Donnerstag, 17. September 2015

Eine letzte Marienweihe - ein letztes "Segne Du Maria"

Dann war es vorbei mit dem diesjährigen Frauendreißiger. Das Fest "Kreuzerhöhung" war wie immer der Abschluss und es war eine Freude noch einmal den Rosenkranz mitzubeten, die Messe mitzufeiern in der Wallfahrtskirche Maria Thalkirchen.

eigenes Bild @Beiboot Petri
Dieses Bild von der Wallfahrtskirche Maria Thalkirchen wird sich bei mir einprägen für diesen wunderbaren spirituellen Frauendreißiger, den wir in den letzten Wochen gebetet haben.
Die Qualität ist nicht so toll: iPhone und nach der Lichterprozession war es schon dunkel - aber es gibt einen kleinen Eindruck von der Atmosphäre von diesem wunderbaren Flecken in München.
Wie viele schöne Messen durfte ich dort mitfeiern, wie viele schöne Predigten habe ich dort gehört. Und jedesmal, wenn ich dort war und die Messe zu Ende war, dachte ich wie recht Jesus hat, dass das Leben doch so leicht und beschwingt sein kann, wenn man glaubt.

All die Jahre war ich ja in Maria Ramersdorf, um den Frauendreißiger mitzubeten. Doch dieses Jahr war alles anders. Ich wollte einmal Thalkirchen erleben - und war sofort gefangen von dieser wunderbaren Atmosphäre dort. Ein wahrer Kraftort im südwestlichen München. Jeder Tag war etwas besonderes. Die bayerischen Messe und die spirituellen Predigten - jeder Wallfahrtstag war die pure Freude. Maria Thalkirchen kann sich glücklich schätzen. Sie haben wirklich einen ganz besonderen Pfarrer, der diese Wallfahrtstage begleitet hat und auch "hochkarätige" Zelebranten und Prediger für diese besondere Zeit gewinnen konnte. Jedesmal, wenn ich dort war, war es ein besonderes Erlebnis. Mein persönliches Highlight war natürlich die "Alte Messe", die von Prof. Wollbold zelebriert wurde. Mein "erstes Mal" sozusagen - und ein Gefühl, direkt im Himmel angekommen zu sein. Aber auch die "bayerischen Messen", die von Münchner Ordensleuten zelebriert wurden oder die Pontifikalämter mit Weihbischof Laun aus Salzburg, der mit uns für die ungeborenen Kinder betete. Zum Abschluss gab uns der  Propst des Augustinerklosters Herzogenburg in Österreich nicht nur seinen Segen, sondern auch viel lehrreiches über Maria und das Kreuz mit auf den Weg. Und auch der Hausherr, Pfarrer Kiefer hat mich begeistert mit seinen spirituellen Predigten und seinem tiefen und festen Glauben und vor allem das Selbstverständnis, mit dem er ihn vermittelt und gepredigt hat. Seine Freude an der Schönheit des Glaubens, an der Schönheit der Kunst und der Liturgie: Wahres Seelenbalsam - und Kraft, um den eigenen Glauben zu leben und zu vertiefen.

Besonders schön war der Fatimatag am Sonntag, 13.9.  - und auch hier: mein erstes Mal, das bestimmt nicht das letzte Mal sein wird. Die Intensität der Gebete und die Botschaft, dass nur Gebet und Glaube diese Welt verbessern werden hat mich tief berührt. Beeindruckend war der Einzug mit der Fatima-Marienfigur, die von vier Frauen aus der Pfarrgemeinde in die Kirche getragen wurde. Wir beteten den glorreichen Rosenkranz und sangen zwischendrin das Ave Fatima Lied. Das Thema wurde von Pfarrer Kiefer auch in der Predigt aufgegriffen. Er mahnte uns eindringlich, uns an die Gebetsvorgaben der Gottesmutter zu halten. Da war die Lichterprozession zum gegenüberliegenden Franziskanerinnenkloster das Sahnehäubchen obendrauf. Der von den Franziskanerinnen gestaltete Prozessionsweg, die liebevollen Kerzenarrangements und der Statioaltar war einfach nur zum Freuen. So werden unsere Gebete sicher nicht ungehört verhallen, auch wenn die Schutzfrau Bayerns in diesen Tagen sicherlich sehr viel zu tun hat.
Der Frauendreißiger, der in München ja eine lange Tradition hat und - besonders in Maria Ramersdorf - auf ein Gelübde zurückgeht, das die Münchner abgelegt haben, nachdem Wien von der islamischen Belagerung befreit war, ist in diesen Tagen besonders wichtig. Und zu "Maria Namen" am 12. September war es auch Thema der Predigt in Ramersdorf. Die anschließende Lichterprozession stand deshalb auch ganz unter dem Thema dieses Tages.
Maria Thalkirchen war wirklich jeden Tag bis auf den letzten Platz besetzt - aber auch in Ramersdorf beteten viele Menschen mit, auch wenn dieses Jahr durch die Renovierung der Kirche in einem Wallfahrtszelt gebetet wurde. Das Knien auf dem Boden ist halt nicht besonders bequem - aber vielleicht ist man gerade deshalb auf besonderer Augenhöhe mit Gott (wie uns Kardinal Meisner einmal gelehrt hat).
Wir beten und hoffen inständig, dass die Gottesmutter weiterhin ihren Schutzmantel über Bayern ausbreitet, dass sie uns vor Gefahr bewahrt und unsere Stadt und unser Land in die Hände ihres Sohnes legt.

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