Donnerstag, 30. Juli 2015

Dem Himmel ein Stück näher:

Ein Priester aus Nigeria feiert seine erste heilige Bergmesse auf dem Karwendel.




Die Besucher freut's, wie man sieht und es ist wirklich eine schöne Stimmung dort, wenn man Gott noch ein paar Meter weiter entgegengekommen ist.

Einfach nur schön!

Und dass dieser junge Priester einer großen Tradition folgt, sieht man an diesem Foto, wo der junge Priester Josef Ratzinger eine Bergmesse feiert. So verkehrt kann's also nicht gewesen sein, denn es ist ja danach noch was aus ihm geworden.

13 Kommentare:

  1. Warum man ohne Not, d.h. ohne zwingende Umstände, eine Messe außerhalb der Kirche feiert, erschließt sich mir nicht.
    Die pure Lust, mal was anderes zu machen, ist ja wohl kein hinreichender Grund.

    »Can. 932 — § 1. Die Feier der Eucharistie ist an einem geheiligten Ort zu vollziehen, wenn nicht in einem besonderen Fall zwingende Umstände etwas anderes erfordern; in diesem Fall muß die Feier an einem geziemenden Ort stattfinden.«

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Bergmessen haben in Bayern eine große Tradition und werden den Sommer über auf vielen Gipfeln gefeiert. Man pilgert nach oben aus dem Tal und dann wird dort die Messe gefeiert. Auf dem Wendelstein gibt es sogar eine Kirche, die aber meistens zu klein ist und deshalb wird auch meistens draußen gefeiert. Durch das Aufstellen des Gipfelkreuzes ist jeder Berg geweiht.
      Übrigens feierm auch der Kardinal und die Weihbischöfe im Sommer Bergmessen. Das ist nicht erst seit Kardinal Marx so. Da werden wir nicht drauf verzichten.

      Löschen
    2. Hier gibt es eine Übersicht, über die Bergmessen, die im Erzbistum in diesem Sommer stattfinden. Auf vielen Bergen gibt es Kapellen oder Kirchen, wo die Messen gefeiert werden und die "Altartische" sind geweiht, sonst müssten sie ja nicht aus dem Tal nach oben gebracht werden. Schließlich gibt es auf vielen Gipfeln eine Alm oder eine Wirtschaft, wo man sich sonst "Tische" ausleihen könnte.

      Löschen
    3. Mir ist schon bekannt, daß es diese Messen gibt. Dennoch kann ich damit gar nichts anfangen, wie ich überhaupt Freiluftmessen nicht viel anfangen kann. Wenn eine Notlage es nicht anders möglich macht, eine Messe zu feiern, dann kann man das natürlich auch außerhalb einer Kirche/Kapelle machen. Aber diese Notlagen sind hier nicht da.

      Es ist manchmal ganz interessant, nachzulesen, wer diese Messen organisiert, seit wann es sie gibt, und aus welchen Gründen es sie gibt.
      (Einfach mal die Artikel durchklicken und lesen: Wikipedia-Suche.)

      Ganz generell gesprochen und nicht nur auf Bergmessen bezogen: Bei manchen Traditionen sollte man fragen, ob sie dazu dienen die Menschen zu Christus zu führen, oder ob es nur noch um Brauchtumspflege geht.

      Löschen
    4. Ich denke, dass es für Außenstehende schwer zu verstehen ist, wie sehr die Menschen hier in Bayern ihre Heimat lieben und eben ganz besonders ihre Berge. Sie sind eben ein ganz besonderes Gottesgeschenk und deshalb steht auf jedem Gipfel ein Kreuz und auf vielen Gipfeln ist eine Kirche oder Kapelle. Und die stehen dort, um heilige Messen zu feiern und nicht, weil sie so schön in die Landschaft passen. Da aber die Kirchen/Kapellen nicht so groß sind und nicht alle reinpassen, werden die Messen eben im Freien gefeiert. Passiert sogar manchmal hier im Münchner Umfeld bei den kleinen Wallfahrtskirchen. Und selbst in Maria Vesperbild findet die Messfeier am 15.8. im Freien statt, weil man eben in der Kirche keine 15.000 Menschen unterbringen kann. Was soll daran falsch sein?

      Löschen
    5. ob Wikipedia das richtige Medium für die Beurteilung der Volksfrömmigkeit ist- wage ich zu bezweifeln, und ob jemand was mit Bergmessen anfangen kann oder nicht, ist eigentlich auch kein allzu belastbares Kriterium.
      Die (can. hochgejazzten) Einwände klingen eher nach "was der Bauer nicht kennt". Und da traue ich dann doch eher dem Urteilsvermögen von Papst Benedikt ....

      Löschen
    6. ob Wikipedia das richtige Medium für die Beurteilung der Volksfrömmigkeit ist- wage ich zu bezweifeln, und ob jemand was mit Bergmessen anfangen kann oder nicht, ist eigentlich auch kein allzu belastbares Kriterium.
      Die (can. hochgejazzten) Einwände klingen eher nach "was der Bauer nicht kennt". Und da traue ich dann doch eher dem Urteilsvermögen von Papst Benedikt ....

      Löschen
    7. Und schon als junger Priester hat Josef Ratzinger eine Bergmesse gefeiert.

      Löschen
    8. Die Feier eine Bergmesse durch einen späteren Papst war aber kein unfehlbarer Akt und taugt kaum als Argument; ebensowenig die Tatsache, daß auch Bischöfe solche Bergmessen feiern. Das Argument erstaunt mich etwas, da hier im Blog sonst die Bischöfe sonst nicht so unkritisch betrachtet werden.

      Bei dem Argument könnte man auch auf die Idee kommen, daß eine Messe am Wohnzimmertisch super ist.

      @Damasus
      Wenn Bergmessen von Trachen- und Heimatvereinen organisiert werden, dann sind das Organisator die eher weltlich ausgerichtet sind. Da sind ja wohl kaum alles katholische Vereine oder katholische Bruderschaften.
      Ich habe z.B. in Tirol Prozessionen miterlebt, wo ebenfalls der Eindruck entstand, daß es vor allem um Brauchtumspflege ging. – Die Leute gingen in ihren Trachten mit, bekamen aber bei den Akklamationen, Gebeten und Liedern die Zähne nicht auseinander.

      Das ist übrigens jetzt nicht speziell gegen Traditionen südlich des Weißwurstäquators gerichtet, sondern generell gesprochen. Sowas gibt es hier auch.

      Löschen
    9. Die Trachten- und Heimatvereine entstammen sehr wohl kirchlicher Tradition. Sieht man sehr wohl, dass sowohl Papst Benedikt Ehrenvorsitzender der Tegernseer Gebirgsschützen ist, als auch Kardinal Marx einem Gebirgsschützenverband vorsteht. Das hat mit Wohnzimmertischen überhaupt nichts zu tun. Sondern mit Volksfrömmigkeit. Und die Kirche in D kann froh sein, wenn diese Säule des Glaubens noch lange erhalten bleibt. Deshalb ist es gut, dass es gefördert wird.

      Löschen
    10. Da machst Du es Dir allerdings etwas einfach. Nur weil ein Verein einer kirchlichen Tradition entstammt, ist es heutzutage noch lange kein katholischer Verein (mehr).
      Die Gebirgsschützen sind oftmals Neu-Gründungen aus dem 20. Jh, nachdem Ludwig II sie um 1870 aufgelöst hatte.
      Es wäre mal interessant, in die Satzungen zu gucken, ob etwa Muslime aufgenommen werden können…

      Löschen
    11. Bestimmt sogar, aber dann müssen sie auch bereit sein, an Fronleichnam hinter dem Allerheiligsten herzulaufen. Das gehört zu den Traditionen der Gebirgsschützen nun mal dazu.

      Löschen
    12. Auch das katholische Pfadfindertum, welches heute eine so wichtige Stütze der katholischen Tradition, gerade in Frankreich, ist, kennt, teilweise sogar recht große, Messen im Freien.

      Und zu: "Bei manchen Traditionen sollte man fragen, ob sie dazu dienen die Menschen zu Christus zu führen, oder ob es nur noch um Brauchtumspflege geht." Das hängt immer von der Intention des Priesters ab. Will er die Menschen durch die Messe zu Christus führen oder nicht?

      Löschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.