Sonntag, 15. Oktober 2017

Wir bleiben katholisch - auch wenn wir damit nicht berühmt werden.

Erstmal Glückwunsch nach Polen - was für ein großes Volk! Sie haben es tatsächlich geschafft, mit einer katholischen Alltäglichkeit in die internationalen Medien zu kommen - mehr noch sie haben es sogar geschafft, die halbe Welt in Angst und Schrecken zu versetzen - von tagesschau bis BBC, alle reagierten total erschrocken. Das war wirklich eine ganz großartige Aktion, die den polnischen Katholiken letzten Samstag gelungen ist. Sie haben das katholische Fest "Unserer lieben Frau vom Rosenkranz" dazu genutzt, für das es gedacht ist und landesweit Rosenkranz gebetet. Dass die Polen da so öffentlich beteten und auch noch sagten, warum und wofür war natürlich den diversen Medienvertretern nicht so ganz geheuer, weil ihnen der Glaube daran fehlt, was Gebete bewirken können und in der Vergangenheit bewirkt haben.
Das hat natürlich die Italiener nicht ruhen lassen: Am 100. Jahrestag des "Sonnenwunders von Fatima" wurde von Südtirol bis nach Sizilien Rosenkranz gebetet - offensichtlich aber nicht so spektakulär, wie die Polen, denn die Medien hatten keinen Grund, sich aufzuregen. Schade eigentlich, hat doch so viel Spaß gemacht, ihre Panik zu sehen.


Am Samstag waren dann die Engländer dran: Mitten durch London gab es einen großen Rosenkranzgebetszug:



Da könnte man ja fast neidisch werden, als Münchnerin ... aber nur fast. Denn über die Zeit verteilt, können wir da doch durchaus mithalten:
Bei uns wird ja in fast allen Kirchen Rosenkranz gebetet, in der Innenstadt täglich, in den Stadtrandkirchen 1 - 2 mal die Woche. Und immer sind viele da, die mitbeten.
Richtig los geht's dann aber am 15. August. An diesem Tag beginnt in zwei Münchner Wallfahrtskirchen der "Frauendreißiger" - eine dreißigtägige Gebetszeit mit Marienandachten, Rosenkränzen, Heiligen Messen, Lichterprozessionen und Kreuzpartikel-Segnung. Und ich kann es bestätigen: Die Kirchen sind jeden Tag voll.

Der Frauendreißiger geht ja wie so vieles in dieser Zeit auf die Türkenbelagerung von 1683 zurück - früher gab's dazu auch immer eine Pressemitteilung des Ordinariats. Inzwischen sagt man da lieber nix mehr. Vielleicht möchte man dem Chef des Prantlhausener Tagblattes einfach den Herzkasper ersparen ....
Das Fest Maria Geburt am 8. September ist der Gründungstag der Münchner Mariahilf-Bruderschaft, die durch das gemeinsame Gebet am Mariahilfaltar zu Zeiten der Türkenbelagerung zusammenfand.
Dieser Tag wird dann am folgenden Sonntag auch ganz besonders gefeiert: Mit einem festlichen Hochamt, einer Marienvesper und dem abendlichen Rosenkranzgebet auf dem Marienplatz. Gekrönt von einer marianischen Lichterprozession durch die Altstadt mit einem weiteren Rosenkranz und vielen schönen Marienliedern. Und wenn man jetzt die Reaktion auf die Polen beachtet, hoffe ich sehr, dass alle Pressevertreter an diesem Tag frei hatten und, dass wir auch sonst niemanden "erschreckt" haben. Das wäre nämlich völlig unbeabsichtigt, denn für uns war es auf jeden Fall ein wunderschönes spirituelles Erlebnis.
Nach dieser wunderschönen Zeit des Frauendreißigers ging es hinein in den Rosenkranzmonat Oktober, der in den Münchner Kirchen besonders feierlich gebetet wird. In vielen Kirchen wird täglich gebetet - oft mit der lauretanischen Litanei, echaristischem Segen und schönen Marienliedern.
Und diese heilige Zeit hält für uns in München auch das eine oder andere Wunder bereit: Am 3. Oktober nämlich fand unser Erzbischof für eine ganze Stunde zurück in die Tradition. Er betete mit uns den von seinem Vor-Vorgänger Kardinal Ratzinger ins Leben gerufenen "Güldenen Rosenkranz" - und wundersamerweise erfuhren wir in dieser Stunde nichts aus der aktuellen Politik und seine Meinung dazu hatte er wohl auch am Kirchenportal abgegeben. So war es eine schöne Gebetsstunde, die diesem weltlichen Feiertag ein bisschen Spiritualität zurückbrachte.
9 Tage später wurde in Maria Thalkirchen des letzten Erscheinens der Gottesmutter in Fatima gedacht, das sich in diesem Jahr zum 100 mal jährt. Mit einem besonderen Rosenkranz in mehreren Sprachen gebetet, einer schönen heiligen Messe, einer Lichterprozession und Marienweihe verbrachten wir einen dreistündigen Abend in der Kirche und um sie herum ... Am folgenden Tag war dann der Stadt-Rosenkranz der traditionell auf dem Marienplatz gebetet wird, der Höhepunkt. Diesmal war's besonders schön: Nach der heiligen Messe in St. Peter, verbunden mit einer kurzen Prozession zum Mariahilfaltar in der Kirche und einer Marienweihe zogen wir gemeinsam zum Marienplatz, um dort mit Weihbischof Graf Stolberg den Stadtrosenkranz zu beten. In diesem Jahr wurde erstmals bei Kerzenlicht gebetet und gesungen... es ist um diese Zeit immer wieder schön zu beobachten, wie die Menschen, beladen mit Einkaufstüten, die sonst eigentlich nur über den Marienplatz laufen, stehenbleiben, erstmal ungläubig gucken und dann einfach mitbeten. Es waren sicher 1000 auf dem Marienplatz, aber es könnten auch sicher noch mehr werden, wenn man von Seiten des Erzbistums da ein bisschen mehr "trommeln" würde. Wer es nicht wusste, musste auf der Website des Erzbistums oder der Kirchenzeitung erstmal suchen, um überhaupt etwas dazu zu finden. Auch die sozialen Medien werden für solche Hinweise offensichtlich nicht genutzt. Schade eigentlich ... denn die Menschen, die nicht dort sind, verpassen wirklich was.... und jeder der mitbetet, ist eine Stimme mehr.
Wir haben mit unseren vielen "kleinen" Terminen die spektakulären Gebetsaktionen der Polen, Italiener und Engländer sicher wettgemacht. Und wir werden auch in den kommenden Tagen noch bis zum 31. Oktober die Rosenkranzandachten feiern. Ganz zu Ehren unserer Gottesmutter, unserer Patrona Bavaria. Und bleiben so katholisch, wie wir es wollen - egal welche 2+2=5 -Vorschläge uns da derzeit aus dem katholischen "Headquarter" überbracht werden. Und wenn es drauf ankommt, werden auch wir mal zu hunderttausenden an den Grenzen stehen und Rosenkränze beten. Besonders die am Main gilt es ja derzeit besonders zu schützen.

Noch ein Nachsatz: am 16.10. fand in München in der Neuhauser Straße vor St. Michael ein auch von der MK-Redaktion und der Pressestelle des Erzbistums angekündigtes "Friedensgebet" statt.
Wenn man sich die Szenerie so anguckt, waren das höchstens 100 Leute. Aber es gibt einen Bericht bei MK-Online, ein Video ... zum Stadtrosenkranz bis heute nichts!
Da sieht man, wie wichtig es ist, unbeirrt weiter katholisch zu bleiben. Unsere Kirchenführung will es offensichtlich nicht.




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