Donnerstag, 3. September 2015

"Gott oder nichts": Gute Nachrichten aus Regensburg

Im Februar diesen Jahres kam das Buch von Kardinal Sarah zur richtigen Zeit. "Gott oder Nichts" erschien zunächst auf französisch und wurde weltweit diskutiert - natürlich auch auf dem Beiboot, zum Beispiel hier.
Seine klaren Aussagen, zu Glaube und Kirche, zu den Geboten und der frohen Botschaft des Evangeliums sind herausragend - gerade in Zeiten, wo man in Deutschland gerade laut über eine andere Kirche nachdenkt. Wir erinnern uns an "... wir sind doch keine Filiale von Rom" und ähnliche Aussagen.

Und deshalb freuen wir uns jetzt natürlich besonders, dass wir zwar mit unseren Übersetzungen (Dank an damasus) sehr früh dran waren, aber uns die Arbeit fast hätten sparen können.

Denn das Buch von Kardinal Sarah "Gott oder Nichts" gibt es jetzt auch in einer deutschen Ausgabe.

Gestern wurde es in Regensburg im Rahmen einer Feier in Schloss Emmeram präsentiert.
Hauptredner war der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Müller.
Und was man heute in den Medien dazu lesen kann, gibt es nur eine Aussage Kardinal Müller war in Hochform!
"Oft werde er gefragt, woher das Establishment der sogenannten „deutschen Kirche“ den Anspruch ableite, bei allen Symptomen eines dramatischen Niedergangs ausgerechnet in den Fragen der Sexualmoral und der katholischen Ehelehre Schrittmacher für die Weltkirche zu sein."
wird er zum Beispielt in der Tagespost zitiert, die mit "Kardinal Müller warnt vor einer Glaubensspaltung" aufmacht.

Auch in den Lokalen Medien um Regensburg wurde die Buchpräsentation hervorgehoben.
Die Mittelbayerische Zeitung geht ausführlich auf die Ansprache von Kardinal Müller ein und hat zudem noch eine schöne Bildergalerie:

"Müller lobte während seines Vortrags nicht nur die Demut und die Hingabe des aus Westafrika stammenden Sarah, sondern auch die Überzeugung, mit der er für die christliche Identität eintritt. Anhand seiner Biografie werde sichtbar, wie Eurozentrismus den Blick der Kirche verenge, während es dem Christozentrismus gelinge, die Menschen in Gott zu vereinen. Müller warf der katholischen Kirche in Deutschland vor, sich mit Themen wie dem Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten und der Akzeptanz der Homosexuellen zum Schrittmacher der Weltkirche aufzuschwingen."


Die Mittelbayerische geht auch kurz darauf ein, dass Erzbischof Georg Gänswein das Vorwort verfasst hat:
"Das Vorwort zu dem Buch hat Erzbischof Georg Gänswein geschrieben. Er stellt es unter die Parole „Zu den Wurzeln“. Gänswein spricht von einer inspirierenden „Radikalität des Evangeliums“, die dieses Buch zu dem Titel „Gott oder nichts“ antreibt. In diesen Worten sieht er Anklänge der Glaubensbekenntnisse von Teresa von Ávila und der heiligen Margareta Maria Alacoque."


Die Machtansprüche  Deutschen Kirche (insbesondere das Auftreten von Kardinal Marx) war auch Thema von Oberpfalznetz. Sie beschreiben, dass Kardinal Sarah in seinem Buch Kardinal Marx direkt angreift - was sich schon in der Headline "Harsche Kritik an Kardinal Marx" äußert.

Auch der BR hat berichtet, aber die Rede von Kardinal Müller nicht erwähnt. Das wundert mich jetzt aber eher nicht.
Inzwischen hat auch die FAZ noch einen Artikel dazu verfasst ... Jo mei ...

Ich gehe mal davon aus, Kardinal Marx war nicht zur Buchpräsentation eingeladen. Dabei hat er doch gerade auch ein Buch geschrieben, wie er die deutsche Kirche "retten" will - das ist aber genau das Gegenteil von dem, was Kardinal Sarah in seinem Buch als notwendig betrachtet.

Schön, dass die Mittelbayerische noch einen Spendenaufruf gestartet hat, um das Buch in Afrika zu verbreiten. Besser wäre es aber, das Buch in Deutschland zu verbreiten ....

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