches ist, und alles was zur gefallenen Natur gehört seit Christus sich irgendwie verflüchtigt hat, was gegen den aktuellen Befund ist.
Befremdlich fand ich dann auch das (wohl gestrickte ) Hochgebet, wo dann wiederum beklagt wird, dass der Mensch gesündigt habe, (dort im Paradies) und die Schöpfung mit ins Verderben gerissen habe, der Böse und wie konnte er nur, dass er sich selber ins Verderben gerissen hat, geschenkt! aber die Schöpfung, nein sowas!
Dabei ist die Schöpfung auf den Menschen hin geschaffen und wird am Ende der Tage nicht mehr sein, "die Elemente werden prasselnd im Feuer vergehen" schreibt Petrus in seiner 2. Enzyklika, und der alte Himmel und die alte Erde werden nicht  mehr sein, erklärt uns der Evangelist Johannes.
Aber der Mensch, der wird dann immer noch sein, entweder im Himmel oder in der Gottferne (Hölle nannte man das früher), aber egal wo, er wird sein.
Aber all das, was einem gemeinhin so wichtig erscheint, das wird zu Staub zurückmüssen,  memento mori, (bedenke, dass du sterblich bist), das sagten schon die alten Heiden, um dem Menschen vor dem Hochmut zu bewahren. Sollte die Kirche auch tun.
Nur so mal ne Überlegung



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