Montag, 7. September 2015

Fundstück

Ich habe ja schon seit einiger Zeit einen Lieblingsautor. Der schreibt einfach so poetisch, dass jeder seiner Artikel eine wahre Lesefreude ist - ganz egal, um welches Thema es geht.
Diesmal hat er sich wieder mal den bayerischen Innenminister vorgeknöpft, der kürzlich in einer Talkshow ein falsches Wort benutzt hat. Und damit etwas ganz Verwerfliches getan hat - nämlich das wichtige Thema des Abends in den Hintergrund zu rücken. Und die Phalanx der deutschen Mainstream-Medien in hellen Aufruhr zu versetzen.
Der Artikel ist wirklich mal wieder lesenswert und wie das so ist - wenn der Autor ein genialer Schreiber ist, geben sich auch die Kommentatoren Mühe, es ihm gleich zu tun. Deshalb durfte ich mal herzlich lachen, als ich diesen Kommentar gelesen habe.
Kleine Anmerkung für Nichtmünchner: Mit Prantlhausen meint der Autor des Artikels die "heimliche Hauptstadt" Deutschlands - und hier im Besonderen die schicken Viertel, die sich zum Frühstück besonders gerne von der "Alpen-Prawda" berieseln lassen: 


"Lieber Don Alphonso, 
zum „Neger“ diesmal nichts. Aber dazu: Danke für den terminus technicus „Prantlhausen“. Gebrauchen Sie ihn, an jedem Tag, in jedem Beitrag. Er ist der Schlüssel zu allem Irrsinn. 
Alle Leser mögen gleichfalls aufgefordert sein, dieses „Prantlhausen“ bis in die letzte Ecke der äh… Nation zu tragen. Sagt es, schreibt es, denkt es! 
Allerdings: Habe in der Strauß-Sendung im BR („Münchner Runde“) die Frau Prantl gesehen, eine gewisse Franziska Augstein, die sich dermaßen exaltiert geriert hat, daß es einen gruseln hätte müssen, aber dann doch eher nicht, im Gegenteil: Die hat der Bürgermeister von Prantlhausen nämlich jeden Morgen an dem Frühstückstisch. Verdientermaßen."
Ach, wie ist mir das peinlich, dass ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin. Der köstliche Heribert wird von einer Domina regiert und seinen Frust lädt er dann in seiner Redaktion ab und denkt sich, warum er wohl der einzige sein sollte, der leidet.  Denn so leiden wenigstens sein Arbeitgeber und seine Kollegen mit. Ich frage mich, wie lange noch.

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