Montag, 23. Februar 2015

Wie das so ist mit der Nichtmisson, nur so ein paar Gedanken

Daß man sich auch katholischerseits mittlerweile für alle Missionare schämt, finde ich fast witzig.
Man möge sich mal vorstellen, wie das Leben bei uns so wäre, wenn es keine christlichen Missionare gegeben hätte,
Man, stünde als taffer, junger, wohlgewachsener Mann, immer in der Gefahr als “Menschenopfer der Gaja dargebracht zu werden" , oder als Kriegsgefangener auf einem Stein geschlachtet zu werden, um mittels der Richtung, die das Blut nimmt, den Weg zu weisen”, wenn ich das richtig verstehe und auch auf jeden Fall beständig Angst haben zu müssen, einen Baum-, Wasser- und sonstwas Geist zu beleidigen, und eben, was das Schlimmste ist, mit seiner Frage nach Wahrheit (die die Frage nach Gott ist) keine echte Antwort zu bekommen.
Auch unfruchtbare Frauen und nicht mehr so potente Fürsten, lebten mit der Angst beseitigt zu werden  und was so ein echtes Heidentum an Schrecken sonst noch zu bieten hat.
Nachdem das Christentum hier bei uns dann doch Fuß gefasst hat, und die Idee der Gottesebenbildlichkeit aller Menschen sich langsam, zu langsam, durchsetzte, finden wir uns nun in der fast absurden Situation, dass man denkt, das das christliche  Menschenbild, das selbstverständliche, einklagbare  Recht auf das soziale Tun, wenn man in Schwierigkeiten gerät, das Recht auf Gesundheit (soweit medizinisch möglich, schon klar) , und drgl mehr, von Anfang an da gewesen wäre und mancherorts versteigt man sich zu dem Denken, dass das Christentum  die vorherige gute, nette, freundliche, soziale, freiheitliche, hilfsbereite, edle und was weiß ich noch alles heidnische Welt zerstört habe.
Etwas merkwürdig ist, das auch Christen sich nicht  als Leute, die an Christus (‚Es führt kein anderer Weg zum Vater außer über mich‘) glauben, verstehen, sondern als so’ne universale Gutmenschenvereinigung,


die für die anderen Idioten (aber das darf man nicht sagen), die so doof sind, an etwas Höheres zu glauben, den Rahmen bereiten, und aufpassen, daß die brav sind und man hofft auch deren Religiosität so einer reinen Brauchtumsveranstaltung und Nettigkeitsvereinigung herunterzubrechen, wie man es mit der eigenen gemacht hat.
Von daher stört jeder, der die Frage nach der Wahrheit stellt und das sola scriptura Prinzip echt anwendet, indem er die Schrift liest.
Auch das ist in der Tat ein überkonfessionelles Problem, aber eines über das auch nicht geredet wird.
Das andere: Immer wenn ich mitkriege, was hardcore Protestanten (meine das jetzt mal durchaus positiv) über die katholischen Spezifika wie Maria, Reliquien, Heilige, Segen und drgl. so verbraten, dann frage ich mich ernsthaftestens, was die eigentlich so machen bei ihren ökumenischen Religionsgesprächen?
Denn die Unkenntnis auf protestantischer Seite ist haarsträubend, keine Ahnung hat man davon, daß, um einem Ablaß zu gewinnen, der Betreffende im Stand der Gnade sein muß (d.h., frei von jeglicher Anhänglichkeit an jegliche, auch lässliche Sünde, davor gebeichtet, zur Kommunion gegangen und gebetet haben, als Formalie), keine Ahnung, daß wir Maria als Geschöpf ehren, das erlöst wurde, wie wir alle erlöst werden müssen …
Als mir das zum ersten Mal begegnete, der Vorwurf “Ihr macht Maria zur Göttin” dachte ich, es handle sich um eine Provokation gegen mich, so schockiert war ich.
Aber ich habe feststellen müssen, man redet ökumenisch einfach wachsweich daher, versteht sich und läßt die Knackpunkte einfach- seit einem halben Jahrhundert!- außen vor.
Das finde ich unredlich, hochgradig unredlich.
Von daher mag ich so Leute wie Latzel, weil man dann überhaupt anfangen kann, zu klären, zu erklären, aber das tun ja seine eigenen Leute auch nicht.
Übrigens nur so ganz nebenbei, man hört ja immer wieder, wenn es um das 6. Gebot geht, man möge sich da nicht so anstellen, das sei ja schließlich erst das 6. (im Sinne von nachrangig) Gebot, nicht das erste.
Nur das erste lautet “Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine fremden Götter neben dir haben!”
Man solle an den theologischen Fakultäten mal ein bißchen Grundlagen machen, wäre bestimmt hilfreich!

Ach ja und wenn wir grad beim Thema sind, gestern in den Nachrichten wurde die Fastenaktion der deutschen Kirchen vorgestellt, es ging nicht um unsere unter dem IS und sonstigen islamistischen Terror leidenden Brüder und Schwestern, Nichten und Neffen, nein. um das Klima, dazu fällt mir langsam nichts mehr ein, außer:
Warte übrigens auf die Ächtung des Heiligen Bonifatius und des Heiligen Martins, weil ersterer die Donareiche und zweiterer Götzentempel zerstört hat.
Ich habe mal gehört, dass neuernannte Bischöfe zuerst einen Kurs in Rom absolvieren, wo sie Bischofsein lernen, bisschen Kirchenrecht, und bisschen Liturgie und so.
Eine Vorlage der Essentials sprich der 10 Gebote, deren erstes lautet "Du sollst keine fremden Götter neben mir haben," scheint mir in dem Kurs echt zu fehlen!

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