Freitag, 24. Juli 2015

Los Sommerlochos

Diese Woche könnte man doch glatt unter das Stichwort "Wetterkapriolen" stellen - soviel Stürme, Hagel und sonstige Erscheinungen hatte es selten.

Fangen wir doch mit einem lokalen Sturm im Wasserglas an ... der es aber immerhin inzwischen bis in die FAZ und den Focus geschafft hatte:
Da wollte ein Münchner Wirt mal zeigen, dass er "ganz auf Linie" ist und "mutig gegen rechts" und schon war's auch wieder ned recht. Im einzelnen: Er hatte eine Studentenverbindung beherbergt, die sich nach seiner Darstellung etwas daneben benommen hatte und es gewagt hat, im angetrunkenen Zustand ein "rechtes" Lied zu singen, nämlich das Deutschlandlied in allen drei Strophen ... und da wollte der Wirt eben mal zeigen, dass er seine Lektion gelernt hatte und entschloss sich, allen Studentenverbindungen fortan Hausverbot zu erteilen. Eine katholische Studentenverbindung bekam daraufhin keine Reservierung mehr. Dies brachte dem Wirt einen kräftigen studentischen Shitstorm ein. Und die Münchner Presse hatte was zu schreiben .... wähend sich das linke Dummvolk in den Foren die Finger wundschrieb .... Doch wie das halt so ist mit den katholischen Studentenverbindungen. Da sind viele dabei, die heute in hohen Kirchen- und Regierungsämtern sitzen oder saßen, angefangen von Papst Benedikt über Kardinal Wetter und Kardinal Marx bis hin zu Thomas Goppel oder Kurt Faltlhauser. Da hatte der "mutige" Wirt dann ein Problem. Denn die besagte Gaststätte, in der er Pächter ist, gehört dem Land Bayern ... und deshalb hat der Finanzminister Söder auch ganz schnell die Wogen geglättet und den Sturm beruhigt. Der Friedensgipfel ist nah.... oder wie man in Bayern sagt: "Ober sticht unter". Und im Bayerischen Biergarten scheint wieder die Sonne.

Heißer geht es derzeit in Rom zu. So heiß brennt die Sonne dort, dass man glauben möchte, der SpOn-Korrespondent hätte besser seine Klimaanlage nicht abgeschaltet. Denn er hat sich mit seinem Bericht zu Pater Pio doch ein paar so arge Schnitzer geleistet, dass es da mit einem kalten Eis nicht getan ist. Aber ein wundergläubiger Spiegel-Korrespondent, das wäre doch wirklich ein Wunder!
Also schreibt er, dass der Pater Pio "umstritten" sei .... das Lieblingswort der linken Journaille wirkt auf einen Heiligen bezogen schon sehr cool. Aber es kommt noch "cooler", denn der Spiegel weiß zu berichten, dass Pater Pio in den "Heiligenstand berufen wurde...." oder ".... dass Papst Franziskus den nächsten Ritterschlag annonciert hat: Die Urne (!) mit den Gebeinen des Heiligen soll im kommenden Februar ..... im Petersdom präsentiert werden...." Leider klärt uns der Spiegel-Korrespondent aber nicht darüber auf, wie denn die Gebeine in die Urne kommen sollen und unversehrt wieder hinaus. Dazu bräuchte es dann aber wirklich ein Wunder.


Über Limburg wurde genug geschrieben und gesagt ... deshalb warten wir mal ab, was aus der Geschichte wird, auch wenn der FAZ-Danny mal wieder versucht, in Rom ein Donnerwetter zu erzeugen, damit der Bischof Tebartz-van Elst endlich seiner "gerechten Strafe" zugeführt werden kann ...

Nun denn. Beim Blick über den großen Teich konnten wir allerdings in dieser Woche sehen, wie so ein richtiges Gewitter nicht nur die Luft reinigen kann. Die amerikanischen Lebensschützer haben die "feine Fassade" von Planned Parenthood zum einstürzen gebracht: Eine Gruppe hat während heimlich gefilmter Gespräche herausgefunden, dass die vielfach mit Spendengeldern unterstützte Abtreibungsorganisation Körperteile und Organe der abgetriebenen Babies teuer weiterverkauft. Daraus ist inzwischen ein richtiges Hagelunwetter geworden - auch wenn die "linken Medien" weiterhin ein paar große Schutzschirme aufgespannt haben.  Neuester Stand der Dinge ist, dass sich einige Sponsoren bereits zurückgezogen und darum gebeten haben, ihre Namen aus der Internet-Spenderliste zu entfernen. Ein Riesenerfolg für die amerikanischen Lebensschützer, zu dem wir einfach nur gratulieren!

Ach ... und auch in Rom wurde aus USA ein leichtes Donnergrollen vernommen. Dort kursiert nämlich seit einigen Tagen das Ergebnis einer Gallup Umfrage über unser Kirchenoberhaupt.  Crux und der Catholic Herald haben die Ergebnisse und Berichte dazu. Der vielgepriesene "Franziskus-Effekt" scheint auch dort verpufft, denn die Beliebtheitswerte sanken von 71 auf 59% ab, bei den konservativen Katholiken sogar auf 45%.  Als Ursachen werden "Laudato Si" aber auch die seltsamen Bilder des Bolivien-Besuches genannt. Wir erinnern uns: Das Hammer und Sichel-Kreuz. Mit sowas macht man sich in den antikommunistischen USA keine Freunde. Es sieht also ganz so aus, als könnte der Präfekt der neugeschaffenen vatikanischen Kommunikationsbehörde keinen Urlaub am Meer genießen. Schließlich steht demnächst eine Reise von Papst Franziskus nach USA an. Wir dürfen also den künftigen PR-Aktionen gespannt entgegensehen.

Derweil soll es hier in Deutschland weiter heiß und sonnig bleiben. Warten wir also ab, womit das Sommerloch in den nächsten Tagen gestopft wird.  Wir halten unsere Wetterkerzen bereit, damit die Stürme nicht allzu heftig wehen.


4 Kommentare:

  1. Alles in allem: Waschechter Kwalitetsschurnalismus!

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    1. Und dabei hat der Sommer gerade erst angefangen. "Freuen" wir uns auf die kommenden Ergüsse!

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  2. Warte mal, die haben erst jetzt Wind von Pater Pio bekommen?! Meine Güte, die müssen ja von katholischer Seite aus gesehen komplett hinter dem Mond leben...

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    1. Nee ich nehme an, da will einer das Sommerloch stopfen ... und da ist ihm die Vatikan-Meldung, dass die Gebeine von Pater Pio nach Rom kommen werden, vor die Füße gefallen .... und beim Spiegel kommt dann sowas bei raus.

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