Freitag, 22. September 2017

Heute ist der heilige Mauritius und Monsignore Brunero Gheradini gestorben

Heute am 22. September am Tag des Heiligen Mauritius des Anführers der thebaiischen Legion (wir erinnern uns, oder auch nicht, das war eine ganze römische Legion, die aus lauter Christen bestand. Diese Legion wurde nach Germanien abkommandiert, und nachdem sie in der Schweiz angekommen waren, bekamen sie Ärger wegen ihre christlichen Glaubens udn so starben sie nach und nach den Märtyrertod. Der Anführer Mauritius gab dem heutigen mondänen Sankt Moritz seinen Namen und ab da finden sich entlang des Rheins, bis nach Xanten immer wieder Heilige wie Gereon, Viktor von Xanten, Ursus von Solothurn usw, die als Märtyer der thebäischen Legion gelten.)
 der zugehörige Antwortpsalm ist daher auch der 49 und er ist auch sonst sehr erhellend.



1. Zum Ende,1 ein Psalm von den Söhnen Kores.
2. Höret dies, ihr Völker alle, vernehmet es alle Bewohner des Erdkreises,
3. alle ihr Erdgeborenen und Menschenkinder,2 alle miteinander, reich und arm!
4. mein Mund soll Weisheit reden, und meines Herzens Sinnen Einsicht.
5. Ich will mein Ohr der Gleichnisrede neigen,3 will auf der Harfe4 meinen Rätselspruch5 kundgeben. [Ps 77,2]
6. Warum soll ich mich fürchten am Unglückstage, wenn die Bosheit meiner Nachsteller mich umgibt,
7. welche auf ihre Macht vertrauen und der Menge ihrer Reichtümer sich rühmen?
8. Es kann kein Bruder6 loskaufen, kein Mensch, und keiner Gott das Lösegeld7 für sich erlegen,8
9. noch für sein Leben einen Lösepreis, wenn er sich auch in Ewigkeit abmühte
10. und lebte für und für.
11. Nicht hat er das Ende vor Augen, wenn er Weise sterben9 sieht;
Toren und Unverständige10 kommen miteinander um und hinterlassen Fremden ihre Reichtümer.
12. Ihre Gräber sind ihr Haus auf immer, ihre Wohnungen von Geschlecht zu Geschlecht, man preist ihren Namen in ihren Ländern.11
13. Doch der Mensch erkennt es nicht, da er in Ehren ist, er wird den unverständigen Tieren gleich und wird diesen ähnlich.12
14. Dieser ihr Wandel bringt sie zu Falle und nachher noch gefallen ihre Reden.13
15. Wie Schafe fahren sie zur Unterwelt, der Tod rafft sie hinweg;14
die Gerechten triumphieren über sie gar bald und ihre Hilfe schwindet dahin in der Totenwelt, nachdem ihre Herrlichkeit vergangen.15
16. Aber Gott wird meine Seele aus der Unterwelt erretten, indem er mich hinnimmt.16
17. Fürchte nicht, wenn ein Mensch reich wird und wenn sich die Herrlichkeit seines Hauses mehrt,
18. denn wenn er stirbt, nimmt er nichts mit sich und seine Herrlichkeit fährt nicht mit ihm hinab.
19. Denn wird seine Seele in seinem Leben gepriesen, so pries er dich nur, wenn du ihm Gutes erwiesest.17
20. Er wird zum Geschlecht seiner Väter hingehen18 und nimmer das Licht schauen.
21. Der Mensch, der in Ehren ist und es19 nicht erkennt, gleicht unvernünftigen Tieren und wird ihnen ähnlich.

also heute ist im Alter von 92 Jahren Monsignore Brunero Gheradini gestorben, wie wir hier lesen können. 
ich kenne wenig von ihm und das who ist who im Vatikan ist mir zu stressig, aber auf dem Bild sieht der  Monsignore aus, wie man sich einen alten, weisen, sozusagen der Welt schon lange gestorbenen Monsignore vorstellt.
Ein kleines, mageres Männele, ausgebleicht und von aller irdischen Schwere reingewaschener Mann, der an Treibholz erinnert, wo alles Schwere weiß und leicht geworden ist.
Ich weiß nicht ob es ein guter, oder ein weniger guter Priester war, Professor an der Lateranuniversität war er ja, ich weiß nicht ob das was er so geschrieben hat gut war, wahr war, oder Unfug, ich nehme an es wird von jedem etwas gewesen sein.
Aber auch die Märtytrer der thebäischen Legion und alle anderen Heiligen auch, waren keine makellosen Menschen, sondern Menschen, die sich irgendwie durchgebissen, durchgekämpft, durchgemogelt, zwischendrin auch auf dem Holzweg gewesen, geirrt und sich verrannt haben, dennoch haben sie sich an IHN gehängt und deshalb hat ER, GOTT, sie gerettet, wie es im Psalm heißt.
So möge auch der Monsignore in Frieden ruhen und die Märtyer der thebäischen Legion, die heute bestimmt Türdienst haben, ihn empfangen.
Wir aber sollten anfangen uns darüber im Klaren zu sein, dass Glauben nicht unbedingt ein Wellnessgarant ist, Der Glaube aber lehrt, die Dinge in der richtige Ordnung zu sehen, und die Märtyrer haben das getan. Deshalb sind sie uns heutigen eigentlich sehr, sehr peinlich.
Also so als armen, unschuldige Verfolgte damit könne wir schon noch was anfangen, aber Menschen denen das Bekenntnis wichtiger ist als alles andere, das ist uns ganz schön fremd.
Daher hat der heutige 49. Psalm auch den Titel "Des Menschen Pracht vergeht!"

1 Kommentar:

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