Freitag, 24. Juli 2015

Seltsam

es ist unfassbar, wie -unterstützt von den Medien bzw. diversen Journalisten, die uns bisweilen als katholisch präsentiert werden,- erneut gegen den ehemaligen Bischof von Limburg Tebartz van Elst gehetzt wird.
Was sich da bisweilen an Kommentaren drunter tummelt erschreckt zumindest mich, oder besser erklärt mir, wie es zu den Lynch- und Hexenjagden der Vergangenheit hat kommen können.
Der Mann hat nicht, wie unsere Politiker, dem Steuerzahler Lasten für alle mögliche aufgebürdet, sondern aus diözesaneigenen Geldern eine teure, zu teure Altbausanierung durchgeführt.
Er hat also das getan, weswegen alle Welt Leib und Leben riskiert, und auf schwankenden Schiffen das Mittelmeer überquert, er hat das getan, wovon jeder Lottospieler träumt, nämlich nicht aufs Geld geschaut.

Ja und? Jedem derjenigen, der schreit "Verschwendung!" wünsche ich einen sanierungsbedürftigen Altbau und dann wird derjenige feststellen, "Ja es gibt Zuschüssen" aber...... und wenn er seinen sanierungsbedürftigen Altbau geschenkt gekriegt hat, und etwas klassisch gebildet ist, wird er seufzen "Timeo (Name des Schenkenden) et dona ferentes" (Original : "ich. fürchte die Danaer auch wenn sie Geschenke bringen," sagte Laookon angsichts des trojanischen Pferdes).


Davon mal ganz abgesehen, werden wir ja beständig und andauernd aufgefordert, nicht zu richten, nicht zu urteilen und selbst Dinge, die jahrtausendelang klar schlecht waren, als kulturelle Bereicherung zu betrachten, wegen der Barmherzigkeit und so.
Nur wenn wir selber was verbockt haben und verbocken, tut wohl jeder was, dann richten uns die unseren und verurteilen uns, dass es kracht.
Und das allerabsurdeste ist, was man dem Bischof vorwirft ist eine Summe die ist in Anbetracht der Summen die uns ansonsten an Kosten, Verschwendung und Kosten der Hilfe für Hinz und Kunz, um die Ohren gehauen wird, absolut nix.
Wie uns die FAZ dankenswerterweise hier berichtet betragen die Kirchensteuereinnahmen alleine im Jahr 2015 mal locker, flockig über 5 Milliarden Euro.
Ja da fällt mir doch glatt ein Gleichnis ein:

Darum gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte.
Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.
Da er's nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen.
Da fiel ihm der Knecht zu Füßen und flehte ihn an und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir's alles bezahlen.
Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei, und die Schuld erließ er ihm auch.
Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du mir schuldig bist!
Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir's bezahlen.
Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war.
Als aber seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte.
Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast;
hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe?
Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war.

Man muss es übertragen, und zwar ganz konkret, die wirklich schlimmen Sünden sind nicht, sich von Finanzgenies über den Tisch ziehen lassen, weil wer kennt sich schon mit dem Dschungel von Bilanzen und Buchführung aus, wenn er nicht vom Fach ist?
Die wirklich schlimmen Sünden sind- laut der Schrift- andere: Götzendienst z.B, und das Geld ist ein Götze, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Wir erwarten von Gott, dass er uns all unsere Sünden verzeiht, und wenn man aktuelle Diskussionen besonders die Kaspersche, um die Barmherzigkeit anschaut, dann erhofft man noch nicht mal, für die Sünden rund ums 4.,6., 9. und 10 Gebot, Barmherzigkeit, nein man fordert sie geradezu und geht im allerletzten stillschweigend davon aus, dass das gar keine richtigen Sünden sind.
Wie gesagt, ich versteh das nicht!
Es gibt übrigens in der Schrift eine Stelle, wo einer der Apostel sich vehement gegen die im Umfeld Jesu' und ohne dass dieser dazu was sagt, geschehene Verschwendung positioniert!
Man lese nach bei Markus, wo es sogar heißt, im Gegensatz zur Parallellstelle bei Johannes, es seien mehrere gewesen, die sich empört hätten, über dieser Verschwendung:
Einige am Tisch waren empört. "Was soll diese Verschwendung?", sagten sie zueinander. 5 "Man hätte dieses Öl für mehr als 300 Denare* verkaufen und das Geld den Armen geben können." Und sie machten der Frau heftige Vorwürfe. 6 Aber Jesus sagte: "Lasst sie in Ruhe! Warum bringt ihr sie in Verlegenheit? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7 Es wird immer Arme bei euch geben, und sooft ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun. 
 (bei Johannes empört sich nur Judas Iskarioth, der das aber nicht wegen der Armen tut, sondern weil er geldgierig wie er nun mal ist, nur das Geld im Blick hat.) .


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