Donnerstag, 28. September 2017

WIndhauch, nichts als Windhauch

Wäre ich evangelisch, würde ich es als Konfirmationsspruch nehmen und allen evangelischen Konfirmanden,. die mich gefragt haben, was sie nehmen sollen, habe ich es empfohlen, und alle fanden es cool, aber keiner hat sich getraut, weil es sich nicht so anhöre, wie man sich vorstellt, dass ein frommer Spruch gehen sollte, und heute war es in der Lesung dran,
das Wort vom Windhauch, dass da in der älteren Übersetzung mit Eitelkeiten gleichgesetzt wird, und lautet:

2. O Eitelkeit über Eitelkeit! spricht der Prediger,4 o Eitelkeit über Eitelkeit,5 alles ist Eitelkeit! 
3. Was hat der Mensch mehr6 von all seiner Arbeit, mit der er sich unter der Sonne7 abmüht? 
4. Ein Geschlecht geht dahin und ein anderes kommt,8 die Erde aber steht allezeit fest.9 
5. Die Sonne geht auf und10 geht unter und kehrt11 an ihren Ort zurück, von wo sie wiederum aufgeht,12 
6. nach dem Süden geht und nach Norden sich wendet.13 Alles ringsum umkreisend bewegt sich der Wind fort und kehrt wieder zu seinem Kreislaufe zurück. 
7. Alle Ströme fließen in das Meer und das Meer läuft nicht über;14 an den Ort, woher die Flüsse kommen, kehren sie zurück,15 um wieder zu fließen. 
8. Alle Dinge mühen sich ab;16 der Mensch vermag es nicht, es auszusprechen, das Auge kann sich nicht satt sehen und das Ohr nicht genug hören.17 
9. Was ist das, was gewesen ist? Eben das, was wieder sein wird! Was ist das, was geschehen ist?18 Eben das, was wieder geschehen wird! 
10. Es gibt nichts Neues unter der Sonne und niemand kann sagen: Siehe, das ist neu! Denn es ist schon da gewesen in den Zeiten, die vor uns waren. 
11. Man erinnert sich nicht mehr an das Frühere; aber auch das Künftige, was erst geschehen wird, wird bei den künftigen Geschlechtern keine Erinnerung mehr finden.19 


egal wie man das nun philologisch auseinanderklamüsert, es ist klar was gemeint ist, all dieses rumgemache und sich einbilden was besonders neues und originelles sich ausgedacht zu haben, ist nichts als Eitelkeit, wobei es mit "Windhauch" einfach netter ausgedrückt ist.

So muss man sich wohl auch nicht übermäßig echauffieren ob des absoluten Wahnsinns in Kirche und Politik der da scheinbar direkt aus einem Stück von Franz Kafka entsprungen zu sein scheint, wenn man sich manche Statements vor Augen führt,

Ist nix neues, hat es alles schon mal gegeben nur weiß man nichts mehr davon, weil es keine Zukunft gehabt hat, 
Aber über allem ist ein Gott, der war ist und sein wird, der also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist, nicht hat., sondern sie ist und zu dem hin wir alle unterwegs sind.

Ach ja und weil ich das so herzerfrischend finde was der Kohelet so geschrieben hat und es so dem widerspricht, was man heutzutage so meint, ich habe mir vor einiger Zeit schon mal Gedanken gemacht, wie der Kohlet zu der modernen Hybris steht, die meint was ganz besonderes zu sein, und, je nach Couleur, meint heutzutage besonders gut, oder besonders schlecht zu sein.
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