Donnerstag, 7. Mai 2015

Rocklängen, geänderte Diskussionsgrundlagen und die Offenbarung des Johannes

Also neulich war es ziemlich heiß und Fräulein Tochter beschloss, sich entsprechend anzuziehen, was auf ein Outfit hinauslief, welches ich üblicherweise kommentiere mit "Hey du hast vergessen etwas über deine Unterwäsche zu ziehen" oder mit "Naja für das Geld hätte es schon mehr Stoff sein sollen!"
Gut, ich habe diese ganzen Diskussionen schon mit ihrer älteren Schwester gehabt und ab und an fällt mir ein, dass meine eigene Mutter selbige schon mit mir gehabt hat.
Neu an der Sache ist, dass das schon von mir seinerzeit in die Diskussion geworfene Argument "Aber niemand hat Röcke bis übers Knie...., alle haben im Sommer Shorts an....., alle tragen ärmellos......" usw., definitiv nicht mehr stimmt.

Ich bin neuerdings, aus diversen Gründen, öfter mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs und zwar ausgerechnet dann, wenn die Schüler auch unterwegs sind.
Ich beobachte immer mehr, dass immer mehr kleine Mädchen sowas von dermaßen vermummelt herumlaufen, dass ich im Grunde fassungslos davor stehe.
Viele Frauen laufen, von der Ausstrahlung her  freiwillig und stolz,  herum, wie es gestandene katholische Ordensschwestern nach dem Konzil als unzumutbar betrachteten, weswegen es mittlerweile so ist, dass die durchschnittliche, strenge Muslima verhüllter ist, als die druchschnittliche katholische Ordensfrau.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, aber es fällt mir auf.
Manchmal wenn ich meine 5 Minuten habe, versuche ist zu verstehen, und lese in der Bibel herum, immer wieder lande ich dann bei der Offenbarung des Johannes und denke mir, dass die Sendschreiben an die Gemeinden, für alle Gemeinden gelten, auch für uns.
Dann lässt es sich nicht leugnen, dass wir wohl viel mit der Gemeinde von Laodizea gemeinsam haben von der es heißt:

An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß!
Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.
17Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend und nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt.
Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider und zieh sie an, damit du nicht nackt dastehst und dich schämen musst; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst.
Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst und kehr um!
Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.
Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. 

Ich denke, das ist es wohl, es trifft und passt, leider wie die berühmte Faust auf´s Auge und ja nackt sind wir geworden, stolz drauf, jammern rum über Schilder, dass man nicht in kurzen Shorts und ärmellos in den Petersdom darf, und halten von Zucht nun mal gar nichts und jeden der darauf hinweist, den trifft das Totschlagwort unbarmherzig zu sein.
Wie man das mit der Schrift in Einklang bringen kann, erschließt sich mir nicht, aber das ist nicht mein Problem.
Manchmal fürchte ich, dass wir dem lieben Gott schon so egal geworden sind, weil wir sündigen und sündigen, die Kirche rennt mit hochgerafften Röcken (s.o) und ausgezogener Soutane dem Zeitgeist von neulich hinterher, und begreift nicht, dass der sich schon längst wieder wandelt, dass all diese Genderisten und "Abtreibung ist Menschenrecht" und "Sünde wieder das 6. Gebot ist Gott wohlgefällig", das versteht der schon, und soweiter ......dass all diese Leute zwar das Sagen haben, aber nicht mehr bei den Leuten damit ankommen.
So wäre es eigentlich eine Gnade, wenn der HERR dafür sorgen würde, dass wir auf die Schnauze fallen, bevor das Schifflein Kirche in Deutschland am Wasserfall zerschellt, wie es hier gezeichnet wurde.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.