Sonntag, 15. März 2015

Laetare Jerusalem

Oh, war das ein Fest an diesem Sonntag! Wir feierten den Sonntag Laetare in unserer Stadtpfarrkirche St. Peter. Ein Fest für alle Sinne war dieser Festtag und ich konnte mich einmal mehr ganz in diese Messfeier "fallenlassen". "Freude" war das Thema der Predigt, "Freude, die von innen kommt" und die wir auch an einem Sonntag nach der Hälfte der Fastenzeit haben dürfen, Vorfreude auf das kommende Osterfest - das Fest der Auferstehung. Die "Missa quadragesimalis" von Caspar Ett wurde genau für diese Festtag Laetare komponiert und wird auch in einigen Münchner Kirchen an diesem Sonntag gesungen. Das besonders feierliche "Laetare Jerusalem", das den Einzug begleitet öffnet das Herz und die Sinne für die Begegnung mit dem Herrn und ich habe diese innere Freude aus der Kirche mit hinein in den Restsonntag genommen. Schade, dass es von dieser Ett-Messe keine Videos gibt - aber man könnte die Stimmung auch mit einem YouTube Video nicht so gut vermitteln.

So fuhr ich denn nach Hause und nach dem Checken meiner twitter TL lernte ich, dass heute Papstsonntag ist. Darüber konnte man in den letzten Tagen gar nix lesen. Schade, dachte ich und sah auf der Website des Erzbistums nach. Ich erinnerte mich, dass es zu Zeiten Benedikts immer ein abendliches Pontifikalamt zur Feier des Papstsonntages gab, mit anschließendem Empfang der päpstlichen Familie. Vor drei Jahren hatte ich darüber einen Bericht für unseren Blog verfasst. Leider steht der verlinkte Predigttext zu diesem Anlass nicht mehr Online. Und ich habe ihn auch im Pressearchiv des Erzbistums nicht gefunden.
Da wollte wohl jemand Spuren verwischen. Und das motiviert mich jetzt richtig, die Rede von Kardinal Marx anlässlich der Geburtstagsfeier von Papst Benedikt in Castel Gandolfo doch noch auf YouTube hochzuladen. Bisher habe ich mich zurückhalten, weil ich gedacht habe, das glaubt einem ja kein Mensch, dass seine Eminenz mal so geredet hat.

Zurück zum heutigen Papstsonntag: Es gab kein Pontifikalamt am Abend, sondern die Feier zum Papstsonntag wurde in den sonntäglichen Hauptgottesdienst integriert. So ändern sich die Zeiten. Was der Kardinal heute gepredigt hat, kann man hier in einer Zusammenfassung auf der Website des Erzbistums nachlesen, interessant ist vor allem das hier:

„Der Papst weiß, dass er nicht alle Erwartungen erfüllen kann und darf – er ist das Fundament der Einheit der Kirche.“
 „Diese Einmütigkeit gilt es auch bei Auseinandersetzungen zu wahren“, mahnte Marx. Anstatt Tendenzen in der Kirche zur „Lagerbildung“ zu folgen, „müssen wir im Miteinander bleiben der einen Kirche“.

Wir fragen uns jetzt natürlich zu recht, ob das Thema "Wir sind keine Filiale Roms" damit schon wieder ad acta gelegt wurde - gab's dazu vielleicht ein paar "böse Blicke" aus Rom? Oder hat der Kardinal für jeden Anlass eine neue Meinung? Die nächsten Wochen werden es zeigen und wir werden die Aussagen des Kardinals entsprechend verfolgen. Nie war es so spannend in unserer Kirche. Gut, dass Kardinal Cordes mit seinen Aussagen am Freitag gezeigt hat, was in unserer Kirche am meisten zählt. Bleiben wir also gelassen!

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